Würdest du ein E-Auto fahren?

Diskutiere Würdest du ein E-Auto fahren? im Umfragen Forum im Bereich Das 1er BMW Forum; Aus deiner Nase kommt auch CO2... Im Schnitt atmen wir in unserem Leben 300 Millionen Liter Luft ein. ... Die eingeatmete Luft setzt sich...

?

Elektroauto, ja oder nein?

  1. Klar, Elektroautos gehört die Zukunft

    65 Stimme(n)
    16,3%
  2. Ja, mit einem Elektroauto hinterlässt man einen positiven Eindruck

    9 Stimme(n)
    2,3%
  3. Ja, die laufenden Kostenvorteile liegen auf der Hand

    26 Stimme(n)
    6,5%
  4. Ja, denn der Umweltaspekt ist mir wichtig

    22 Stimme(n)
    5,5%
  5. Ja, aber nur wenn die Preise deutlich gesenkt werden

    119 Stimme(n)
    29,8%
  6. Ja, aber nur wenn es auf ein flächendeckendes, öffentliches Stromtankstellennetzwerk gibt.

    113 Stimme(n)
    28,3%
  7. Ja, weil volles Drehmoment ab dem ersten Umdrehung anliegt

    77 Stimme(n)
    19,3%
  8. Ja, aber nur mit verbesserten Akkus für mehr Reichweite + weniger Entladung

    134 Stimme(n)
    33,6%
  9. Nein, Benzingestank und Motorensound ist durch nichts zu ersetzen

    125 Stimme(n)
    31,3%
  10. Nein, ich sehe die Zukunft in der Brennstoffzelle

    66 Stimme(n)
    16,5%
Eine Auswahl mehrerer Antworten ist erlaubt.
  1. #281 Triplets, 22.01.2019
    Triplets

    Triplets 1er-Fan

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    Im Schnitt atmen wir in unserem Leben 300 Millionen Liter Luft ein. ... Die eingeatmete Luft setzt sich zusammen aus ca. 78 Prozent Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff, 1 Prozent Edelgase und 0,03 Prozent Kohlendioxid. Wenn wir die Luft wieder ausatmen, enthält sie noch 17 Prozent Sauerstoff und 4 Prozent Kohlendioxid.

    OMG, ich bin ein Klimakiller!! :mrgreen:
     
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  2. deftl

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    klar doch, die rindviecher erzeugen Methan...ooops, noch mehr klimagase....

    CO2 liegt aber inzwischen weit über 0,03%, das habe ich auch mal im Studium noch gelernt, ob die 0,04 oder mehr wirklich so schlimm sind...wer weiss....

    und in der tat, unsere Population mit dem begleitenden recourcenverbrauch und den ganzen abfällen, das ist DAS Problem....wir sind so erfolgreich, dass wir uns selber abschaffen werden, vollkommen logisch und konsequent. :nod::weisheit::grins:
     
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  3. #283 Fabsgedio, 23.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 24.01.2019
    Fabsgedio

    Fabsgedio 1er-Fahrer(in)

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    Natürlich braucht man sehr viel Energie, um einen Akku zu fertigen, diese Energie könnte aber auch aus regenerativen Energiequellen stammen. Der VW-Konzern möchte den Neo (oder wie auch immer sein Serienname sein wird) klimaneutral - also mit 100% sauberem Strom fertigen. Ob das wirklich der Fall ist weiß natürlich keiner, aber technisch machbar ist es auf alle Fälle... Man darf bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass eine Verbrennungskraftmaschine aus sehr vielen Teilen besteht, die höchstpräzise gefertigt werden müssen, damit der Motor überhaupt funktioniert...

    Das teuerste Element im Akku ist Kobalt. Heutige Akkus (e-Golf, i3) werden im Verhältnis NMC (Nickel-Mangan-Cobalt) 1:1:1 hergestellt. Die nächste Generation (2019/2020) der Lithium-Ionen-Akkus wird ein Verhältnis von NMC 6:2:2 bzw NMC 8:1:1 haben. Der Kobaltanteil beträgt beim NMC 811 daher nur 30% von heutigen Akkus. Der 82 kWh Akku im VW Neo wird übrigens einen NMC 811 Akku haben, die kleineren Varianten kommen schon 2019 auf den Markt und haben daher noch einen NMC 611 Akku. Der günstigere Preis für den Akku resultiert natürlich auch in einer Senkung des Anschaffungspreises bei steigender Kapazität.

    Ja, man ist vom Ausland abhängig, aber ein E-Auto braucht ausschließlich bei der Herstellung des Fahrzeugs (Akku) Rohstoffe aus dem Ausland während ein Verbrenner sein Leben lang von Saudi-Arabien/Russland/USA abhängig ist...
    Das ganze trifft doch auch auf den Verbrennungsmotor zu. Wenn man z.B. einen Dieselmotor bei -30°C bzw. +50°C betreibt, wird er auch nicht so lange halten, wie wenn man ihn nur bei gemäßigten Temperaturen fährt... Ich hätte keinerlei Bedenkungen bei einem 5 Jahre alten Akku - die Hersteller geben nicht umsonst 8 Jahre Garantie. Warum sollte es keine Tauschakkus geben? Da das Geschäft aber sehr lukrativ ist, wird sich das Geschäft eines Tauschakkus kein Hersteller entgehen lassen. Manche Hersteller (z.B. BMW) bieten übrigens sogar an, dass der alte Akku gegen die neuere Version mit mehr Kapazität getauscht werden kann - das hat's beim konventionellen PKW noch nie gegeben... In Europa dominiert der CCS-Standard. Mit dem CCS-Standard erreicht man mit heutigen Ladesäulen bis zu 350 kW Ladeleistung (Gleichspannung). Wenn das Fahrzeug CCS-fähig ist, ist es auch zukunftssicher. Mit wie viel Leistung dann schlussendlich geladen werden kann hängt natürlich nicht nur von der Ladesäule ab, sondern auch vom E-Auto. BMW i3/VW eGolf schaffen 50 kW, Audi e-tron schafft 150 kW, VW Neo wird 125 kW schaffen.
    Bei den LKW's und Bussen wird es in der Tat noch einige Zeit dauern, aber auch hier sieht man schon erste Schritte -> siehe Tesla Semi. Langfristig wird sich m.M.n. auch für Nutzfahrzeuge der E-Antrieb durchsetzen, wie es mittelfristig sein wird, kann man heute natürlich noch nicht sagen. M.M.n. wäre Erdgas eine interessante Zwischenlösung, da man sehr wenige Schadstoffe ausstößt und den Kraftstoff viel besser als Diesel oder Benzin ausnützen kann.

    Es muss ja nicht jeder sein Auto zu Hause aufladen. Wenn die Reichweiten von E-Autos größer und die Ladezeiten kürzer werden kann man ohne weiteres an öffentlichen Ladestationen laden - heute hat man auch keine Tankstelle zu Hause. Natürlich wäre das Laden zu Hause auch für "Laternenparker" machbar, aber der Aufwand rentiert sich momentan einfach noch nicht, da diese Leute ohnehin meist weniger finanzielle Reserven haben und sich daher nicht so stark für E-Autos interessieren wie Leute, die auf dem Land wohnen und möglicherweise schon eine PV-Anlage auf dem Dach haben...

    Beim PKW ist die Brennstoffzelle bereits gestorben, da sie teurer ist, einen schlechteren Wirkungsgrad hat und der Vorteil beim Tanken mit jedem Jahr schrumpft, da die Ladegeschwindigkeit bei E-Autos stetig steigt. Bei Nutzfahrzeugen glaube ich zwar auch nicht an den Einsatz der Brennstoffzelle, aber hier besteht zumindest die Möglichkeit, dass sie jemals wirtschaftlich zum Einsatz kommt...
    Nein, ich meinte Ottomotoren. Ich weiß, das ist heute sehr schwer vorstellenbar, aber in wenigen Jahren werden E-Autos deutlich günstiger sein als Verbrenner. Die Gründe liegen vor allem in der Weiterentwicklung der Zelltechnik und dem steigendem Aufwand, dass Verbrenner die gültigen Abgasnormen erfüllen. Daher werden Fahrzeuge mit starken Ottomotoren in Zukunft ausschließlich für Leute gebaut werden, die den Motorsound bzw. den Benzingeruch lieben. Dass der Trend bei den Sportwagen auch in Richtung E-Antrieb geht sieht man bereits beim Porsche Taycan: Obwohl der Wagen noch nicht mal auf dem Markt ist, gibt es schon so viele Vorbestellungen, dass Porsche die Produktion verdoppelt hat (20.000 -> 40.000 Stk/Jahr). Nach derzeitigen Prognosen wird er daher besser nachgefragt werden als der 911er.
    Im Gegensatz zum Verbrenner kann man das E-Auto aber auch mit regenerativen Quellen betreiben... Kohlekraftwerke arbeiten deutlich sauberer als Verbrenner (siehe Post #268 ). Ich denke, dass sich in Zukunft PV-Anlagen durchsetzen werden. Natürlich kann man Kohlestrom & Co. damit nicht 100% ersetzen, aber man kann schon einen großen Teil durch PV-Anlagen abdecken...

    Zum Brennstoffzellenfahrzeug: Der Wasserstoff wird üblicherweise per Elektrolyse gewonnen. Bei der Elektrolyse benötigt man viel Strom um Wasserstoff herzustellen. Im Betrieb reagiert der Wasserstoff dann mit Sauerstoff und setzt dabei Energie frei, die in einem Akku gespeichert wird. Im Vergleich zum reinen E-Auto benötigt man gut die doppelte Menge an (elektrischer) Energie um von A nach B zu kommen...

    Dass die Politik den Diesel in Verruf gebracht hat, finde ich auch idiotisch. Obwohl sämtliche Fahrzeuge (auch der EA189 von VAG nach dem Update) die Grenzwerte auf dem Prüfstand eingehalten haben, kann man in naher Zukunft nicht mehr in die Städte fahren... Wenn man die Subvention des Dieselkraftstoffs abgeschafft hätte, hätte sich das Problem von alleine gelöst und man hätte auf Fahrverbote verzichten können - die ohnehin nicht viel bringen...
    Wirklich sauber sind auch die Euro 6d-TEMP Motoren nicht. Zwar erfüllt die aktuelle Motorengeneration auf der Straße in etwa den Grenzwert, den man mit Euro 5 unter Laborbedingungen erfüllen musste. Dass aber auch beim WLTP herumgeschlichen wird verschweigt man dabei aber gerne. Wenn man mit höherem Tempo (> 150 km/h) auf der Autobahn fährt benötigt man deutlich mehr AdBlue. Die üblichen Diesel-PKW haben aber nur einen sehr kleinen Tank (10-25 Liter) und sollten (aus Kundensicht) bis zum nächsten Service halten. Die AutoBild hatte z.B. einen 2017 einen Audi A6 geprüft, wo man festgestellt hat, dass dieser unter Volllast zwar 15 Liter/100 km verbraucht hatte, der AdBlue-Verbrauch war aber geringer als Überland - dieses Modell wurde übrigens 2018 wegen diesem Thema zurückgerufen... Zwar muss man bei den BMW-Dieselmotoren nach 20-25.000 km selbst nachfüllen, aber irgendwas dürfte da m.M.n. noch immer nicht stimmen, wenn ein Ford Transit den gleichgroßen Tank alle 7.000 km neu auffüllen muss... Auf Ammoniakschlupf, NOx-Reduktion bei kalten Temperaturen & Co. möchte ich nicht weiter eingehen...

    Hier der Link zum Audi A6:
    https://www.autobild.de/artikel/adblue-preis-verbrauch-nachfuellen-10682469.html

    Selbst Ottomotoren ohne OPF stoßen übrigens etwas weniger Partikel als Dieselmotoren mit DPF aus:
    https://www.auto-motor-und-sport.de/test/nox-partikel-co2-11-autos-im-real-fahr-test/

    Dass man im Bezug auf Stickoxide noch lange nicht am Optimum angelangt ist, zeigt der "Super Clean Electrified Diesel" von Continental. Hr. Bloch von auto mobil (VOX) hat dieses System 12/2018 getestet. Durch das elektrische Vorheizen des SCR-Kats werden die Stickoxide im Vergleich zum normalen Euro 6d-TEMP Diesel wesentlich schneller reduziert. Zudem funktioniert das System auch auf der Autobahn zuverlässig.

    Bei Interesse:
    https://www.continental-corporation.com/de/presse/pressemitteilungen/2018-12-11-vox-testet-155558
    https://www.continental-automotive....lectrification/Super-Clean-Electrified-Diesel

    Dass die Politik sich hier einmischt, finde ich auch nicht ok, das bessere System wird sich ohnehin durchsetzen - da braucht es weder Förderungen für E-Autos noch Fahrverbote für Diesel-PKW.
    Dass die Umweltbelastung durch die PKW deutlich abgenommen hat und dass es andere Dinge gibt, die deutlich umweltschädlicher sind, stimme ich dir ohne weiteres zu, aber dennoch kann man den privaten Personenverkehr mit E-Autos nochmals deutlich optimieren u.a. durch Rekuperation in der Stadt (Bremspartikel).
    Wobei der Luftverkehr besser als sein Ruf ist...
    :lach_flash:
    Das wird sich schneller ändern als du denkst. Lt. einem GoingElectric-Insider dürfte der Preis für den VW Neo mit 82 kWh Akku (also in etwa so groß wie das 1. Tesla Model S) bei rund 40.000 Euro liegen - das hat mein F20 auch gekostet...
     
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  4. #284 Triplets, 24.01.2019
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    Deine Ausführungen sind sehr interessant und z.T. auch aufschlussreich. Mir aber einen Tick zu optimistisch. Insbesondere was die Preisentwicklung anbelangt.

    Das Pro und Contra E-Autos wird ja leider mittlerweile ideologisch missbraucht. Insofern wird eine sachliche Auseinandersetzung immer schwieriger. Auch deshalb, weil es viele Gerüchte und Halbwahrheiten gibt. Auch durch Politik und sog. Fachmagazine beflügelt. Nehmen wir Emotionen und Ideologie aus dem Thema raus, so spricht vieles für, aber auch genauso vieles gegen den E-Antrieb.
    Es fehlt mir schlicht der Wille von Politik und Autoindustrie das Thema sachlich und mit Verstand anzugehen. Einen tragfähigen Zukunfstplan haben wohl beide nicht. Das Risiko tragen mal wieder ausschließlich die Verbraucher.
     
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  5. #285 Fabsgedio, 27.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 27.01.2019
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    Das Problem an der ganzen Thematik ist, dass sich der Großteil der Bevölkerung entweder gar nicht oder nur sehr oberflächlich mit der E-Mobilität befasst. Natürlich verstehe ich, dass man sehr viel Zeit investieren muss um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben, aber schon ein gewisses Grundwissen reicht meist aus um Tendenzen wie z.B. Preis- und Kapazitätsentwicklung des Akkus zu erkennen. Gerüchte wie "Akkus halten maximal 80.000 km" oder Halbwahrheiten wie "Elektroautos gab es schon vor 100 Jahren und seit dem hat sich nichts weltbewegendes getan" kann man schon mit sehr wenig Grundwissen dementieren. Natürlich kann ich verstehen, dass man dem Thema E-Mobilität negativ gegenüber eingestellt ist, wenn man gerade sehr viel Geld für einen Verbrenner ausgegeben hat oder man im Beruf mit VKMs, Abgasanlagen oder Getrieben zu tun hat.

    Das Problem der "Fachpresse" ist, dass diese meist im Interesse der eigenen Wirtschaft bzw. Autoindustrie agiert. Daher sind E-Autos dort in der Vergangenheit meist sehr schlecht weg gekommen. Speziell die Auto Motor und Sport hat sich hier deutlich gebessert und berichtet nun deutlich objektiver. Von den Autosendungen im TV kann man sich eigentlich nur Auto Mobil auf VOX anschauen. Andere Sendungen wie z.B. Grip kann man m.M.n. vergessen, da diese (ähnlich wie TopGear) nicht den technikinteressierten Autofanatiker ansprechen, sondern ausschließlich Autos jenseits der 500 kW zeigen, die für den durchschnittlichen Zuschauer unbezahlbar sind...

    Die Meinung der Politik zum Thema Auto sollte man m.M.n. nicht allzu ernst nehmen, da Politiker meist keine Techniker sind und daher nur irgendetwas erzählen, was ihnen ein Dritter erzählt hat...

    Die Autoindustrie (zumindest der VW-Konzern) hat einen tragfähigen Zukunftsplan. In den nächsten Jahren investiert der VW-Konzern gut 25 Milliarden Euro in die E-Mobilität. Weil VW mit gewaltigen Stückzahlen für künftige E-Autos rechnet, wurde die Produktionsstätte des Passats von Emden nach Tschechien verlegt, wo er gemeinsam mit dem Superb vom Band rollen wird. Neben dem Werk in Emden sind auch die Standorte Zwickau und Hannover für E-Autos reserviert. M.M.n. reserviert man nicht einfach so 3 Werke für reine E-Autos, wenn man sich nicht zu 100% sicher ist, dass sich diese Fahrzeuge gut verkaufen werden. Wenn man von relativ wenig Stückzahlen ausgegangen wäre hätte auch ein einziges Werk genügt...

    Die E-Mobilität bietet meiner Meinung nach einfach viel zu viele Vorteile:
    - sofortige Beschleunigung
    - kein Schaltrucken
    - sofortige Heizleistung
    - kein Eiskratzen im Winter bzw. kein Schwitzen im Sommer da das Fahrzeug über eine App vorklimatisiert werden kann
    - deutlich besseres NVH Verhalten, da die Vibrationen durch den Antrieb entfallen und ein besserer cW-Wert möglich ist
    - mehr Sicherheit bei Überholvorgängen/kritischen Situationen, da nicht zurückgeschaltet werden muss
    - deutlich weniger Energieverbrauch (bei jeder Geschwindigkeit)
    - besserer cW-Wert möglich, da auf Komponenten wie z.B. AGA keine Rücksicht genommen werden muss und der Unterboden dadurch extrem glatt sein kann
    - Durch die Rekuperation (Energierückgewinnung) müssen die Bremsen nicht so oft bzw. gar nicht getauscht werden
    - Wartungsaufwand ist deutlich reduziert
    - Allradantrieb kostet verhältnismäßig wenig Aufpreis und hilft durch unterschiedliche Getriebe-Untersetzungen beim Energiesparen
    - keine lokalen Emissionen
    - Vorderer Kofferraum möglich, da die Komponenten für den Antrieb sehr klein ausfallen können
    - Heckantrieb verursacht im Vergleich zum Frontantrieb keine Mehrkosten und bietet sogar Vorteile beim Platzangebot
    - Mehr Stabilität durch niedrigen Schwerpunkt (Akku wird sehr straßennah verbaut)
    - Besseren Seitenaufprallschutz wegen des Akkus
    - Man kann mit 0 Emissionen fahren (wenn man ausschließlich PV-Strom tankt)
    - Die Brandgefahr ist im Vergleich zum Verbrenner deutlich reduziert
    - größerer Innenraum bei gleichen Außenabmessungen
    - das Auto kann z.B. beim Campen als Stromquelle genutzt werden (Bidirektionales Laden)
    - (wenn eine PV-Anlage vorhanden ist kann der PV-Strom besser genutzt werden - Eigenbedarf)
    - Fortschritt bei Akkuforschung kann auf andere Industrien übertragen werden (z.B. Smartphone-Industrie)
    - Hausbesitzer können zu 99% zu Hause laden und müssen nie eine öffentliche Tank/Lademöglichkeit verwenden
    - Technischer Fortschritt deutlich sichtbar (bei einem Preis von etwa 40.000 € hatte man 2010 16 kWh, 2015 24 kWh, 2017 36 kWh, 2019 64 kWh)

    Natürlich hat auch der Verbrenner einige Vorteile:
    - Tanken geht deutlich schneller als Laden
    - Tankstellennetz ist momentan besser ausgebaut als Ladenetz
    - weniger CO2 Ausstoß bei der Produktion
    - Klein- und Kleinstwagen kosten deutlich weniger - das wird sich auch in Zukunft nicht ändern
    - mehr Reichweite durch die höhere Energiedichte von Sprit
    - Weniger Gewicht
    - Mehr Höchstgeschwindigkeit
    - (Motorsound)

    Selbstverständlich muss die Vorteile jeder für sich selbst abwägen und wenn man gerne jenseits der 250 km/h unterwegs ist, ist das E-Auto sicher die falsche Technologie. Aber für den Durchschnittsbürger überwiegen m.M.n. die Vorteile des E-Antriebs deutlich und deswegen wird er sich in naher Zukunft auch immer mehr für diese Technologie entscheiden - natürlich nur unter der Voraussetzung dass der Kunde diese Vorteile auch kennt. :wink: Als ich einer Bekannten erzählt habe, dass ich mir in Zukunft vorstellen könnte ein E-Auto zu fahren fragte mich diese, ob sie im Vergleich zu ihren Opel Corsa (Basismotorisierung) nicht Abstriche in Sachen Beschleunigung machen müsse. :lach_flash::lach_flash:

    Die Preisschätzung für den VW Neo mit 82 kWh ist übrigens nicht von mir sondern von einem Insider auf GoingElectric. Ob sich der Preis für den Neo mit 82 kWh Akku bestätigen wird, wird sich in wenigen Monaten zeigen. Die Preise für die kleineren Akkus (48 und 62 kWh) werden im Mai veröffentlicht, den Preis für den 82 kWh Akku sollte man dann in etwa hochrechnen können.

    Wer sich mehr über das Thema E-Auto informieren möchte kann sich dieses sehr interessante (und inhaltlich zu 99% richtige) Video anschauen:
     
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  6. #286 alpinweisser_120d, 27.01.2019
    alpinweisser_120d

    alpinweisser_120d Motorenorakel

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    Schöne Informationssammung.
    Meiner Meinung kommt allerdings die sehr fragwürdige Gewinnung der Rohstoffe für die Akkus deutlich zu Kurz. Für die Rohstoffe, die in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen, gibt es bereits einen Materialfluss der mit wenig Neuerschließung von Bodenrohstoffen auskommt. Das ist im Akku Sektor absolut nicht der Fall. Um diese Kette aufzubauen belastet man die Umwelt massiv.

    Meiner Meinung nach steht und fällt der Betriebsvorteil im Bezug auf die Umwelt mit dem Anteil an Strom, der nachhaltig und regenerativ erzeugt wird. Bei dem aktuellen deutschen Strommix ist da noch viel Arbeit zu tun.
     
    RedDragon gefällt das.
  7. #287 Dexter Morgan, 27.01.2019
    Dexter Morgan

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    wir gestalten doch nur....
     
  9. m :)

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    das passt aber nun auf alles, was vom menschen hergestellt wird...leider, und die Chinesen kaufen sich da auch mächtig ein, die kennen die Systeme bestens und wie man sie betreibt....

    Gold, Edelsteine, seltene erden....

    öl, kohle, uranbergbau

    anbau von Palmöl als Treibstoff und billigfett unter Abholzung von Regenwäldern (nur als ein Beispiel)

    billigbekleidung aus Fernost..chinaware oft so und so

    rohstoffrückgewinnung in Indien und China an offenen elektronikschrott essen...., toxisch

    Export von elektronikschrott und alttechnologie, zumal pkw nach Afrika, nun unser euro 4/5nach Osteuropa auch

    Überschwemmung von afrikanischen bäuerlichen märkten mit schlachtabfällen aus der (hünchen) industrieproduktion...ja, das ist dennoch nicht Brot für die welt..., das schafft tote märkte und abhängigkeiten

    gut gemeinte brunnenbohrprojekte, aber fossiles Grundwasser aus den Eiszeiten gibt es nur 1x, nicht regenerativ. Israel hat ja seien wüstenplantagen inzwischen fast aufgegeben, wasser Versalzung Verödung..., erst populationswachstum, dann noch schlechtere Bedingungen nach Overkill der recourcen

    lass überlegen....ich kann da bstimmt noch 100 einträge zu schreiben.

    und inzwischen handeln wir ja auch schon mal fair, denn als ehemalige Kolonialmacht (inzwischen ohne) kolonien haben wir etwas dazu gelernt.

    in der tat, löblich, wenn man das auch bedenkt, aber so lebt es sich dann nicht mehr...

    wie ich schonmal sagte, wir, die Population sind DAS Problem, hoch erfolgreich und daher so effizient, das wir uns zwangsläufig selbst abschaffen werden. gib uns noch 100 jahre, die werden es entscheiden!

    und die verteilungskämpfe haben erst angefangen!
     
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  11. m :)

    m :) 1er-Fahrer(in)

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    ist leider so. Der Mensch ist das Problem, bzw. die Anzahl der Menschen.. vielleicht wäre eine generelle 1-Kind-Politik eine Überlegung wert ;)
     
  12. #292 deftl, 28.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 28.01.2019
    deftl

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    da ja für einen golf erstmal

    1,4 tonnen Rohstoffe die Umwelt schädigen (deine quelle, Rucksack)

    luft 4 tonnen

    abraum 19 tonnen

    wasser 232 tonnen....


    ist damit auch eindeutig ersichtlich, das man funktionierende Systeme, die 3-6 jahre aolt sind un dem stand der techlik bei Zulassung erfüllt haben, nicht so einfach wegwirft. und nachrüsten ohne "nutzen" für den Verbraucher (preis mal ausser acht gelassen, ob das je wirtschaftlich UND ökologisch wäre) fällt sowieso aus.

    aber wenn ich mir dann so anschaue, was in einem ganz normalen haus verbaut wird, das ist die größte Anschaffung im leben und zährt an den finaziellen recourcen über Jahrzehnte, fürchte ich das das nicht viel besser abschneiden würde.

    noch ein Beispiel wäre der ölschlammabbau in Canada, fracking in us, tiefssehbohrungen in der Antarktis, wenn sie dannm al sicher kommen....und bei der Ölförderung in den wusten brauchts nicht viel schutz, da leben ja nur wenige menschen....könnte man denken...

    die Ausbeutung von Arbeitskräften findet überall statt, offensichtlich oder subtiler, abhängig von der gesllschaftsform. daran ändern wir als Verbraucher nichts, solange wir auch nur in konsumabhängigkeiten gefangen sind.


    passt dazu, nur auf anderer ebene...

    https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-18-dezember-2018-100.html

    geh mal zu dem teil, wo das Steak eingepreist wird....

    trotzdem esse ich fleisch, da es in unserer Evolution eben bereits eingepreist wurde, es gehört zu Nahrungskette. kein Problem, wenn man weniger isst oder andere Philosophien vertritt. nur nen weggieday per verordung brauch ich ehrlich nicht, salt und Gemüse etc. esse ich auch gerne...., schädlich ist der alleinige moralische Standpunkt mit dem erhobenen zeigefinger...

    anne will, die Moderation finde ich bedenklich... und Ideologie steht über Fakten...wie immer

    https://www.ardmediathek.de/ard/shows/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLm5kci5kZS8xMjQ2/anne-will

    ach, sch..tt, woher kommt das zeugs bei alsi lidls und Edeka, Spanien, Portugal, Israel, agypten...alles unter Folie, alles mit naja, fast EU "skalven" arbeitern, alles unter Ausbeutung von Regionen zu unserem wohl und der "abfall" in den tonnen darf nicht mal für die tafel geklaut werde...

    ah, der EU subvetionsmarkt, jetzt wird's interessant!

    wie gesagt, PELZIG sagts ja schon, er will das nicht, ich auch nicht, aber ich lebe von der kohle auf dem konteo von der arbeit die ich bekomme mit dem was ich mir bisher erwirtschaftet habe und dann kommt die rente...haha, hahahahhh....vorher sollte an sterben oder das Geld aus der lotterie beziehen.

    und fakt ist auch, ich brauche ein Auto zur berufsausübung und mit Wohnort in eienr 400 Seelen gemeinde auch für den rest des lebens, wobei ich durchaus elktrophiel wäre, wenn leistbar mit eigenem Ökostrom auf dem dach.

    aber ÖKO auf verordung, was nicht ÖKO ist, da nur nicht völlig eingepreist, ist halt Augenwischerei und mit der kann man leben, daran verzweifeln oder zu versuchen durch Sparsamkeit und kauf von langlebigen Produkten dennoch rational und ökologisch zu handeln.

    mit ein grund, weshalb ich den euro5 diesel weiter fahre. und in den nächsten 5 jahren dann doch elektro, wenn ich es mir leisten kann und der Dienstleister nicht wieder das projekt verliert und man andere sorgen als Ökologie hat.

    thats live, real und Satire...
    http://www.lyricspalace.com/Nuhr-2018-Der-Jahresrckblick-Dieter-Nuhr-R62xt8jG9nM
     
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  13. #293 Triplets, 29.01.2019
    Triplets

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    Oha, jetzt kommt aber Endzeitstimmung auf. Fakt ist, dass die Überbevölkerung besonders in den armen Ländern uns das Genick brechen kann.
    Fakt ist aber auch, dass wir es noch in den Griff bekommen können. Allerdings nicht wie die Politiker in Jahrzehnten, sondern heute!

    Wie sagte Prof. Lesch so schön:
    "Wir haben kein Wissensproblem, sondern ein Handlungsproblem!"
     
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  14. deftl

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    vollkommen richtig, drum wird auch weiter nicht gehandelt werden.....
     
  15. #295 Fabsgedio, 31.01.2019
    Fabsgedio

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    Danke :wink:.

    Man sollte sich zuerst ansehen welche Rohstoffe man für welches Antriebskonzept braucht. Betrachten wir Verbrenner, E-Auto und Brennstoffzellenfahrzeug.

    Verbrenner
    Da ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor nicht in der Lage ist zu rekuperieren, muss die gesamte kinetische Energie in Wärme umgewandelt werden. Dabei kann man entweder auf die Motorbremse oder auf die mechanische Betriebsbremse (Fußbremse) zurückgreifen. Wenn man nun ein Fahrzeug mit hoher Masse auf eine bestimmte Geschwindigkeit beschleunigt, hat es eine höhere Bewegungsenergie als ein Fahrzeug mit geringerer Masse. Die Energie, die man beim Beschleunigen aufgebracht hat, bekommt man also (im Gegensatz zum E-Auto) nicht mehr zurück. Neben fahrdynamischen Vorteilen ist es daher sinnvoll die Fahrzeugmasse möglichst gering zu halten.

    Um das Fahrzeuggewicht zu verringern werden neben Kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK bzw. Carbon) auch Magnesium und Aluminium eingesetzt. Da CFK und Magnesium in Fahrzeugen verhältnismäßig selten vorkommen werde ich mich auf's Aluminium beschränken.

    Um heutige Abgasnormen zu erfüllen sind Katalysatoren unabdingbar. Katalysatoren enthalten üblicherweise die Platinelemente Palladium und Platin.

    Aluminium
    Aluminium hat etwa 1/3 der Dichte von Stahl. Man könnte meinen, dass man dadurch das Gewicht um 66% reduzieren könnte, jedoch darf man dabei nicht vergessen, dass die Festigkeit (E-Modul) nur 1/3 (70.000/210.000 MPa) beträgt. Bei gleicher Steifigkeit spart man durch den Einsatz von Aluminium ca. 50% Gewicht.

    Aluminium hat zwar einige Vorteile (Korrosionsbeständigkeit, Gewicht), die Herstellung ist aber alles andere als umweltfreundlich. Aluminium wird üblicherweise durch das Bayer-Verfahren hergestellt, Bauxit dient dabei als Ausgangsstoff. Bauxit wird dabei meist in den Tropen abgebaut, da es dort - nach der Rodung des Regenwaldes - relativ einfach zugänglich ist. Um das Aluminiumoxid aus dem Bauxit zu gewinnen benötigt man sehr viel Wasser und Energie. Das Abfallprodukt von Bauxit ist Rotschlamm, welcher sehr ätzend ist, da er Natronlauge enthält...

    Platin
    Platin ist sehr teuer, weil es sehr selten vorkommt und der Abbau sehr aufwändig ist. Die Arbeiter in Südafrika arbeiten ca. 1 km unter der Erdoberfläche unter sehr gefährlichen Bedingungen. Sie haben nur ca. 80 cm (in der Höhe) Platz und müssen unter sehr hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit Löcher in den Berg bohren. Bei der Bohrung kann es vorkommen, dass der Arbeiter von einem Felsbrocken (Gewicht: bis zu weit über 100 kg) erschlagen wird.

    Nach den Sprengungen im Stollen wird das platinhaltige Gestein mehrmals im Mühlen gemahlen. Eine Tonne platinhaltiges Gestein enthält dabei nur wenige Gramm Platin (2-10 g je nach Quelle). Durch die vielen mechanischen und chemischen Einzelschritte ist der Energieaufwand und die Umweltbelastung enorm.

    E-Auto
    Da ein E-Auto den Großteil der kinetischen Energie in elektrische Energie umwandeln kann (Rekuperation), spielt das erhöhte Gewicht im Vergleich zum Verbrenner keine große Rolle. Dennoch sollte erwähnt werden, dass das Akkugehäuse meist aus Aluminium ist - die Karosserie ist zumindest beim VW Neo ausschließlich aus Stahl. Bei E-Autos wird neben Kupfer und Graphit auch Kobalt und Lithium benötigt.

    Kobalt
    Kobalt wird verwendet um die Kapazität von Akkumulatoren zu erhöhen. Der Großteil des Kobaltvorkommens liegt im Kongo. Meist wird Kobalt aus Kupfererz gewonnen. Ca. 2 Millionen Arbeiter (darunter ca. 40.000 Kinder) bauen das Kobalt unter sehr schlechten Bedingungen (hohe Temperatur, wenig Platz, lebensgefährlich) ab. Da Kobalt nur sehr schwer zu gewinnen ist, ist es dementsprechend teuer. Aus genannten Gründen versucht man den Kobaltanteil im Akku zu minimieren. Elon Musk sagte sogar, dass die nächste Akkugeneration ohne Kobalt auskommen könnte.

    Lithium
    Lithium wird typischerweise aus den Salzseen in Südamerika (Chile, Bolivien) gewonnen. Dabei verdunstet das Salzwasser nach und nach aus den Seen, wodurch man an das Lithium kommt. Da der Prozess sehr aufwändig ist, kostet das Lithium dementsprechend viel. Meines Wissens nach ist der Abbau von Lithium weder für den Menschen noch für die Umwelt gefährlich. Der Lithiumabbau benötigt im Vergleich zu den anderen Rohstoffen keine hohen Energiemengen, da man für die Verdunstung die Wärme der Sonne nutzt.

    Brennstoffzellenfahrzeug
    Das "Wasserstoffauto" benötigt eine Brennstoffzelle damit der gespeicherte Wasserstoff mit Sauerstoff reagieren kann. Durch die Reaktion wird elektrische Energie freigesetzt, die in einem Akkumulator gespeichert wird. Damit die Brennstoffzelle funktionieren kann benötigt man Katalysatoren die mit Platin oder Palladium beschichtet sind. Hier gilt das Gleiche wie beim Verbrenner: Kleine Platinmoleküle lösen sich mit der Zeit vom Katalysator und kommen durch das Abgas in die Umwelt. Beim Brennstoffzellenfahrzeug hat man zwar keine unverbrannten Kohlenwasserstoffe, Stickoxide oder Feinstaub, aber man sollte nicht glauben, dass beim Auspuff ausschließlich Wasser rauskommt.

    Im Vergleich zu den im E-Auto verwendeten Ressourcen kann man das Platin weder beim konventionellen Verbrenner noch beim Brennstoffzellenfahrzeug recyceln.

    Ich will mit diesem Post nicht sagen, dass ein E-Auto besonders ökologisch und menschengerecht gefertigt wird, aber man sollte sich m.M.n. überlegen, ob der Antriebsstrang des Verbrennungsmotors wirklich so viel besser ist. M.M.n. ist der konventionelle Antriebsstrang sogar schlechter für die Umwelt, da man Partikel von seltenen Metallen wie z.B. Platin in der Luft verteilt - dadurch ist ein Recycling nicht möglich, zudem werden die kleinen Partikel eingeatmet und gelangen über die Nase in die Lunge.

    Erdölförderung
    Bei der Erdölförderung sollte man bedenken, dass elektrische Energie dafür aufgebracht werden muss um das Erdöl an die Erdoberfläche zu pumpen. Danach muss das Erdöl durch den Destillationsturm in seine Bestandteile getrennt werden. Danach muss der Treibstoff mit Additiven versetzt werden und schlussendlich von der Raffinerie zur Tankstelle gebracht werden.

    Bei der Erdölförderung kann es jedoch auch zu Ölkatastrophen kommen. Beispiele dafür sind die Ölpest im Golf von Mexiko (BP, 2010) oder die Ölkatastrophe in Nigeria (Shell, 2008). Bei der Ölpest im Golf von Mexiko wird das ausgetretene Öl auf 800 Millionen Liter geschätzt! Bei der Ölkatastrophe in Nigeria flossen Millionen Liter Öl in den Niger. Dadurch wurde die Lebensgrundlage (kein Trinkwasser, kein Fischfang möglich, ...) von über 15.000 Menschen zerstört. Dass erdölbetriebe Fahrzeuge wirklich ökologischer sind als E-Autos sollte man m.M.n. nochmals überdenken...

    Natürlich sollte man nicht einfach 4-5 Jahre alte Gebrauchtwagen verschrotten lassen! Falls man sich aber ein neues Fahrzeug kaufen sollte, macht ein E-Auto aus ökologischer (und bald auch aus ökonomischer) Sicht m.M.n. also mehr Sinn.

    :daumen: Sehe ich genau so.

    Normalerweise halte ich vom ZDF nicht viel, aber das war echt sehenswert. Lustig und traurig zugleich...
    Tut mir leid wenn ich das sage, aber m.M.n. hat der Lesch genau so viel Ahnung von der Fahrzeugtechnik wie die gute Angela... Hr. Lesch möchte, dass die OEMs die verbesserte Abgasnachbehandlung bezahlen, obwohl die OEMs alles richtig gemacht haben und gegen keine Gesetzte verstoßen haben - Ausnahme VW aber die haben schließlich nachgebessert, wodurch auch diese Fahrzeuge die gültige Abgasnorm (Euro 5) erfüllen. Lt. seiner "Berechnung" kostet die Umrüstung den Konzernen dabei "lediglich" ca. 2-3 Jahresgewinne - einen Betrag den man aus der Portokasse bezahlen kann... Dann vergleicht der gute Herr den NEFZ-Verbrauch mit dem Realverbrauch und sagt, dass man die Werte "im Prospekt" nie erreichen kann und dass die Automobilindustrie hier schummelt. Als nächstes wird behauptet, dass beim Abnahmeverfahren der Typengenehmigung geschummelt wird...

    Wenn man etwas zum Lachen braucht kann man Hrn. Lesch durchaus zuhören, aber m.M.n. sollte er keine (ernstzunehmende) Informationsquelle sein...
     
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  16. #296 mehrfreudeamfahren, 24.01.2021
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    Sagt mal, hab ich das gerade richtig ausgerechnet, dass ein Elektro-Auto nicht wirklich sparsamer als ein Diesel ist, was die reinen Kosten je 100km angeht? Im Gegenteil, man zahlt sich dumm und dämlich, wenn man nicht Zuhause lädt?

    ID3 bei 120 km/h: ~21 kWh (zzgl. Ladeverluste bzw. Winter-Aufschlag)
    • Spontan laden bei ionity (79 Cent) => ~17,6 EUR je 100km
    • Spontan laden bei enbw (49 Cent) => ~10,3 EUR je 100km
    • Zuhause laden (29 Cent) => ~6,1 EUR je 100km
    Mein 120d mit Sportpaket bei 120 km/h: ~5,3 l/100km (1,2 EUR) => 6,6 EUR je 100km

    Das lohnt sich doch gar nicht :(
     
  17. #297 bubble_m, 24.01.2021
    bubble_m

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    Habe bisher auch noch nicht gelesen, dass sich das lohnen soll. Wie/wodurch hast Du den Eindruck gewonnen, dass E-Mobilität günstig ist?
     
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  18. #298 mehrfreudeamfahren, 24.01.2021
    mehrfreudeamfahren

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    Keine Ahnung. Bisher hatte ich das nie in Euro pro Kilometer mit dem Deutschen Strompreis umgerechnet. Das ist ja noch viel übler bei den Hybriden die mit ihrem Gewicht: selbst Zuhause-Laden wird niemals weniger kosten als n Diesel. Hmmm.
     
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  19. #299 misteran, 24.01.2021
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    Musst alle Kosten in deine Berechnung aufnehmen. Service, Verschleiß, etc. die Fallen beim E Auto fast gar nicht an.

    Wobei ein ID3 auch kein Auto für Autobahn ist ...
     
  20. #300 swisscheese, 24.01.2021
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