Streckenmaut oder Jahrespauschale?

Dieses Thema im Forum "Umfragen" wurde erstellt von ExVwFahrer, 15.04.2010.

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Welches Mautsystem bevorzugt ihr, wenn Einnahmen für Straßenbau verwendet werden?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 15.05.2010
  1. Streckenmautsystem

    8 Stimme(n)
    16,7%
  2. Jahrespauschale

    35 Stimme(n)
    72,9%
  3. Kombination aus beiden

    5 Stimme(n)
    10,4%
  1. #1 ExVwFahrer, 15.04.2010
    Zuletzt bearbeitet: 15.04.2010
    ExVwFahrer

    ExVwFahrer 1er-Fahrer(in)

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    Hallo,
    dass die PKW-Maut kommt wird ja schon seit geraumer Zeit angekündigt und dass die Regierung hierzulande den Mittelverdienern das letzte Hemd auszieht wenn es ums liebe Geld geht ist auch ein offenes Geheimnis.
    Da ich mich kürzlich schon mit Kollegen und meiner Lebensgefährtin darüber unterhalten habe und meinte "Wenn in D eines sicher ist, dann ist es der Fakt, dass man hierzulande nicht fähig ist ein sozial gerechtes Mautsystem einzuführen. Sprich wenn so etwas eingeführt wird, dann nur, um Löcher im Staatshaushalt zu stopfen und nicht etwa um Straßen zu reparieren. Wenn eine Maut kommt, dann eine Streckenmaut". Jetzt höre ich heute wieder die Diskussion um die AB-Maut und prompt höre ich, dass im Namen des Umweltschutzes die einzig sinnvole Maut eine streckenabhängige Maut sein kann.
    Analysieren wir diese Aussage einmal genauer :narr:.

    Was wird passieren wenn ein Streckenmautsystem für PKW in D eingeführt wird?
    Überschlägig werden ca. 30-40% aller PKW-Fahrer für Mittel- und Langstrecken auf die Landstraße ausweichen um nicht bezahlen zu müssen. Ob man eine halbe Stunde früher oder später ankommt ist bei diesen Fahrten nicht relevant.
    Da ca. 75% aller tödlichen Unfälle auf den Landstraßen passieren wird sich die Zahl der Verkehrstoten in D drastisch erhöhen.
    Kurzstrecken-Autobahnisten welche Ring-AB Systeme um die Städte herum benutzen werden künftig wieder den Weg durch die Stadt wählen und somit die Städte verstopfen.
    Die verbleibenden Autobahnfahrer sind Handelsvertreter, Transit und vorwiegend Bürger, denen es egal ist, was die Fahrt kostet - diese soll es auch geben. Gerade diese werden dann die großzügig bemessenen ABs dazu nutzen möglichst schnell von A nach B zu kommen. Da ja jetzt 40% weniger Verkehr auf den ABs ist muss man bei Tempo 250 auch weniger bremsen.
    Was ich beim besten Willen nicht feststellen kann ist ein positiver Effekt auf die Umwelt. Durch Stadt- und Überlandfahrten erhöht sich der Treibstoffverbrauch um ca. 20-30%. Die Städte leiden unter dem erhöhten Verkehrsaufkommen und sicher gibt es genug Leute, die für ihr Geld wenn sie schon bezahlen auch ein bisschen Funfaktor haben möchten. Das muss nicht zwangsläufig auf einer AB erfolgen. Auch mit dem 2. durch die Innenstadt zu heizen und Dauerüberholen kann Spass machen.
    Der einzige Effekt sind drastische Preiserhöhungen im Einzelhandel, die damit begründet werden, dass Vertreterfahrten ja jetzt auch viel teurer sind.

    Fazit einer Streckenmaut:
    deutlich mehr Verkehrstote, höhere Preise im Einzelhandel und Gewerbe, verstopfte Städte und Landstraßen, mehr Raser auf den ABs, jedoch keine Entlastung der Umwelt.

    Was ich mich bei dem ganzen Summs nur frage ist, warum man in D nicht fähig ist ein gerechtes Mautsystem einzuführen, wie in A oder besser noch in CH. 50 EUR pro Jahr und man ist dabei. Eine zweckgebundene Abgabe dafür, dass die AB entlastet wird und vielleicht besser repariert werden wie bisher - eigentlich war ja anno dazumal dafür die KFZ-Steuer geplant, welche heute wahrscheinlich in den Aufbau Ost gesteckt wird.
    Eine Streckenmaut ist meines Erachtens kompletter Blödsinn, ich kann weder die Sinnhaftigkeit der Aussage im TV noch einen umweltschonenden Effekt feststellen.

    Vielleicht sehe ich das ja zu einseitig?!
    Was denkt ihr darüber?
     
  2. AdMan

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  3. Fux96

    Fux96 1er-Süchtling

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  4. #3 ExVwFahrer, 15.04.2010
    ExVwFahrer

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    Ja, das wirste bei der Regierung nicht verhindern können, dass sowas kommt. Da hätten wir den ADAC wählen müssen. Ist zwar auch schwarz-gelb, hat aber leider mit Bundespolitik zu wenig zu tun.
     
  5. #4 BMWlover, 15.04.2010
    BMWlover

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    Ich würde eherlich gesagt die Streckenmaut vorziehen.:nod:
     
  6. #5 misteran, 15.04.2010
    misteran

    misteran 1er-Guru

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    Wenn dann ein Pauschal Betrag für alle in Deutschland lebende. Die nur durch Deutschland fahren, sollten mehr bezahlen müssen!

    Wenn sich dadurch die Streckenverhältnisse verbessern und die Baustellen auch in der Zeit der Bauarbeiten ändern ... nicht so wie bisher, erstmal alles absperren, dann mal nen Monat nichts machen, dann mal anfangen die Straße abzutragen, dann wieder nen Monat warten, etc.

    Oder wenn sich dadurch die Spritpreise verringern, wäre es auch noch okay. Aber das ist wohl Wunschdenken.
     
  7. #6 HavannaClub3.0, 15.04.2010
    HavannaClub3.0

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    streckenbezogen erscheint die Maut (die ja mit Angie nieee kommt) nur vordergründig als fairer. die spart nur wenige gefahrene km - verlagert diesen aber.
    und die Pauschale bringt mehr von den AB Touristen...
     
  8. #7 Stuntdriver, 15.04.2010
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    Stuntdriver Guest

    Streckenmaut kann man nur mit einem GPS-System überprüfen. Das wäre mir persönlich zuviel Schnüffelei. Außerdem dürfte es auch einen Mehraufwand bedeuten, der dann von den Einnahmen wieder abgeht. Sozialisten würden sagen, es ist gerecht, weil der viel zahlt der viel BAB fährt. Andererseits sind das meist Leute die beruflich fahren müssen.

    Ich denke das simpelste und mit den geringsten Kosten durchzuführende System wäre eine Vignette á la Schweiz.

    Wenn es den Vorteil mit sich brächte daß dann auch weniger auf der Straße los wäre, dann würde ich gar nichts dagegen haben.

    Alledings glaube ich daß der Staat schon genug Geld mit den deutschen Autofahrern macht. Es ist ja auch nicht so, daß der Autofahrer die Straßenbaukosten komplett zahlen muß. Straßen gehören einfach zur Infrastruktur und sind somit auch zu einem Teil in den normalen Steuerzahlungen enthalten. Dass nochmal ein Obulus geleistet wird ist ok, aber der Staat sollte jetzt auch nicht so tun, als müsse das komplett durch Einnahmen, die direkt dem Verkehr zugeordet werden können finanziert werden. Es gibt ja auch keine Gehwegsteuer für Fußgänger.
     
  9. #8 ExVwFahrer, 15.04.2010
    Zuletzt bearbeitet: 15.04.2010
    ExVwFahrer

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    Also generell bin ich dafür, die Durchreisenden, z.B. Skifahrer aus Holland mit einer 5 oder 10-Tagesmaut stärker zur Kasse zu bitten.
    Ein Streckenabhängiges System wär für mich ziemlich beschissen.
    Da ich aus Zeit- und Umweltgründen über die A99 täglich von MUC-Ost nach MUC-West fahren muss. So eine Strecke würde vermutlich zwischen 4 und 8 EUR einfach kosten. Bei doppelter Strecke am Tag und 20 Tagen im Monat dürfte schnell klar werden, dass ich bei einer Streckenmaut durch die Stadt fahren würde. Um Zeit zu sparen würde ich dann Ampelsprints fahren, um die nächsten drei Ampeln grün zu haben und soviele wie möglich überholen. Von Umweltschonung also keine Rede...
    Aber immer noch besser als täglich eine Stunde länger unterwegs zu sein oder zwischen 160 und 320 EUR pro Monat extra zu berappen.
     
  10. #9 ExVwFahrer, 15.04.2010
    Zuletzt bearbeitet: 15.04.2010
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    :eusa_shhh: nicht so laut
    Jo, bin eh der Meinung dass Infrastrukturelle Dinge und Grundversorgung in staatliche und nicht in private Hände gehören, da sonst die Preise für die Grundgüter irgendwann explodieren, siehe Stromversorger. Aber das ist ein anderes Thema. Leidig ist nur, dass die liebe Umwelt heutzutage zu einer Hure für politische Debatten geworden ist.
     
  11. #10 Fux96, 15.04.2010
    Zuletzt bearbeitet: 15.04.2010
    Fux96

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    Mal ernsthaft, Streckenmaut geht überhaupt nicht! Wenn dann ne Pauschale, so wie in Österreich, 7 Tage, 1 Monat, 1 Jahr, basta!

    Ne Streckenmaut tut Vielfahrern viel zu viel weh!
     
  12. #11 ExVwFahrer, 15.04.2010
    Zuletzt bearbeitet: 15.04.2010
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    Dachte ich auch. Heute morgen im Frühstücks-TV haben sie rumgeschissen, dass eine Streckenmaut für die Umwelt so toll wäre und deshalb keine Pauschale in Diskussion ist.:narr:
    Ich hab mir schon überlegt bei meinen anstehenden Bewerbungen nen Job im Ausland anzunehmen, z.B. in Frankreich, die haben zwar auch Maut, aber da kann man wenigstens auf die Straße gehen und Autoreifen anzünden wenn die Regierung sich solche Äußerungen erlaubt.
    Ich will die Ernsthaftigkeit dieses Themas nicht herunterspielen, aber in meinen Augen wäre es nur Fair wenn Fahrer von deutschen Premiummarken von der Maut ausgenommen werden. Schliesslich haben wir tausende Euro mehr für unsere KFZ bezahlt und somit Arbeitskräfte in D unterstützt, welche ihrerseits an den deutschen Staat Steuern bezahlen. Das ist wohl auch Wunschdenken. Aber hätte ich einen Japaner gekauft hätte ich die Industrie dort unterstützt und gleichzeitig Geld für 10 Jahre Maut gehabt. Das sollte einem zu denken geben.
     
  13. #12 Stuntdriver, 15.04.2010
    Stuntdriver

    Stuntdriver Guest

    Also seitdem das Thema "Umwelt" irgendwann Anfang der 80er von so ein paar Waldschraten entdeckt wurde, dient sie ausschließlich als Deckmäntelchen für Posten, Kosten und Bürokratie.
     
  14. #13 joern1977, 15.04.2010
    joern1977

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    soweit ich weiß, wurde das bereits bestehende mautsystem für lkw für eine funktionsfähigkeit bis tempo 200 entwickelt.
    also wenn eine zusätzliche nutzungsgebühr kommt, dann sicher über gps. :ins_klo_kotzen:
     
  15. AdMan

    Schau dir mal den passenden Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  16. #14 ExVwFahrer, 15.04.2010
    ExVwFahrer

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    Gut, dann sehen sie mich nicht, wenn ich 240 fahre :winkewinke:
     
  17. #15 Stuntdriver, 15.04.2010
    Stuntdriver

    Stuntdriver Guest

    Und wenn ich mit 245 durchblase impodiert der ganze Kasten oder was?
    Nicht daß wir ein generelles Tempolimit von 200km/h bekommen! :motz: :haue: REVOLUCION! [​IMG] [​IMG]
     
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