Vorstellung und Vergleich Boxster S vs. 135i

Dieses Thema im Forum "BMW 135i" wurde erstellt von Jimmy the Saint, 12.03.2012.

  1. #1 Jimmy the Saint, 12.03.2012
    Jimmy the Saint

    Jimmy the Saint 1er-Interessent(in)

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    Hallo liebes 1er Forum,

    ich möchte mich kurz als neuer 1er-Faher vorstellen und (etwas ausführlicher) meine Erfahrungen mit dem neuen Fahrzeug weiter geben. Ich entschuldige mich jetzt schon für einen Fahrbericht, der deutlich länger wurde als ich geplant hatte.

    Ich bin irgendwo zwischen 30 und 40, seit kurzem verheiratet, lebe in München und verdiene als Ingenieur mein Geld.

    Ich habe vor etwa 1 Monat meinen Porsche Boxster S (986) verkauft und mir einen 135i Coupé zugelegt. Der neue ist lemansblaumetallic, Handschalter, mit ein bisschen Ausstattung, gebraucht mit ca. 15tkm, BJ 01/2010, (N54) Preis: hab ich vergessen :wink:
    Das Auto hat kein Navi (brauche ich zu selten und mein Smartphone kann das auch), kein Leder (ist entweder zu kalt oder zu heiß und die Stoff-Kunstleder-Kombi ist für meine Ansprüche edel genug) und kein Kurvenlicht (bringt mir absolut nix. Ich muss nachts auf der Landstraße vor (!) der Kurve wissen wo ich meinen Bremspunkt setze, wenn ich in der Kurve bin und das Licht die Kurve ausleuchtet kommt diese Info zu spät). Aber die Xenons und die Klimaautomatik sind perfekt!

    Porsche oder BMW?
    Ich dachte ich vergleiche an dieser Stelle den neuen mit dem alten Wagen. Vielleicht ist es für den ein oder anderen ganz interessant, da er oder sie sich vielleicht die Frage stellt ob Porsche oder BMW.
    Zunächst ein paar Sätze zum Porsche: Das Image ist ja hinlänglich bekannt (Frauenporsche usw.), ist aber hinten und vorne nicht zutreffend. Ich bin den Wagen ca. 80000km lang gefahren (die meisten davon schnell :wink:) in der Stadt, auf kurvigen Landstraßen und Pässen, Autobahn und diversen Rennstrecken. Wer den Boxster (ob mit oder ohne) mal richtig bewegt hat, wird, solange er bei klarem Verstand ist, das Bild des „Fake-Porsche“ schnell vergessen. Es ist wirklich ein hervorragender Sportwagen. Nicht das schnellste Auto der Welt, das ist klar, aber sobald es auf mehr als reine Motorleistung ankommt schwer zu schlagen.

    Warum also den 135i? Nun, den Porsche hatte ich jetzt ein paar Jahre und hatte zum einen einfach Lust auf etwas anderes und zum anderen ist das Auto im Unterhalt auch nicht gerade billig so dass die Frage aufkam, ob man denselben Spaß nicht auch für ein bisschen weniger Geld haben kann. Man will sich ja hin und wieder auch mal was Warmes zu essen gönnen und als angestellter Ingenieur verdient man zwar sehr anständig aber direkt reich ist man auch nicht. (Zumindest finanziell gesehen).
    Der Entschluss den Porsche zu verkaufen kam aber bei einem Trip ins Rheinland. Ich bin letzten September von München losgefahren mit einem Abstecher über die Nordschleife. Diese Reise charakterisiert den Porsche extrem gut denn auf den paar Runden Nordschleife war das Auto nahezu perfekt, aber die anderen 9h Autofahrt mit Stau und allem was dazu gehört ging mir das Ding dann doch ganz schön auf den Zeiger. Ich meine, dass mir die Ohren bluten und der Rücken in tausend Teilen zersplitterte war ich ja gewohnt, aber dass ich am Ende nicht mal mehr richtig gesehen habe ging mir dann doch zu weit. (deswegen sollte man nach einem Rennstreckenbesuch eigentlich auch nicht mehr lange weiter fahren, man ist einfach mental zu platt)

    Das bringt mich auch schon zum Thema Komfort. Der 1er ist dem Boxster weit überlegen, nicht nur wegen Platzverhältnissen und Lautstärke, das überrascht nicht weiter, aber die Sitze und die ganze Ergonomie sind einfach so viel besser, dass man es kaum glauben kann. Ich bin zuletzt nach 7h Autofahrt (hauptsächlich Alpenpässe und Autobahn) aus dem 1er ausgestiegen und ich hätte problemlos noch 10h mehr fahren können. Keine Rücken- und keine Schulterschmerzen. Nicht taub und auch nicht blind. Wirklich fantastisch. Die Sitze sind perfekt. Sie vereinen Komfort und Sportlichkeit mit dem vielfältigsten Sitzverstellfeld, dass ich je gesehen habe!
    Bezüglich Fahrwerkskomfort ist gar kein so riesiger Unterschied festzustellen, der 1er ist ja auch ausgesprochen mitteilsam (vor allem mit dem Fahrwerk, das meiner drin hat) aber der Porsche ist nicht so unkomfortabel wie man erwarten würde. Der BMW ist dabei ganz und gar keine langweilige Kutsche aber ich sag es mal so. Der BMW kann Hooligan sein wenn man es will und Gentleman wenn man wieder Ruhe braucht. Der Porsche kann nur Hooligan, wenn ihr versteht was ich meine.

    Hooligan?
    Der 1er und Hooligan? Nun das war meine größte Befürchtung, dass der BMW etwas langweilig sein würde, aber das Gegenteil ist der Fall. Bevor ich mich auf den wichtigsten Teil dieses Vergleichs einlasse, Antrieb und Fahrverhalten, kurz ein paar Sätze zur Karosserie: Der 1er hat mehr Platz! Überraschung was? Man kriegt hinten bequem zwei Menschen rein und in den Kofferraum passen nochmal zwei Leute. Mein Vater (ca. 1,80m) saß letzte Woche mit Skihelm hinter mir (1,85m) und hatte kein Problem mit Knie oder Kopffreiheit.
    Ehrlich, wer hier mit dem Platz nicht auskommt, der sollte sich mal überlegen ob er den ganzen Schrott wirklich mitnehmen muss. Wobei der Porsche mit seinen zwei Kofferräumen auch deutlich praktischer ist, als man denkt.

    Vom Antrieb her vergleicht man natürlich zwei sehr unterschiedliche Konzepte, 3,2l Sauger hier, 3l Biturbo da. Beide mit 6-Gang-Handschalter. Der Porsche liebt Drehzahlen, der BMW braucht sie nicht, kann sie aber. Das Feuer das der N54 unten rum bietet ist einfach der Hammer, aber man merkt schon, dass dem Motor ab ca. 5000 U/min (gefühlt) etwas die Puste ausgeht. Der Porsche dreht bis über 7000 und schreit und gröhlt und verlangt nach mehr. Die Le Mans-Genetik steckt hier eindeutig drin und man darf nicht übersehen, dass wenn man den Porsche in den oberen Drehzahlen fährt bleibt man am 135i fast dran. Der 135 ist aber dennoch das schnellere Auto, vor allem im Alltag wo man nicht immer mit Höchstdrehzahl unterwegs ist.

    Verbrauch? Den Fahrleistungen mehr als angemessen. Wenn man sich diszipliniert, sind unter 10l problemlos drin und geschlichen ist man dann noch lange nicht. Wer weniger will, sollte Diesel fahren, aber dann entgeht einem etwas ganz ganz wichtiges.

    Denn der Sound des 135er ist wirklich was sehr feines. Er ist nicht so laut wie der Porsche, aber die Soundqualität ist überragend. Der Wagen hat ein wunderschönes schreien, wenn man ihn tritt und ein sonoriges röhren, wenn man es nicht so weit treibt. Besonders schön ist das Auspuffblubbern, wenn man vom Gas geht. Mann, klingt das gut! Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich das Fenster runterfahre, im 2. oder 3. Gang bleibe, leicht auf der Bremse stehe und gleichzeitig kleine Zwischengasstöße abgebe um einfach nur dem poltern, ballern und blubbern des Auspuffs zu lauschen. Ich weiß es ist Blödsinn, aber manchmal kommt der kleine Lausbub einfach in einem durch.

    Gute Traktion = zu wenig Leistung!
    Und wenn wir schon bei Selbstdisziplin vs. Unsinn sind, die Traktionskontrolle sollte ich wirklich anlassen, denn die Geschwindigkeit in der man die Reifen runter geraucht hat ist beängstigend. Ich muss mich da echt zusammen reißen, aber es macht einfach zu viel Spaß.

    Ich habe mal gelesen, es wäre schwer den 1er quer zu kriegen. Äh… das kann ich ganz und gar nicht bestätigen. Es ist unfassbar wie leicht man den Wagen in den ersten 3 Gängen quer bewegen kann. Und ich meine wirklich leicht. Das Auto kommt dermaßen berechenbar quer, dass man wunderschön lange und genüssliche Powerslides ziehen kann. Das ging mit dem Porsche nicht. Nun kann man sagen, dass der Porsche eben eine total tolle Traktion hat (was konzeptbedingt durch die Achslastverteilung auch stimmt) aber ich persönlich bin der Meinung, dass „gute Traktion“ nur ein netter Ausdruck für zu wenig Leistung ist. Hier ist die Turbocharakteristik mit dem früh anliegenden Drehmoment einfach herrlich. Man hat immer genug Dampf um die Fuhre zu Ausfallschritten zu überreden. Man kriegt den Porsche zwar auch quer, aber man muss es deutlich weiter treiben und näher an die Grenze gehen. Mal eben so den Leistungsübersteuerdrift auspacken wie im 1er ist nicht drin. Abgesehen davon kommt der Porsche deutlich überfallartiger quer als der BMW. Man sollte wach sein, wenn man sowas ausprobiert. Was beiden Fahrzeugen aber eindeutig fehlt ist eine mechanische Sperre. Vor allem in engen Kurven verraucht bei beiden Autos die Leistung nur allzu gerne am kurveninneren Rad. Das nervt! Der Beemer hat zwar eine elektronische Sperre, aber mal ehrlich, was bringt es mir, wenn das durchdrehende Rad solange abgebremst wird, bis an beiden Rädern gar nix mehr ankommt? Nach meinem Empfinden ist die e-Sperre ohnehin nur aktiv, wenn man das DSC nur kurz antippt. Schaltet man es komplett aus, ist die e-Sperre auch ausgeschaltet, wofür ich allerdings auch dankbar bin.

    Das Getriebe ist in beiden Autos perfekt. Im Porsche einen Tick schwergängiger aber bei beiden stellt sich dieses Gewehr-Nachlade-Gefühl ein. Die Anschlüsse sind ebenfalls genau richtig. Aber im 135 ist es echt ein Nachladen. Man knüppelt den nächsten Gang rein und das Ding schiebt weiter als wenn es kein morgen gäbe. Ganz so brachial ist es im Porsche nicht.
    Das Fahrverhalten der beiden Wägen ist also durchaus unterschiedlich was sich in vielen Details manifestiert.

    Ein Auto mit zwei Lenkrädern?
    Ich glaube ich habe hier im Forum eine Signatur gelesen wonach der 135 zwei Lenkräder hat. Das große runde Ding direkt vor einem und das Fahrpedal. Der Spruch ist echt gut und trifft die Sache auf den Punkt. Ich meine dabei nicht nur das querfahren, sondern auch die Art wie sich der BMW in zügig gefahrenen Kurven verhält. Man fährt auf die Kurve zu bremst sie an (dank perfekt angeordneter Pedale mit Zwischengas super machbar, was im Porsche aber mindestens genauso gut ging), wirft den Wagen in die Kurve und steigt leicht aufs Gas. Hier merkt man richtig wie der Wagen sich auf den gewählten Radius einhakt und die Achslastverteilung wandert. Ist das Fahrverhalten ohne Gas noch leicht untersteuernd, ändert sich das mit moderatem Gaseinsatz in ein absolut neutrales unglaublich fahrsicheres Kurvenverhalten. Latscht man dann richtig drauf kommt der oben beschriebene Reifen-Rauch-Quer-Modus. Aber es fällt wirklich leicht die Grenze dazwischen zu finden und eine saubere Linie zu fahren. Dass der Turbo mit leichter Verzögerung einsetzt kann man mit dieser Fahrtechnik ebenfalls unterbinden, da man den Motor bereits am Gas hängen hat. Das ist echte Freude am Fahren. Die Bewegung des Karosserieaufbaus ist dabei aber stärker als beim Porsche. Das ganze Ding rockt dabei ein bisschen mehr herum. Auch das Mehrgewicht von ca. 200kg kann man spüren. Es ist nicht schlimm, aber merken tut man es trotzdem.

    Hier schlägt die Stunde der Porsche-bekannten Präzision. Denn der Porsche hat auch zwei Lenkräder. Das zweite ist aber das Bremspedal. Häh? Wie geht das denn? Nun, was der BMW nicht kann (leider) ist eine Kurve hart an der Grenze anzubremsen und mit dem perfekt dosierbaren Bremspedals des Porsche das Eigenlenkverhalten des Wagens zu bestimmen. Während der 1er einfach nur über die Vorderräder schiebt, taucht der Porsche in die Kurve ein und lässt sich tatsächlich mit der Bremse lenken. Aber Vorsicht! Ich empfehle nicht sowas auf öffentlicher Straße zu tun, man ist da echt verdammt fix unterwegs und man weiß nie, was an unvorhergesehenen Dingen auftauchen kann. Und da sind wir auch wieder beim eingangs erwähnten Punkt. Auf der Rennstrecke ist der Porsche schon eine Nummer für sich, aber im Alltag ist der Unterschied kaum zu spüren. Dennoch ist die Präzision mit welcher der Porsche die Haken schlägt einfach fantastisch. Das zeigt sich nicht nur auf der Landstraße oder Rennstrecke, auch auf der Autobahn merkt man einen Unterschied. Den Porsche konnte man auch bei 260km/h rasiermesserscharf auf der Linie fahren. Absolute Präzision, kein taumeln um die Hochachse, wirklich perfekte Fahrsicherheit auch bei diesen enormen Geschwindigkeiten. Nebenbei bemerkt macht der Boxster das auch besser als der 911er. Ich bin schon einige gefahren und habe nie dieses Gefühl der perfekten Präzision bei 250+ erlebt.
    Beim BMW merkt man ab 220 einen leichten Hang zur Ungenauigkeit. Ich stelle bei mir selber fest, dass der Spaß, den der Porsche auch bei Höchsttempo macht, dem 1er etwas abgeht. Es wird nie unsicher, aber das Gefühl der totalen Präzision stellt sich nicht ein.

    Schneller = mehr Spaß?
    Insgesamt würde ich beim Thema Handling dem Porsche mehr Punkte geben, dank des rassiermesserscharfen Fahrverhaltens. Aber ich würde nicht so weit gehen, dass der Porsche mehr Spaß macht. Schneller ja! Man kann dem 1er auf der Rennstrecke ein kleines bisschen Zeit abnehmen, wenn man weiß was man tut. Aber ich finde, dass der 135er mehr Laune macht.
    Es ist einfach Geschmackssache ob man die Straße mit einem Skalpell sezieren möchte oder ob man das Asphaltband mit einer Streitaxt spalten will. Vielleicht kann man den BMW so beschreiben: Europäischer Motor trifft amerikanisches Fahrwerk. Aber das gilt nur im Vergleich zum Porsche. Im Vergleich mit allem anderen ist der Wagen ein Florett!

    Als typisches Porsche-Argument gilt gemeinhin ja auch die Bremse. Da muss man BMW ein Lob aussprechen: Die Bremse erreicht fast Porsche-Niveau. Die Bremsleistung ist sogar ein bisschen besser. Wie sich das Ding auch bei 200+ in den Asphalt beißt ist der Hammer. Das kann der Porsche auch nicht besser. Was der Boxster S (Bremsanlage aus dem 911) allerdings besser kann ist die Dosierbarkeit und die gefühlte Standfestigkeit. Die BMW-Anlage hat insgesamt einen längeren Pedalweg und ist nicht so perfekt zu dosieren wie die Porsche-Anlage. Der Zuffenhausener hat einen stärkeren Bezug zum Rennsport. Wer mal einen Formelrennwagen gefahren ist, weiß vielleicht was ich meine. Man hat im Rennwagen eigentlich keinen Pedalweg, die Bremskraft wird ausschließlich über den Druck auf das praktisch feststehende Pedal erzeugt. Dieses Gefühl ist im Porsche zumindest ähnlich, was auch das Hacke-Spitze-Spiel beim Zwischengas-Runterschalten etwas erleichtert.
    Zum Thema „gefühlte“ Standfestigkeit, die Bremsleistung ist bei beiden Autos auch nach heiß gefahrenen Pässen oder Rennstrecke die gleiche, die BMW Stopper geben einem allerdings stärker das Gefühl, dass sie leiden. Der Pedalweg wird etwas länger. Aber auch hier wird man den Unterschied erst bei hart gefahrenen Strecken feststellen, was man wie gesagt eher auf der Rennstrecke tun sollte.
    Was allerdings nervt, ist das eintauchen des BMW beim Bremsen. Man kann das besonders beim Stopp zum Stillstand erleben. Der Porsche geht natürlich auch vorne in die Federn, aber eben nur vorne. Wenn Die Fuhre dann steht, nickt er einmal hoch und das war’s. Der BMW rockt mit der ganzen Karosserie in die Federn und schaukelt nach Stillstand etwas nach. Hier merkt man am deutlichsten welcher Wagen welche Gene in sich trägt. Mir persönlich geht es etwas auf die Nerven.

    Man kann hier als Beobachter die Unterschiede der Fahrzeuge optisch ausmachen. Was natürlich auch über das Exterieur-Design gelingt. Design wird immer Geschmackssache bleiben aber zwei Aspekte kann man faktisch festhalten.
    Erstens die persönliche Wirkung auf andere. Es ist schön an eine Tankstelle, einem Parkplatz oder eine Kreuzung anzukommen und nicht gehasst zu werden. Für die meisten ist ein 135 ein ganz gewöhnlicher 1er BMW, man sieht aber hin und wieder Leute die erkennen mit was sie es zu tun haben und man merkt den Gedankengang: „das ist ein 35er. Das Ding ist richtig cool!“ Das Understatement vor allem gegenüber dem Porsche empfinde ich als ausgesprochen angenehm. Man muss sich nicht mehr schämen, was man fährt. Man wird zwar nicht mehr so oft angeglotzt, aber dann kann ich wenigstens in Ruhe in der Nase popeln! Mir ist es recht!

    Zweitens das Überholprestige. Mir persönlich ist das eigentlich völlig egal, wenn man mir keinen Platz macht, dann ist das halt so, ich werde deswegen keine Lichthupe geben oder mich aufregen. Die anderen wollen doch auch nur voran kommen. Aber man merkt schon, dass die Leute dem Porsche geradezu aus dem Weg gesprungen sind, auch wenn man gar nicht überholen wollte.
    Was einem mit dem Porsche auch nicht passiert ist folgendes: Ich, mit ca. 140 auf der linken Spur, vor mir zwei Autos, rechts von mir zwei Autos. Man kommt so allmählich an denen vorbei. Nur der Cayenne Fahrer hinter mir wird allmählich ungeduldig. Der erste vor mir geht dann nach rechts aber einer ist immer noch da. Und schon kriege ich die Lichthupe vom Cayenne (wo soll ich denn bitteschön hin?), dann geht der vor mir auch rechts rüber. Schon kriege ich die komplette Christbaumbeleuchtung in den Rückspiegel. Ich gebe dem vor mir die nötige Zeit nach rechts zu gehen, schalte runter und Feuer frei. Ich hab echt gelacht, als der Cayenne im Rückspiegel kleiner wurde und mir immer noch die Lichthupe gibt. Es sah dann doch mehr wie ein Hilferuf aus.
    Aber mit dem Porsche ist mir sowas nie passiert. Die Außenwirkung ist eben eine andere.
    Mir persönlich gefällt die Optik des 1er Coupé vor allem mit dem Sportpaket extrem gut. Innen wie außen ein wirklich gelungenes Auto. Dennoch ist die Optik eines Mittelmotorsportlers einfach etwas spektakulärer. Es sind eben beides sehr schöne Autos.

    Mein Fazit:
    Der Porsche Boxster S ist in meinen Augen einer der besten Sportwagen die man sich als „Normalmensch“ leisten kann. Die Messlatte liegt also sehr hoch. Im Vergleich hierzu ist der 135er eher eine Sportlimousine. Wenn man die Summe der Eigenschaften (inkl. Preis und Unterhalt) in Betracht zieht ist der Münchner klar das bessere Auto. Aber hier kommt die Überraschung: Auch wenn man nur die Spaßeigenschaften betrachtet macht mir der BMW mehr Vergnügen. Und das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet!

    Ich hoffe ihr seid beim lesen nicht eingeschlafen und entschuldige mich erneut für den langen Post, aber man liest so selten einen ausführlichen Test, ich dachte ich fang mal damit an.

    Viele Grüße
    Andreas
     
  2. AdMan

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  3. #2 AnooooOH, 12.03.2012
    AnooooOH

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    sehr schön zu lesen!:)
    und herzlich willkommen im forum!
     
  4. #3 1ser-Driver, 12.03.2012
    1ser-Driver

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    Sehr interessant. Wirklich Top


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  5. antu90

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    Sehr interessant und hallo im Forum :)
     
  6. #5 Jimmy the Saint, 12.03.2012
    Jimmy the Saint

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    Oh Gott, ich hab meinen Post gerade nochmal gesehen. Der ist ja grässlich lang geworden. Ich kann es nur noch mit Goethe sagen:
    Bitte entschuldigt den langen Text, für einen kurzen hatte ich keine Zeit.
    :-)
     
  7. #6 Enzo135i, 12.03.2012
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    Passt! :daumen:
     
  8. #7 Steafmaster, 12.03.2012
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  9. #8 reihensechszyli, 12.03.2012
    Zuletzt bearbeitet: 12.03.2012
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    Hi,

    und herzlich Willkommen.

    Scheinst ja gerne Texte zu verfassen.
     
  10. #9 135i_BMWPerformance, 12.03.2012
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    :lol:

    Auch von mir :winkewinke:
     
  11. #10 sonnenjunge, 12.03.2012
    sonnenjunge

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  12. bazi90

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    Vielen Dank für den super zu lesenden Text. Hab mich mit Begeisterung draufgestürzt.

    Übrigends hab ich keinen Rechtschreibfehler gefunden :mrgreen: Respekt, kommt hier nicht allzu häufig vor.
     
  13. TomDe

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    Auch wenns etwas länger geworden ist wars sehr schön zu lesen, konnte mich direkt in vieles hineinversetzen :)
    Sehr interessant fand ich deine positiven Bewertungen zu der Rennstreckentauglichkeit, wo hier im Forum doch einige "Semi-Profis" ständig über die miserable Qualität und Haltbarkeit diverser Komponenten klagen. Das lässt nur 2 Schlussfolgerungen zu: die können nicht fahren oder du kannst nicht fahren :) Aber keine Bange, eine Meinung habe ich mir dazu noch nicht gebildet ;)
    Schade, dass du noch keine Gelegenheit hattest dazu einen 1M zu fahren, deine Eindrücke würden mich in diesem Vergleich sehr interessieren.
     
  14. #13 Topspeed, 12.03.2012
    Topspeed

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    Super Beitrag hat echt Spaß gemacht zu lesen :-)
     
  15. AdMan

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  16. #14 Sven135i, 12.03.2012
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    Schöner Beitrag.:blumen:

    Zwei Empfehlungen von mir.
    Falls noch nicht montiert, Performance Auspuff und der Sound ist der Wahnsinn, vorallem das brabbeln im Schleppgas was du auch liebst.

    Und der zweite, chippen lassen auf rund 360ps.
    Dann ist das zugeschnürte oberhalb von 5500 Umdrehungen auch weg :daumen:
     
  17. #15 Knieschleifer, 12.03.2012
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    Ganz und gar nicht, dein Text liest sich kurzweilig und gibt anschaulich die Fahreindrücke wieder. Bei der ein oder anderen Textstelle kommt sogar, mit dem Wissen selbst so ein Auto fahren zu dürfen, richtig Freude auf :daumen:


    Hmm, ich empfinde das genau anders herum. Drückt man das DSC nur kurz, merke ich von der e-Sperre recht wenig, da bei Schlupf am kurveninneren Rad erst mal die Leistung weggeregelt wird. Bei DSC off und leichtem Übersteuern am Kurvenausgang spüre ich den Gewinn an Vortrieb durch die e-Sperre allerdings schon.

    Das ist aber auch der einzige Einwand, den ich bei dem Beitrag habe :wink:
     
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