Würdest du ein E-Auto fahren?

Diskutiere Würdest du ein E-Auto fahren? im Umfragen Forum im Bereich Das 1er BMW Forum; Und in deine Gesamtbilanz fließt auch immer die Energieerzeugung mit ein? ;) Ich lese hier nur viele Thesen und wenig Argumente in deinem Beitrag.

?

Elektroauto, ja oder nein?

  1. Klar, Elektroautos gehört die Zukunft

    73 Stimme(n)
    15,8%
  2. Ja, mit einem Elektroauto hinterlässt man einen positiven Eindruck

    10 Stimme(n)
    2,2%
  3. Ja, die laufenden Kostenvorteile liegen auf der Hand

    33 Stimme(n)
    7,1%
  4. Ja, denn der Umweltaspekt ist mir wichtig

    27 Stimme(n)
    5,8%
  5. Ja, aber nur wenn die Preise deutlich gesenkt werden

    133 Stimme(n)
    28,7%
  6. Ja, aber nur wenn es auf ein flächendeckendes, öffentliches Stromtankstellennetzwerk gibt.

    132 Stimme(n)
    28,5%
  7. Ja, weil volles Drehmoment ab dem ersten Umdrehung anliegt

    89 Stimme(n)
    19,2%
  8. Ja, aber nur mit verbesserten Akkus für mehr Reichweite + weniger Entladung

    150 Stimme(n)
    32,4%
  9. Nein, Benzingestank und Motorensound ist durch nichts zu ersetzen

    147 Stimme(n)
    31,7%
  10. Nein, ich sehe die Zukunft in der Brennstoffzelle

    74 Stimme(n)
    16,0%
Eine Auswahl mehrerer Antworten ist erlaubt.
  1. #421 gotcha43, 19.08.2021
    gotcha43

    gotcha43 1er-Guru

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    Und in deine Gesamtbilanz fließt auch immer die Energieerzeugung mit ein? ;)

    Ich lese hier nur viele Thesen und wenig Argumente in deinem Beitrag.
     
  2. #422 Der.Schmitti, 19.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 19.08.2021
    Der.Schmitti

    Der.Schmitti 1er-Fahrer(in)

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    Selbstverständlich. Energieerzeugung, Produktion von Akku und Fahrzeug, Fahrzeugnutzung und Lebensdauer, Recycling usw. Deshalb kann und wird ein E-Auto auch niemals CO2-neutral sein. Das sind Milchmädchenrechnungen. Doch immerhin führen diese Milchmädchenrechnungen dazu, dass die Hersteller von hohen Strafzahlungen seitens der EU (CO2 Grenzwert) verschont bleiben. Wenn schon die Politik ihr Vetorecht gegen unsinnige Grenzwerte seitens der EU nicht geltend macht.
     
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  3. #423 gotcha43, 19.08.2021
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    Ich würde mir diese Kosten und CO2 Gegenüberstellung ja gern mal anschauen. Hast du da Input für mich?

    beim verbrenner fallen halt auf den ersten Blick viele Sachen gar nicht auf allein bei der Kraftstoffförderung und Logistik.
    Was da an Strom, Energie und CO2 verbraucht bzw. Erzeugt wird bis überhaupt der Kraftstoff im Tank ist, ist ja ein Thema schon für sich.
    Mit steigender Ökostrombilanz (und die wird und muss steigen) verschiebt sich das ganze eh nochmal weiter. Es ist nunmal die Zukunftstechnologie und auch E Fuels sind nur eine Spritalternative im unwirtschaftlichen Sinn für Zeiten, in denen Oldtimer etc. auch ohne Normalen Sprit noch bewegt werden sollen. Aber keine Lösung für die Mobilität, genauso wenig wie Wasserstoff im PKW Sektor.
     
  4. cb7777

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    Die Frage nach einer Quelle erübrigt sich auch aus anderen Gründen. Wie viele Studien gibt es, die manipuliert sind, um die vorgefassten Meinungen der Finanzierenden, Verfassenden, Interessengruppen etc. zu beweisen? In Abhängigkeit hiervon findet sich immer eine Formel, nach der das Ergebnis, wie in der Mathematik, wzbw lautet, was zu beweisen war...:wink:
    Und wer nicht zu den Privilegierten gehört, welche einfach eine Wallbox an ihr Häuschen montieren können, sondern weder Ladeinfrastruktur noch eine Hausgemeinschaft haben, die sich diesbezüglich einigen kann, braucht sich ohnehin nicht mit der Frage zu beschäftigen, ein E-Auto anzuschaffen.
    Ich denke in diesem Stadium der Diskussionen ist vor allem eines gefragt, nämlich ein gesunder Menschenverstand.
     
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  5. #425 mehrfreudeamfahren, 19.08.2021
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    Mir nicht. Sorry. Nach meinem gesunden Menschenverstand gehe ich vom Gegenteil aus. Ich möchte daher gerne verstehen, welche Annahmen in der Studie zu dem Schluss führen, dass E-Autos eine schlechte Bilanz haben. Kannst du ausnahmsweise bitte die Quelle nennen? ;)

    Weil genau wie cb7777 sagt, gehen viele mir bekannte Studien von Annahmen zum Energiemix aus. Diese Annahmen würde ich gerne verstehen
     
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  6. #426 mehrfreudeamfahren, 19.08.2021
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    Wenn du aus Prinzip kein Anti-Demokratisches Regime durch Erdölkäufe unterstützen willst, ist das auch ein Argument. Wenns auch nur ein Hybrid ist.
     
  7. #427 LebenDesB38, 19.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 19.08.2021
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    Richtig. Dann frage ich mich, wie man noch immer den Diesel als langfristig (darum geht es, nicht alleine um die anfangs anfallenden Produktionskosten) ökologischer darzustellen versucht, wenn der bis zu seinem Lebensende Co2 (und andere Treibhausgase) ausstößt, während ein E-Auto ab dem ersten km keine (direkten) Emissionen verursacht.
    Natürlich kann man dann wieder die leidige Diskussion über den Strommix anfangen, nur wird auch dieser immer ökologischer, der Trend ist doch eindeutig.
    Aber auch der Rattenschwanz des Diesels wird in diesen Debatten stets übersehen. was @mehrfreudeamfahren schon richtig genannt hat, ist einer von vielen Punkten.
    Von den beim Transport und der Raffinerie verursachten Emissionen mal ganz abgesehen.

    Ich verweise gerne noch einmal auf den Rechner, den ich bereits gepostet habe: https://efahrer.chip.de/co2rechner .
    Ab rund 100.000km ist fast jedes E-Auto in der Gesamtbilanz - und nur die ist entscheidend - (edit: deutlich) weniger belastend als ein Verbrenner. Und die Laufleistung ist doch weit entfernt vom Maximum eines Autolebens. Gerade bei E-Autos, die schon aufgrund ihrer wenigen Verschleißteile langlebiger sind.

    Ich habe im Übrigen das Gefühl, dass sich die Diskussion hier mittlerweile im Kreis dreht. Der Trend auf dem Automarkt geht jedoch in eine eindeutige Richtung - deal with it. Solange es keine vernünftigen synthetischen Kraftstoffe gibt oder Wasserstoff massenfähig ist, wird sich daran auch erstmal nichts ändern. Der Diesel und der Benziner wie sie jetzt sind haben aber mit Sicherheit ausgedient.
     
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  8. #428 Der.Schmitti, 19.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 19.08.2021
    Der.Schmitti

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    Aber dass Menschen, welche den Kobaltabbau betreiben, eine deutlich verkürzte Lebenserwartung haben (< 40 Jahre) - das ist in Ordnung oder was?

    Wenn wir schon beim Thema anti-demokratisch sind.
    Jeder Bayern Fan müsste sich diesbezüglich fragen lassen warum er einen Verein unterstützt, der sich von Katar sponsern lässt.
    Jeder Deutsche müsste sich derzeit fragen lassen, warum er die Entscheidungen einer demokratisch nicht legitimieren und in der Verfassung nicht vorgesehenen Kungelrunde anerkennt.
    Die Liste derartiger Beispiele ist endlos.

    @LebenDesB38
    Fakt ist, dass der Wettbewerb durch hohe Subventionen zu Gunsten der Elektromobilität verzerrt wird. Dieser Trend ist in der Tat eindeutig zu beobachten.

    Einen Rechner anzuführen dessen Berechnungswerte nicht abschließend verifiziert sind und tatsächlich in manchen Belangen grundlegend falsch, bringt die Diskussion auch nicht weiter.
     
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    hier werden viele Punkte, aber vor allem ein entscheidender, nicht richtig beachtet: Die Lebensdauer der Batterie. Die meisten Hersteller geben eine Garantie von 8 Jahren und 160.000km. Das muss man also in die Rechnung mit einbeziehen. Fällt die Batterie unter die MIndestkapazität und muss getauscht werden, ist die komplette Bilanz im Eimer. Ich kann auch jedem den CO2-Rechner https://efahrer.chip.de/co2rechner empfehlen, da sieht man relativ schnell was Sinn macht und was nicht. Zu beachten ist, dass man Ökostrom auf "Nein" setzt. Bei "Ja" wird ohne laufenden CO2-Verbrauch gerechnet, d.h. Strom aus 100% erneuerbaren Energien (z.B. eigene PV-Anlage ohne Beimischung aus dem Netz), was die absolute Ausnahme darstellt. Am Beispiel meines Firmenwagens wäre der Break-Even Point, wie hier bereits geschrieben, nach 14 Jahren. Eine zweite Batterie ist dort nicht mit eingerechnet, wird aber beim aktuellen Stand der Technik auf jeden Fall anfallen. Dann kommt noch dazu, dass mein Fahrprofil aktuell nicht richtig abgedeckt werden kann, aber das ist wieder ein anderes Thema.
     
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  10. #430 mehrfreudeamfahren, 20.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 20.08.2021
    mehrfreudeamfahren

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    Richtig. Das war auch meine grösste Sorge. Aber irgendwann habe ich mal ne Restkapazitätsaufstellung in Relation zur Strecke für Tesla’s gesehen. Da konnte man fast ne Million Kilometer erreichen. Ist das immer noch aktuell?

    edit:
    Also angenommen Tesla 500km Reichweite - eine Batterie hätte nur 300 Zyklen - das würde schon 150000 km entsprechen.

    Meiner Erfahrung nach haben aber Batterien die nicht gequält werden deutlich über 1000 Zyklen. sprich 500000 km würde ich als Erwartungwert setzen (für mind 70%). Hier https://maartensteinbuch.com/2015/01/24/tesla-model-s-battery-degradation-data/ nochmal ein Link bei dem von rund 7-9% auf den ersten 280000 km im Mittel ausgegangen wird.

    Gequält wurde meine Laptop Batterie. Ladestand oft 0%. Quasi immer über 85% Ladestand beim Anstecken. Die hat aktuell 60% Restkapa bei rund 650 Zyklen.
     
  11. #431 LebenDesB38, 20.08.2021
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    Guter Punkt, aber hier kann ich wieder aus erster Hand berichten, dass diese Angaben extrem konservativ sind - ich nehme an, um keine Kundenansprüche zu riskieren. Es gibt zur Genüge Teslas mit extrem hohen Laufleistungen, teilweise über 1mio km, die auf ihrer ersten Batterie fahren.
    Wenn man einen Tesla kauft, kriegt man uA gesagt, dass man sich bemühen soll, die Batterie nie ganz leer zu fahren (und selbst dann geht das Auto aus, bevor die Batterie kaputt geht - das war beim Roadster noch anders) und das Ladelimit, das man über den Bordcomputer einstellen kann, möglichst bei 80% einzustellen, außer bei Fernreisen.
    Über diesen Weg sind die Teslabatterien, über die anderen Hersteller habe ich keine Erfahrungswerte, extrem Langlebig.
    Unserer ist seit 2016 120k km gefahren und von einem Kapazitätsverlust ist nichts zu spüren.
     
  12. #432 twisterbandit, 21.08.2021
    twisterbandit

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    Bin ja auch Dieselfahrer aber ich kann die Aussage nicht nachvollziehen. Ich würde auch gerne wirklich wissen was nun insgesamt an CO2 entsteht beim Diesel, wie auch beim Elektroauto.
    Ich fürchte aber, das wird einem keiner konkret sagen können weil das sehr unterschiedlich ist um welche Fahrzeuge es sich handelt. Sollten natürlich vergleichbare Fahrzeuge sein.
     
  13. bravado

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    Was für eine Runde soll das sein?? :kratz:
     
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  14. #434 twisterbandit, 21.08.2021
    twisterbandit

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    Mal den CO2 Rechner angeschmissen

    64445C8B-FC92-4E5F-87CF-205FCD517DFC.png

    Also ich kann die CO2 Rechnung zugunsten der Benziner/Diesel gegenüber dem E-Auto so nicht nachvollziehen.
    Und ich habe sogar ohne Ökostrom gerechnet.
     
  15. #435 doesntmatter, 23.08.2021
    doesntmatter

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    Also wenn du ihn mit der Frage nicht einfach nur auflaufen lassen willst, sondern du wirklich noch so gut wie keine Informationen hast: Das grundlegende Problem ist, mit was für Strom man rechnet?

    Variante A: "Strom kommt aus der Steckdose" (fast nur in Foren und bei Politikern zu finden)
    Da an geförderten Ladesäulen nur Ökostrom verkauft werden darf (selbst wenn da beim nächtlichen Laden ganz offensichtlich keine Sonnenenergie fließen kann, sondenr nur eine Verrechnungstrick vorliegt), dann hat natürlich jedes Elektroauto eine gnadenlos gute Energiebilanz und seine Herstellung nach 10000-30000 km wieder reingeholt.

    Variante B: "durchschnittlicher Strommix" (überwiegender Teil der Studien)
    Rechnet man mit den mittleren CO2-Emissionen pro kWh Strom in Deutschland, dann kommt hier und jetzt meist auf eine ausgeglichene Energiebilanz nach spätestens 100000 km. Hängt natürlich ein bisschen davon ab, ob man von einem 30-kWh-Kleinwagen im Stadtverkehr oder einem 100-kWh-Tesla auf der Autobahn ausgeht und auch bei den Annahmen für die CO2-Freisetzung bei der Diesel-/Benzinbereitstellung gibt es gigantische Unterschiede, aber da heute gekaufte Autos auch in Zukunft von zusätzlichen Erneuerbaren profitieren könnten, kommt man mit dieser Rechnung über ein gesamtes Autoleben eigentlich immer auf einen zumindest klitzekleinen Umweltbonus, meist sogar einen recht deutlichen.

    Variante C: "Grenzstrommix" (kritische Studien, die leider immer unter Generalverdacht stehen, weil natürlich die meisten kritischen Experten Bezug zur klassischen Autoherstellern haben)
    Geht man davon aus, dass ein zusätzlicher Energieverbraucher (z.B. eine Batterievehikel) nicht einfach in der Landschaft rumliegende kWh verbraucht, sondern der Strom dafür zusätzlich erzeugt werden muss, wird es dreckig. Richtig dreckig. Denn noch schneller können wir erneuerbare ja (angeblich) nicht ausbauen und nutzen tun wir deren Strom schon so gut wie möglich. Wenn nicht-Verbrenner zusätzlich Strom brauchen, muss der also aus Kraftwerken kommen, die schon da sind und die sonst nichts zu tun hätten: Kohlekraftwerke. Bei dieser Betrachtungsweise (die ich Teile), haben nahezu alle Batterievehikel eine rabenschwarze Ökobilanz und sind pure Klimavernichter. Je nachdem, was für Fahrzeuge man gleichsetzt, verursachen Batterievehikel mit sonst abgeschalteten Kohlekraftwerk im Rücken auf der Autobahn zwei bis viermal mehr CO2 pro km, als ein Benziner oder gar Diesel. Der zusätzliche Energieaufwand bei er Herstellung kommt so natürlich nie wieder rein, ist aber auch nicht von belang. Jeder gefahrene Kilometer zieht die Ökobilanz des Batterievehikels dermaßen in den Keller, dass das man die Akkuherstellung ignorieren kann.
    (Ausgenommen sind nur extreme stop-&-go-Szenarien, die Verbrennern so gar nicht liegen. Für Linienbusse oder Paketauslieferungen sind Batterien dann auch mit Grenzstrom eine akzeptable und vor allem für Anwohner viel angenehmere Lösung.)

    Zusätzlich bin ich übrigens dafür, auch die Klimawirkung des ausgegebenen Geldes selbst zu betrachten. Die deutsche Bank kam da kürzlich selbst mit der Durchschnitts-Strommix-Schönfärberei auf Kosten von über 1000 € pro durch Batterievehikel eingesparter Tonne CO2, wärend andere Maßnahmen nicht durchgeführt werden, weil das Geld für 25 bis 50 € pro gesparter Tonne CO2 "nicht da" ist. So zur Orientierung: Durch die Umstellung des Verkehrs wird der Stromverbrauch so um 20-30% steigen. Für Heizung und Warmwasser wenden wir heute aber 200 bis 300% soviel Energie auf, wie für die Stromproduktion. Wer das Klima schützen will, muss da was tun. (Und zwar am besten bis 1990.) Wer stattdessen nur gegen Verbrenner schimpft ist entweder reine Populist oder, wenn er im Gegenzug mit Fördermilliarden um sich schmeißt, Lobbyist für VW & Co. Es spricht Bände, dass die Grünen noch bei der vorletzten Bundestagswahl gegen die Förderung von Elektroautos waren (und sich stattdessen erstmal um sauberen Strom kümmern wollten), bei der letzten zumindest nicht dafür...



    Das ist immer noch halbwegs aktuell, allerdings leider nur eingeschränkt verwertbar. Man versucht aus der NETTO-Akkudekapazität die BRUTTO-Degradtion auszurechnen, was vollkommen unmöglich ist, ohne die Kapazitätsreserve zu kennen. Wenn ein "100 kWh" Akku nach 10 Jahren und 200000 km noch 90 kWh nutzbare Restkapazität hat, dann kann das bedeuten, dass so eine Akku nur 10% Leistung über 10 Jahre und 200000 km verliert. Es kann aber auch sein, dass ein 180 kWh Akku verbaut ist, der 80 kWh Reserve und 10 kWh Nutzleistung, insgesamt also 50% seiner Kapazität eingebüßt hat.
    Nachdem mittlerweile eine ganze Menge Teslas die 300000 km auf dem ersten Akku geschafft haben, ohne mehr als 20% Nutzkapazität (meist <10%) einzubüßen, kann man auf alle Fälle sagen, dass die Sache technisch handhabbar ist. Der Rest ist dann eine Frage der Hersteller-Ehrlichkeit - man kann einen Akku genauso mit den nötigen Reserven für 300000 km ausstatten, wie man die Reibungsflächen eines Verbrenners für 300000 km dimensionieren kann. Man kann beides aber auch für 125000 km kalkulieren und die üblichen Verdächtigen werden das sicherlich wieder machen...

    Von der Akkuchemie her ist eher die Zellalterung bedenklich. Da liegen leider viel weniger Daten vor, weil es halt einfach Zeit dauert und außerdem wird ständig weiterentwickelt. Aber von >15 Jahren alte Akkus mit mehr als 90% Restkapazität liest man deutlich seltener als von solchen mit <<80%. Und da Langstrecken optimales Nachladen über die schnellsten 60% der Akkus verlangen, kosten 20% weniger Kapazität mal schnell 1/3 der Reichweite, was für Gebrauchtwagenkäufer schon richtig böse ist, denn die Reichweite ist ja schon im Neuzustand denkbar knapp.
     
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  17. #437 Walkaa, 14.09.2021
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    Bin kürzlich einen Tesla Model 3 Performance Probe gefahren. Unabhängig von der Klimabilanz Diskussion muss ich aber echt sagen:
    Das Fahren hat mich sehr überzeugt! Die sofortige und unmittelbare Umsetzung der Power in maximalen Vortrieb ist beeindruckend. Selbst im Vergleich zu meinem Stage 2 B58. Da merkt man auch erstmal wie lange es doch dauert bis der Turbo kommt.
    Und so gut das ZF8 Getriebe auch ist, aber oft genug muss es halt doch überlegen was es jetzt zu tun hat. Mich nervt das oft. Beim Tesla einfach drauf latschen und es geht ab bis 200 ohne Bedenkzeit und Unterbrechung. Dazu im Stadtverkehr extrem entspannend, effizient und performant.

    Echt überrascht war ich auch vom Fahrwerk und Fahrverhalten. Flottes Landstraßenfahren ging selbst bei Nässe extrem gut. Vermittelt viel Vertrauen und ist sehr neutral, auch dank dem Allrad. Lenkfeedback auf jedenfall klarer. Also rein vom Gefühl her besser als meiner mit KW Clubsport. Glaube nicht das ich da mit meinem bei diesen Bedingungen dran bleiben hätte können. Aber gut, vielleicht auch nicht ganz fair der Vergleich bei Nässe und teils strömenden Regen. Drift Modus hab ich jetzt am Probefahrzeug mal lieber nicht probiert... :-)

    Auch fühlt sich das ganze so locker leicht an. Beim Benziner hat man immer das Gefühl man quält Motor und Getriebe.

    Also ich hatte meinen Spaß auch ohne Auspuffklang. Und das obwohl ich Akra fahre. :icon_smile: Klar ab ca. 160 wendet sich das Beschleunigungsblatt dann zugunsten des B58. Das ist aber wohl eher für die Autobahn relevant - dort sehe ich den Verbrenner klar überlegen (bis Tempo 130 kommt :crybaby:).
    Qualität im Innenraum fand ich auch ok. Das radikale Bedienkonzept ist jetzt nicht immer zielführend. Aber irgendwie ist es auch mal erfrischend anders. Wenigstens gibt es einen Platz wo man sein Handy sinnvoll hinlegen kann und der Screen ist brauchbar.

    Kann sein das es irgendwann auch langweilig wird, weil alles so klinisch perfekt und leise ist. Aber ehrlich gesagt ging es mir bisher mit jedem Fahrzeug so, dass es irgendwann langweilig wurde. Ich könnte mir einen Wechsel vorstellen, wenn ich es hinkriege zu Hause zu laden oder ein Supercharger vor der Tür steht.
     
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  18. #438 nekkface, 14.09.2021
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    Dem kann ich irgendwie zustimmen.. Ich bin am Anfang sehr stark gegen das ganze Thema gewesen und fast aggressiv gewesen in der Verteidigung meiner Meinung was Verbrenner vs. Elektro angeht.
    Mitlerweile muss ich "leider" sagen, dass ich auch schon ein paar E-Autos gefahren bin und es einfach besser finde als Verbrenner, für den Alltag.
    Unabhängig vom Klimathema, rein vom fahren her fährt so gutes E-Auto einfach irgendwie besser als ein Verbrenner.
    Das Ansprechverhalten ist einfach super und die Ruhe ist eher angenehm.
    Reichweite ist ja in den meisten Fällen auch absolut kein Thema mehr!
    Zum Spaß haben am Wochenende würde mir aktuell der Klang schon fehlen, ansonsten aber nichts.

    Dazu kommt, dass man viel weniger bewegliche Teile hat, teilweise absurd lange Garantien auf E-Motor und Akku hat.
    Kein überteuerter Ölwechsel mehr beim Händler, kein Zündkerzenwechsel, keine kaputten Zündspulen, Nockenwellen, Stößel, Kolben, Lagerschalen, was auch immer. Ich finde es einfach wahnsinn, wie viel Teile eigentlich bei so einem Verbrennungs-Motor notwendig sind und wie wenig bei einem E-Auto.
    Momentan gibt's noch einige Hersteller die trotzdem ihre Inspektionen durchboxen wollen (wie z.b VW), aber das wird auch nicht langfristig funktionieren da Hersteller wie Tesla überhaupt keine Wartungsintervalle vorschreiben.
    Da ist auch nichts mehr mit "nach dem Öl gucken" oder warmfahren.
    Für den normalen Anwender ist so ein E-Auto eigentlich viel unkomplizierter und sorgenfreier - vorrausgesetzt er kann es anständig irgendwo laden!

    Die Politik forciert es sowieso, mehr oder weniger muss man sich damit auseinander setzen. Ob es jetzt die sinnvollste Lösung ist, sei mal dahingestellt. Aber wenn man es ganz nüchtern betrachtet, kann so ein E-Auto mitlerweile doch schon einiges besser als ein Verbrenner, unabhängig davon wie sauber das ganze ist.

    Dazu finde ich es aber auch irgendwie unfair, eine neue und kaum entwickelte Technologie mit dem Verbrenner an seinem absoluten Entwicklungs-Ende zu vergleichen.
    Es ist doch selbsterklärend, dass sich die E-Mobilität auch immer weiter entwickeln wird und die Autos in der Entwicklung und Herstellung immer sauberer werden, die Reichweiten werden massiv steigen etc.Und was die Klima-Bilanz angeht ist der E-Wagen ja jetzt schon je nach Einsatzbereich locker auf einem Niveau mit dem Verbrenner und oft sogar besser - und das relativ am Anfang der Entwicklung!

    Auch in anderen Bereichen ist ein E-Antrieb sinnvoll. Ich habe z.b auch schon E-Karts ausprobiert mit ordentlich Leistung. Da fehlt es an gar nichts, im Gegenteil: Die machen z.b DEUTLICH mehr Spaß als die üblichen 4-Takter mit 20-25PS (Honda GX390 etc.). 2-Takter Schaltkarts sind natürlich nochmal was anderes, dürfen aber eh seit Ewigkeiten nicht mehr irgendwo in der Halle gefahren werden. Der Sound fehlt da auch kaum, man selbst hört beim fahren sowieso eher wenig davon mit Helm und Windgeräuschen.
    Hätte es die Teile 25 Jahre früher gegeben, wäre mein Gehör heute auf jeden Fall auch noch besser :mrgreen:

    Man muss sich einfach eingestehen, dass der Verbrenner ausstirbt (weil so oder so politisch forciert - und das fast in allen Ländern in Europa) und versuchen das beste für sich draus zu machen. Sich davor zu verschließen bringt einem selbst am wenigsten.
     
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  19. z4ForMe

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    nächstes Jahr steht ein neues Auto an, und es wird wieder ein Diesel. Wir haben in der Firma zwei Poolfahrzeuge Tesla Model 3 Baujahr 2020 im Einsatz, und ja die sind ganz lustig von der Leistung her. Bedienkomfort ist grausam. Zuverlässigkeit im zweiten Jahr deutlich gesunken (Fahrleistung 80.000km + im Jahr). Zum Glück haben wir den 3er nicht hergegeben, der ist zur Zeit ausgebucht ohne Ende.
    Bei beiden Tesla wurden schon Kabelbäume getauscht. Wegen der hohen Leistung teils extremer Verschleiß von Bremsen, Querlenker etc. Service zum brechen... und BMW ist schon manchmal :roll:
    Trotzdem haben für mich alle Antriebe eine Berechtigung, mich nervt das schwarz/weiß denken.
    Je nach Einsatzgebiet das passende Auto zu wählen macht einfach Sinn.
    Der Verbrenner wird auch 2050 weiterhin fahren und gebaut, wenn auch nicht bei uns, weil wir uns gerne selbst ins Abseits stellen.
    Gerne spendiere ich den ein oder anderen Kasten flüssiges Gold :)..:christmas_1: ,wenn es nicht so sein sollte. Mal Kurz Nachdenken... ok, sollte vom Alter :weisheit: noch ausgehen, wobei das Fahrzeug auch so ausschauen könnte :Ü30:

    Spannend wird es in 10 Jahren, wenn der Gebrauchtwagen-Markt von E-Autos geflutet wird. Warum soll man ein Auto im Wert von 5.000€ kaufen wenn die Batterie den Wert übersteigt.
    Ich lass mich überraschen und bin offen für alles.
     
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  20. #440 nekkface, 14.09.2021
    nekkface

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    Da hast du absolut Recht. Auch wenn ich offen bin für ein E-Auto im Alltag für meinen Einsatzzweck und es mitlerweile bevorzugen würde gegenüber einem Verbrenner, so fahre ich gleichzeitig gerne oft auf der Nordschleife oder Trackdays und da funktioniert das bisher absolut 0,0! Würde für mich da aktuell niemals in Frage kommen.

    Für jedes Einsatzgebiet gibt es jeweils unterschiedlich geeignete Lösungen!
     
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