Würdest du ein E-Auto fahren?

Diskutiere Würdest du ein E-Auto fahren? im Umfragen Forum im Bereich Das 1er BMW Forum; Ich finde E-Mobile auch interessant. Wenn eine Photovoltaikanlage verbaut ist und man mit dem Überschüssigen Strom das Auto beladen kann. Und...

?

Elektroauto, ja oder nein?

  1. Klar, Elektroautos gehört die Zukunft

    71 Stimme(n)
    16,4%
  2. Ja, mit einem Elektroauto hinterlässt man einen positiven Eindruck

    10 Stimme(n)
    2,3%
  3. Ja, die laufenden Kostenvorteile liegen auf der Hand

    29 Stimme(n)
    6,7%
  4. Ja, denn der Umweltaspekt ist mir wichtig

    25 Stimme(n)
    5,8%
  5. Ja, aber nur wenn die Preise deutlich gesenkt werden

    128 Stimme(n)
    29,6%
  6. Ja, aber nur wenn es auf ein flächendeckendes, öffentliches Stromtankstellennetzwerk gibt.

    121 Stimme(n)
    27,9%
  7. Ja, weil volles Drehmoment ab dem ersten Umdrehung anliegt

    82 Stimme(n)
    18,9%
  8. Ja, aber nur mit verbesserten Akkus für mehr Reichweite + weniger Entladung

    142 Stimme(n)
    32,8%
  9. Nein, Benzingestank und Motorensound ist durch nichts zu ersetzen

    135 Stimme(n)
    31,2%
  10. Nein, ich sehe die Zukunft in der Brennstoffzelle

    70 Stimme(n)
    16,2%
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  1. #401 doesntmatter, 09.07.2021
    doesntmatter

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    400 km sind realistischer. Der WLTP enthält viele langsame Passagen, die Elektroautos sehr zu gute kommen. Wenn man wirklich Tempo 130 fährt, geht der Verbrauch schnell um 50% hoch. Und das sind Angaben, bis das Auto praktisch leer ist - wer die vom Verbrenner gewohnten bis zu 100 km Restreserve haben möchte, der steht dann schon bei 350 km an der Ladesäule. Umgekehrt kann man beispielsweise aus einem F20 etwas mehr als 50 l rausnuckelnm und bei konstant Tempo 130 verbraucht (m)ein 118i um die 7 l/100 km. Einer ohne OPF dürfte auf 6-6,5 l kommen. Das sind dann 700-750 km oder rund das doppelte gegenüber dem M3LR und der ist schon die absolute Ausnahme unter den Batterievehikeln, nur der S100 kann da mithalten.

    Ladezeiten finde ich eher 20-auf-80-Prozent für 30 Minuten und das ist nur die reine Zeit, die der Strom fließt. Verkabeln, Absprache zwischen Auto und Säule usw. geht bei Tesla am Super Charger zwar vergleichsweise schnell, aber bei offenen Systemen kommen da schnell nochmal 5 Minuten extra mit dran, noch ein paar Minuten für Ein- und Ausparken wo man an der Verbrennertankstelle einfach durchfährt - ist man schon bei 40-45 Minuten, aber nur wenn man die 20% perfekt abpasst (ist er noch zu voll, lädt er nach hinten raus langsam, ist er schon zu leer am Anfang) und man gewinnt in dieser Zeit halt auch nur eine 60% Tankfüllung. Also ausgehend von obigen 400 km mit Minimal-Reserve weitere 240 km. Der Verbenner tankt, wenn man eine Automatensäule oder eine leere Kasse hat, in 5 Minuten erneut volle 700 km rein. Ob man 2× 700 km direkt hintereinander braucht, muss man natürlich selbst wissen - aber mehr als 400 + 240 km werden schnell benötigt. Ich habe es für meine Urlaubsstrecken mal überschlagen und käme auf wenigstens 2 h zusätzliche Reisezeit. Das würde meine Reserve für Stau & Co auf null reduzieren und ich müsste mit einem Batterievehikel vom Schlage "das Beste, was es derzeit gibt" also entweder beim kleinen Vorkomnis eine Zwischenübernachtung einschieben oder, sinnvoller, meinen Aktionsradius um 100-200 km reduzieren. Was den für mich erreichbaren Teil an nicht komplett zubetonnierten Mittelmeerküsten (Riviera? Nein danke) mal eben halbieren würde.

    Und das ist wohlgemerkt noch eine Rechnung mit einem Benziner. Die meisten Langstreckenfahrer nehmen ja eher Diesel, da hat man locker noch einmal 10-15% mehr Reichweite.


    Ich persönlich war von der Größe des i3 auch überrascht. Weil er so hoch ist und riesige Räder hat, entsprechen die Proportionen einem Kleinwagen und präsentiert wird er immer als Elektro-Golf-Nachfolger mit (angeblich) besserer Platzausnutzung dank E-Konstruktion, weswegen es gefühlt plausibel erscheint, dass er außen kleiner ausfällt. Aber in der Realität ist er kein Nachfolger des E-Up, sondern ein Mini-Van und müsste eher mit dem Touran verglichen werden.


    Ich glaube der Corsa E hat eine ziemlich billige Batteriekonstruktion ohne Temperierung drin. Soll halt eher mit dem Zoe konkurrieren. Bei teuren/aufwendigen Battervehikeln gibt es solche Probleme eigentlich nicht, weder im Sommer noch im Winter. Dafür haben die dann halt deutlich weniger Vorteile bei den Wartungskosten gegenüber einem Verbrenner, sind noch einmal 50-100 kg schwerer und eben teurer.
     
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  2. #402 twisterbandit, 10.07.2021
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    Der Vergleich 118i und M3LR hinkt aber schon ein klein wenig. DerTesla spielt in einer ganz anderen Leistungsklasse. Da müsste man eher mit einem M2 Comp. um die Ecke kommen. Und dann sieht das vom Verbrauch auch schon wieder etwas anders aus. Auch auf der BAB.

    Ich fahre ja 118d weil ich relativ lange Strecken von 65 km eine Strecke täglich pendle. Und ich bin den Tesla probe gefahren. Klar sind die Beiden überhaupt nicht vergleichbar. Das Bedienkonzept des BMW gefällt mir schon besser als das von Tesla. Aber wenn ich mich bei den neuen Fahrzeugen der Mitbewerber so umschaue. Das geht leider auch mehr in Richtung Tesla.
    Die Verarbeitung vom Tesla ist nicht viel schlechter als von vielen Mitbewerbern. Da hat sich schon etwas getan.

    Von der Reichweite und dem Verbrauch kann ich leider nix beitragen. Ich denke aber, wenn man selber Strom erzeugt, dann kann sich ein Elektrofahrzeug wirklich rechnen.
    Reichweite ist immer wieder die Frage. Aber mal Hand aufs Herz, wie häufig hat man denn wirklich längere Strecken als 400 km am Tag? Ich eigentlich nur wenn ich in den Urlaub fahre. Und das eigentlich 1-2mal imJahr.
    Skiurlaub bedeuten einfache Strecke 1000 km für mich. Da müsste man dann zwei Pausen je 30 Minuten einplanen. Damit sollte die Strecke machbar sein. Ich halte die Pausen für ok und angemessen, also wir machen auch mit unseren Dieseln auch meist 2 Pausen und essen und trinken was. So könnte ich mir eine Reise mit einem E-Fahrzeug auch vorstellen.
    Ich sehe steigende Spritpreise (z.B. durch CO2 Abgaben). Wenn man selbst Strom erzeugt könnte man relativ günstig sein Auto betreiben. Es kommt natürlich immer auf die Art der Nutzung des eigenen Fahrzeuges an.
     
  3. #403 doesntmatter, 13.07.2021
    doesntmatter

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    Wenn man maximale Längsbeschleunigung will, dann sind E-Antriebe natürlich kaum zu schlagen. Wobei ich wegen der hohen Gewichte so meine Zweifel habe, ob man das abseits der Autobahn wirklich nutzen kann - wenig Wankbewegungen dank niedrigem Schwerpunkt sind eine Sache, 2 Tonnen in engen auch auf Kurs halten eine ganz andere. Gerade mit Reichweitenfreundlichen Low-Grip-Reifen. Aber den 118i habe ich sowieso nur als Beispiel genommen, weil ich solide Erfahrungswerte vorliegen habe; der 3LR schien mir auch eher als "was möglich ist"-Beispiel aufgefasst. Die Feinheiten passen sowieso nicht, weil der 3 als Fließheck eine wesentlich bessere Aerodynamik hat (als nicht-BMW-Design sowieso...) und der 118i nun auch nicht gerade ein Wunderwerk der Verbrennereffizienz ist. Schon ein banaler Golf 1,4/1,5 holt bei ähnlichen Leistungen gegenüber BMW 0,5-1 l raus und ein dem M3 ähnlicher Ioniq steht mit klar unter 5 l Benzin im Spritmonitor. Ergibt bei 45 l Tankvolumen mindestens 800 km Reichweite.

    Ob man das braucht, muss man, wie gesagt. selbst entscheiden. Der lange Schlag bei meinen Urlaubsfahrten liegt meist so bei 1000 bis 1200 km und da das die Fahrten mit den höchsten Anforderungen sind, definierien sie das restliche Auto. Alles andere geht auch so, aber das Urlaub nicht geht, geht gar nicht. Und wie dargestellt sehe ich die Praxisreichweite deutlich weniger optimistisch, außerdem mache ich lieber mehr kurze Pausen (max. 10 Minuten Standzeit) abseits überlaufener Tankstellen. Da ist ein Batterievehikel dann schon deutlich im Nachteil. Wenn alles andere perfekt wäre, würde der Öko in mir trotzdem nach einem verlangen - aber wie du schon selbst sagst: Das Bedienkonzept von Tesla ist inakzeptabel (würde ich nicht einmal geschenkt behalten), die anderen werden auch immer schlimmer und wenn man dann, wie ich, auch noch einen 3-Türer will...
    Beim aktuellen Trend fahre ich eher was mit H- denn mit E-Kennzeichnen.

    Finanziell lohnen kann sich ein Batterievehikel aber schon heute, klar. Der Kauf wird massiv bezuschusst, der Ausbau eines eigenen Hauses mit Lademöglichkeit und PV wird bezuschusst, (Kohle-)Strom wird massiv bezuschusst und zieht die gesamten Energiepreise in den Keller (im Falle Teslas werden sogar die Wartungskosten noch bezuschusst). Aber wenn man nicht das Geld für ein Auto der >40k-Klasse und kein eigenes Haus hat, dann bemerkt man die ganzen Zuschüsse leider nur beim Steuerzahlen.


    P.S.: Ich sehe gerade im letzten Post, dass ich nicht mehr editieren kann, steht, dass ich von der Größe des "i3" überrascht war. Gemeint ist natürlich der "ID3".
     
  4. #404 twisterbandit, 13.07.2021
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    Ich bin ganz bei dir und finde die 462 PS in dem Fahrzeug auch überflüssig (aber lustig). Ein Fahrzeug in der Größe wäre nach meiner unmaßgelblichen Meinung mit rund 200 PS mehr als ausreichend motorisiert. Aber bei der Leistung gibt es dann überwiegend nur Fahrzeuge mit deutlich weniger Reichweite. Darum habe ich für diesen Vergleich den Model 3 Long Range genommen.
    Da mir die echten Erfahrungen zu den E-Autos noch fehlen, muss ich da nach meinem persönlichen Eindrücken von der Fahrt im M3LR ausgehen.
    Ich sehe das Thema E-Mobilität gespalten. Keine lokalen Abgase, aber ggf bei der Stromproduktion. Wirklich sinnig ist für micht das E-Auto nur, wenn man selbst den Strom grün erzeugt. (Klar, auf Langstrecken geht das nicht. Nur im "normalen" Lebensalltag. Eine kurzfristige vollständige Umstellung auf E-Fahrzeuge wäre nach meinem Kenntnisstand seitens der Stromlieferanten derzeit und in naher Zukunft nicht möglich. Wir brauchen also auch weiterhin den gesunden Mix aus allen verschiedenen Antriebssystemen, incl Wasserstoff und anderweitig betriebenen Brennstoffzellen.
    Mich schrecken die Preise für solche Fahrzeuge ein wenig ab. Wenn ich mir die Preisgestaltung bei den etablierten Herstellern anschaue...wer soll das bezahlen können?Elektrofahrzeuge die Familientauglich sind z.B. bei BMW der i3 schon mal nicht. Dann bleibt der iX3 mit einem Basispreis von knapp unter 70.000 €. Da bin ich einfach in der falschen Gehaltsklasse. Sowas ist bei mir leider nicht drin.
     
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  5. deftl

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    e-fahrzeuge rekuperieren, und das erheblich, was dann auch dazu führt, dass das mehrgewicht trotzdem den verbrauch nicht erhöht (im normalen strassenbetrieb).

    was braucht es zum rekuperieren?

    eien grossen generator, das ist da der nette e-motor. drum ist der auch in guten konzepten so stark dimensioniert, man muss ja die leistung nicht abrufen. man kann. anderereits kan man ohne den einsatz einer mechanische bremse auskommen, wenn man will.

    viele dinge bedingen sich. und da muss man sich einfach einmal von der gewohnten verbrennersichtweise loslösen und von der anderen seite in di röhre sehen...
     
  6. #406 twisterbandit, 13.07.2021
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    Da fehlt mir leider das technische Knowhow. Die Erklärung finde ich aber sehr interessant. Leistung finde ich meist sekundär. Darum ja auch „nur“ der 18d und nicht mehr.
     
  7. deftl

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    Da wird’s erklärt..

     
  8. #408 doesntmatter, 13.07.2021
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    Eigentlich muss man nur 3-4 Dinge im Hinterkopf behalten:
    - leistungsfähige Elektromotoren wiegen nur wenig mehr als leistungsschwache
    - Elektromotoren verlieren bei hohen Drehzahlen an Leistung und ein Schaltgetriebe wiegt meist mehr, als ein entsprechend stärkerer Motor
    - Beschleunigung funktioniert bei Elektromotoren in beide Richtungen, also auch negative Beschleunigung = regeneratives Bremsen

    Heißt die Leistung beim 3 LR auf ein Viertel zu senken (was wohl das absolute Minimum wäre), würde maximal 30-60 kg beim Motor einsparen einsparen und vielleicht noch mal so viel bei Leistungselektronik und Akku, aber gleichzeitig auch das Rekuperationspotential vierteln. Nun braucht man bei vorausschauender Fahrweise nicht wirklich viel Rekuperation (an meinem letzten Verbrenner mussten die Bremsscheiben nach den ersten 20000 km wegen Rost gewechselt werden...), aber in der Mitte der Schätzung 90 kg machen eben auch keinen großen Unterschied. Deswegen gibt es Beschleunigung beim Batterievehikel beinahe gratis - das Problem ist halt die Gegenrichtung: Verbrenner sind bei der Kurvengeschwindigkeit und beim Bremsen bereits durch die Reifen limitiert. Und die werden durch den Wechsel auf Batterien nicht besser, nur das von ihnen zu bewältigende Gewicht wird noch größer. Man hat dann also ein Auto, dass schneller schnell wird, aber häufiger langsam sein sollte...

    Zur Umstellung und Strom: Je nach Rechengrundlage kommt man im Schnitt so auf 20% Mehrbedarf, wenn man alle PKW austauscht. Das ist tatsächlich gar nicht mal so schwer zu bewältigen, wenn man es nur von der Seite des Stroms her betrachtet. Die Flexibilität der Netze zur Verteilung und auch die der Kraftwerke insgesamt bei der Produktion ist schon heute größer. Man müsste also von der Seite her nur in den bereits heute knappen Situationen auf das Laden verzichten, aber Schnitt könnte man es stemmen - wenn es denn nur um die großen Anlagen ginge. In Städten (wo die Mehrheit der Autos rumsteht) haben wir aber weder den Platz für Ladesäulen noch sind die Niederspannungsnetze auf diese zusätzliche Leistungsabgabe ausgelegt noch kann man da mal eben so ein neues Kabel legen und eine neue Umspannungsstation aufstellen. Auf dem Land ist es entspannter, weil die meisten Häuser ähnlich dimensionierte Anschlüsse, aber viel weniger Bewohner haben - und weil die Parkplätze auch unmittelbar am Haus sind.

    Der große Haken ist aber halt der Sinn des ganzen, solange wir mit unserem heutigen Kraftwerkspark rechnen. Laut den Kohlekumpels von CDU und SPD brauchen wir noch 17 Jahre, bis wir genug erneuerbare aufgebaut haben, um die Kohlekraftwerke zu ersetzen. (Ist zwar Bullshit, aber aufgrund von der Rechnung kriegen die Kohlekraftwerksbetreiber Milliarden Steuergelder in den Arsch geblasen.) Danach würde es sich anbieten, auch die fossilen Gaskraftwerke zu ersetzen (Biogas sollte als Regelleistung erhalten bleiben). Der nächsteinfachere CO2-Verursacher, den man danach einsparen kann, sind Öl- und Gasheizungen und Warmwasserbereitung, die zusammen durchaus soviel Energie wie unser gesamter Stromkonsum verschlingen. Erst wenn wir so viel erneuerbare Energie produzieren, macht es Sinn, sich über deren mobile Nutzung Gedanken zu machen. Bis dahin verlagert man nur Emissionen von A nach B, teilweise werden sie dadurch sogar größer.

    Wenn alle in den letzten Monaten gegebenen Versprechen eingehalten werden, könnte das 2050-2060 so weit sein. Wenn die genauso eingehalten werden, wie die vor 5, 10 ode 15 Jahren gegebenen, erreichen wir den Breakeven erst im nächsten Jahrhundert. So oder so sind die heute verkauften Batterievehikel eine ökologische Katastrophe, denn die werden verschrottet ehe genug überschüssiger, eneuerbarer Strom zur Verfügung steht. Und zum von-A-nach-B-kommen sind sie eben auch nicht besser. Einzig die Längsbeschleunigung eines Supersportwagens in eine Limousine einbauen, dafür sind sie gut geeignet.
     
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  9. #409 twisterbandit, 14.07.2021
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    Ich bin gespannt ob und ggf wie sich die Elektromobilität in Deutschland durchsetzt. Von der Idee her gut, bei der praktischen Umsetzung noch semi.
    Wir werden in absehbarer Zeit das Thema Elektoauto angehen, wenn der Zweitwagen meiner Frau sein Leasingende erreicht hat. Dann kann man mal eigene Erfahrungen hier schreiben. Aber mein 118d bleibt bei uns. So sollten wir für viele Fälle gerüstet sein. Selbst Wintersporturlaub zu dritt (wenn denn die Tochter noch mit will) sollten mit Dachbox kein Problem sein. Und mit zwei Personen klappt das ganz locker, auch ohne Dachbox.

    Bin auf alle Fälle sehr gespannt wie sich das Thema Elektromobilität so in den normalen Alltag integrieren lässt, wie das mit den Ladestationen klappt und wie sich das nachher kostenmäßig wirklich darstellt.
     
  10. deftl

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    EU Verordnung in Planung. Ab 2035 keine Verbrennungsmotoren mehr…
    Interessant, ob es dann hybride noch geben kann?! Eigentlich nicht.
    Auch fraglich, was für Treibstoffe zugelassen wären..
     
  11. h1ld3

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    Zeigt einfach wieder mal, was es für Auswirkungen hat, wenn man unfähige Poltiker in die EU wegbefördert.
    Meiner bescheidenen Meinung nach dient dies einfach nur um alles neben E-Mobilität im Keim zu ersticken.
     
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  12. #412 doesntmatter, 16.07.2021
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    Die deutschen Politiker haben in der EU schon immer die Verkehrspolitik diktiert und die deutschen Politiker machen, was VW sagt (und Daimler. Und gewissem Umfange auch noch VW) - und die finden das wunderbar, dass künftig alle Verantwortung für Emissionen auf einen diffusen Strommix abschieben können, wo sie ihre Diesel doch eh gerade beerdigen mussten. Nächster Schritt dann: Tempo 130 für autonomes Fahren...
     
  13. Scour

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    Ja, zumindest war es so. Andererseits hätten wir wahrscheinlich schon mind. Euro 7.

    Aber mittlerweile hat Deutschland da wohl Macht verloren, anscheinend sind die Länder der "Kleinwagenhersteller" etwas einflußreicher geworden.
     
  14. #414 doesntmatter, 16.07.2021
    doesntmatter

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    Glaube ich nicht. Für Kleinwagen ist der Verzicht auf Verbrennungsmotoren eigentlich ein größeres Problem. Die Stirnflächen sind kaum kleiner als bei einer ausgewachsenen Luxuskarosse und die fehlende Länge, insbesondere das steile Heck, sorgt für einen miesen cW-Wert. Ein Citroen C3 könnte bei konstant Tempo 150 mehr Antriebsleistung brauchen als ein E-Klasse-Coupe, und dementsprechend bräuchte eine E-Version davon auch mindestens die gleiche Akkugröße für eine brauchbare Reichweite. Aber wo der Benz als Verbrenner schon deutlich über 2 Tonnen wiegen kann, steigt der C3 mit knapp über einer ein – da kann man nicht mal eben einen 500 kg Akku einbauen (vom fehlenden Platz ganz abgesehen). Und ja: C3, Fiat 500, Peugeot 208,... sind außerhalb Deutschlands ganz normales Einzig-/Erstwagen. Keine "Stadtautos", für die 100 km Umkreis reicht.

    Umgekehrt ist es für Hersteller mit vielen Kleinwagen im Angebot relativ einfach, harte Flottenvorgaben auch mit Verbrennern einzuhalten, denn auch beim WLTP haben niedrige Geschwindigkeiten und Beschleunigungen einen großen Anteil, was für leichte Autos auch mit mieser Aerodynamik leicht zu schaffen ist, und übermotorisierte Dickschiffe hat man schlicht nicht im Programm. Wenn also VW und Mercedes endlich ihre seit 5-10 Jahren angekündigten Tesla-Konkurrenten fertig haben und zufällig kurz danach deutsche Politiker sowie "bislang" deutschen Lobbies hörige EU-Abteilungen anfangen, von pauschalen Verbrennerverboten zu reden, während härtere Grenzwerte, realitäts nähere Verbrauchsmessungen oder gar höhere Spritpreise (die alle weitaus wirksamere und zugleich technikoffenere Regulierungsmethoden wären) aus der Debatte verschwinden, dann stecken da garantiert nicht PSA und Fiat dahinter. Vor allem erstere haben nämlich einen deutlichen Rückstand in Sachen Batterievehikeln auf deutsche Hersteller und trotzdem (oder gerade deswegen) das deutlich klimafreundlichere Sortiment.

    Umgekehrt haben VW und Mercedes den Ausstieg aus der Verbennerentwicklung längst beschlossen und die Vorschläge für Verbotsdaten passen verdächtig gut in den Zeitraum, in dem die bereits entwickelten Motoren ohnehin veraltet wird. Wäre es da nicht günstig, wenn ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, wo man selbst keinen konkurrenzfähigen Verbrenner mehr bauen kann, auch niemand anders mehr einen bauen darf? Passenderweise regen sich die Hersteller auch kaum noch über solche Vorschläge auf, sondern fordern als "Gegenleistung", dass ihnen der Steuerzahler noch mehr Ladesäulen schenkt.
     
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