Schuldfrage bei Kreuzungsunfall (winterl. Straße)

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von ziboy84, 11.01.2010.

  1. #1 ziboy84, 11.01.2010
    ziboy84

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    hallo,

    mal eine rein theoretische frage zur schuld bei einem winterlichen unfall....

    person A kommt aus einer nebenstraße, welche mit stoppschild gekennzeichnet ist, stellenweise ist die haltelinie noch zu sehen, person A hält an, fährt dann ein stück weiter, steht noch nicht in der hauptstraße (musste sich aber soweit vortasten, da die einmündung durchhohe schneehaufen verdeckt war) und steht an der sichtlinie wieder!!!...fahrzeug B kommt auf der schlecht einsehbaren straße mit (geschätzt) mehr als den erlaubten 50, hat zunächst den lenkwinkel so, das es fahrzeug A in die tür (!!!) gefahren wäre, ändert ihn dann auf winkel "kotflügel" und "rasiert" am ende nur das vordere nummernschild, nach der kollision kommt das fahrzeug B nach 15-20 metern zu stehen. im beiderseitigen einverständnis räumt man die schlecht einsehbare kreuzung um folgeunfälle zu vermeiden. man ruft keine polizei, der kurze einwand von fahrer A, dass B zu schnell gewesen sei, wird von dem bestritten. fahrer A sagt, dass er seinen schaden selbst tragen wird, B soll einen kostenvoranschlag holen, danach will man sich weiter beraten.

    bei A entstand schaden von etwa 50 euro, bei B nach erster recherche 700-800 euro...

    am nächsten morgen ruft B bei A an und setzt ihn massiv unter druck, dass A nun doch die versicherung einschalten solle, die schuldlage sei eindeutig, B verlangt die bezahlung des schadens durch die versicherung (kann er doch gar nicht???), schaden ist auf einmal (trotz gleicher defekter teile wie bei der recherche verwendet) in die tausende!

    halter B hat ein in schlechtem allgemeinzustand befindliches 10-12 jahre altes japanisches fabrikat.

    wie verfährt man hier am besten weiter????-das thema betrifft mich nicht unmittelbar, aber es ist so im engeren umfeld passiert.

    wie ist die schuldlage bei solch winterlichen straßenverhältnissen? fahrzeug A stand wohlgemerkt, das auch schon mindestens 10 sekunden.

    fahrzeug B wahr wohl eindeutig zu schnell, denn selbst nach der berührung fuhr es noch viel weiter.

    außerdem ist davon auszugehen, dass B abgelenkt war, denn schließlich änderte sich der "anfahrwinkel" deutlich!

    fahrer A war mit 2 personen im fahrzeug, fahrer B mit 3 personen.
     
  2. AdMan

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  3. garp

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    da es wohl keine zeugen (und keine polizei) gab, steht aussage gegen aussage. im zweifel wird als der fahrer recht bekommen, der sich auf der vorfahrtstraße befunden hat.

    der schaden dürfte sich aber angesichts des alters und schlechten zustandes des fahrzeuges in grenzen halten. mehr als den zeitwert des wagens wirds nicht kosten.
     
  4. #3 Forums Plugin, 11.01.2010
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    Wenn A steht und da auch schon ne Weile (10 Sekunden sollten reichen) vorher stand, dann hat B das Problem => wenn der Sachverhalt nachher so als gegeben akzeptiert wird.

    Ob A da "illegal" stand oder nicht ist wurscht...

    Btw. finde ich 15-20 Meter bis zum stehen auf Schnee (lag da welcher?) kein Indiz für > 50km/h, im Gegenteil, das spricht eher für 30-40km/h. Und auch trocken, warm und mit Sommerreifen steht ein Auto aus 50 km/h erst nach knapp 10 Metern bei einer Vollbremsung. Wenn die Vollbremsung erst mit einer halben Sekunde Reaktionszeit nach der Berührung eingeleitet wurde, dann sind das so 15-20 Meter bis zum Stillstand - trocken, SR, Vollbremsung, ordentliche Bremsen.

    Also technisch gesehen passen aus meiner Sicht die Aussagen "zu schnell" und "stand nach 15-20 Metern" nicht zusammen.
     
  5. #4 Hermchen_ME, 11.01.2010
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    Ich frag mich bei solchen "Unfällen" immer wieder weshalb das ohne Polizei abgewickelt wird? Bescheuert....
     
  6. #5 Forums Plugin, 11.01.2010
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    Zumindest Fotos sollte man immer machen...
     
  7. #6 ziboy84, 11.01.2010
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    es kam während des stehens im kreuzungsbereich schon zu ein paar beinaheunfällen, deshalb entschloss man sich die kreuzung schnellstmöglich zu räumen...

    was will die polizei dir sagen, außer, dass du ein paar euros anreisegebühr bezahlst und zur feier des tages noch ein paar bonuspunkte extra bekommst???-gegen die darf man dann zwar wieder einspruch erheben, aber davon hätten alle beiteiligten nichts gehabt, auch unter dem umstand, dass A noch in der probezeit ist. die schuldfrage darf die polizei doch eh nicht entscheiden und was hätten die dort dokumentieren sollen??? im schneesturm mit hunderten anderen spuren auf der straße?

    bei den wetterverhältnissen wären 50 schon zu schnell gewesen, der geschätzte anhalteweg von sehen bis halt lag inkl. kollision bei etwa 60m!!! noch dazu geht die straße im genannten bereich ziemlich bergauf...
     
  8. #7 UBoot-Stocki, 11.01.2010
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    Die Polizei stellt keine "Schuld" fest sondern dokumentiert das Unfallgeschehen. Sie lassen sich diesen Service oftmals durch eine Verwarnung an einen der beiden (oder auch beide) bezahlen.
    Du kannst aber den Schaden noch nachträglich bei der Polizei melden (ich glaube bis zu 3 Tagen nach dem Unfall).
    In der Regel einigen sich die Versicherungen untereinander. Allerdings hängt es stark von der jeweiligen Darstellung ab.
     
  9. #8 Forums Plugin, 11.01.2010
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    Oben steht was von 15-20m.... mir total egal, müßt ihr selber wissen, was ihr für ein Zeuch erzählt.

    Gerade eben waren es noch über den erlaubten 50km/h, jetzt sind 50 auch eh schon zuviel... Anhalteweg 60m enspricht auf Schnee übrigens grob den 50km/h.... Bremsweg auf Schneefahrbahn bis zu dreimal so lang - Winter in Europa - derStandard.at ? Panorama

    Wenn jetzt der Anhalteweg 60m sein sollte, dann muss der andere ja lange vorher die Bremse reingehauen haben - wie das der Fahrer von A gesehen hat, wann auf Schnee die Bremsung began (von vorne, wo auf Schnee das Auto kaum einnickt), keine Ahnung. Dazu wars ja angeblich schlecht einsehbar. Wenn der andere aber soweit (d.h. mindestens 40 Meter) vorher sichtbar war, dann hätte man ja auch noch entweder die Straße überqueren können oder ein Stück zurücksetzen...

    Ich kann nur eins sagen: mit so einer völlig verwirrten Sachlage vor Gericht, dann lieber gleich zahlen. Drei Fragen und jede Glaubwürdigkeit ist weg. Bekommt erst einmal den Sachverhalt klar.
     
  10. #9 ziboy84, 11.01.2010
    Zuletzt bearbeitet: 11.01.2010
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    ziboy84 1er-Profi

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    15-20m nach dem zusammenstoß kam er erst zum stehen!!!!-richtig lesen, statt gleich motzen!

    einsehbar war die unfallstelle auf ca. 60m, ich gehe mal davon aus, dass 15-20m als reaktionsweg genügen sollten!

    bei straße mit ca.15cm breitgefahrenem schnee würde ich 40m vor nem anderen nicht mehr rüberschnippsen (wenn ich mal davon ausgehe, dass ich ihn dann schon sehe!!!)-war auch von A nicht beabsichtigt....wie schon erwähnt, A stand, A stand als der um die kurve kam, A stand als B an das auto fuhr uns A stand auch als B noch 15-20 meter weiterrutschte!
     
  11. Fux96

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    Wollt ich grade sagen, immer Polizei holen!
     
  12. #11 Forums Plugin, 11.01.2010
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    Macht, was ihr wollt. Aber mit dem Unfug in der Darstellung des Sachverhaltes würde ich es nicht auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen - mischen sich widersprüchliche Behauptungen mit irgendwelchen Annahmen darüber, wann wer gebremst hat...

    Warum stand A eigentlich die ganze Zeit schon da, wenn weit und breit kein Auto zu sehen war? :kratz: Wenn B 60 gefahren ist, brauchte er für 60 Meter 3-4 Sekunden und A stand 10 Sekunden dumm an der Kreuzung rum? Musst die Frage nicht beantworten, kommt eh irgendwas Hohles raus....
     
  13. Phill

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    Die Sichtgrenz war dann anscheinend schon auf der Fahrspur/Vorfahrtsstaße oder?
    Wieso steht der dann 10 sek. auf der Vorfahrtsstraße rum und wartet bis einer um Eck kommt?

    Wenn man aus der Nebenstraße mit Stopschild auf ne Vorfahrtsstrasse einfährt und einen Unfall verursacht ist es Nebensächlich ob er da gestanden oder gefahren ist. Er/Sie hat dem anderen die Vorfahrt genommen.

    Sache der Versicherung übergeben, die kümmert sich schon darum.

    Grüße
    Phill
     
  14. #13 ziboy84, 11.01.2010
    ziboy84

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    @max: so ne darlegung im forum ist sicher auch etwas komplexer, als in ner face-to-face-darstellung...-deshalb gehe ich jetzt nicht weiter auf deine anfeindungen ein, hab dir ja schonmal gesagt, dass das mit uns in diesem leben sicher nicht mehr die große liebe wird...

    A stand an der sichtlinie und wollte nach links abbiegen, konnte aber nicht, da von rechts zunächst 2 autos kamen, das erste von links kommende fuhr ihr das nummernschild ab...-wenn dort n fußgänger versucht hätte die straße zu überqueren, dann hätte er auch an dieser linie gestanden!

    würde darauf plädieren, dass nun mal die schreiben die fakten aus ähnlichen fällen wissen...dieses sinnlose hätte, wäre, wenn-palaber macht den thread zu ner selbstdarstellungsplattform und nichts anderem...!

    hab beim googlen zb die aussage gefunden, dass in kreuzungsbereiche auch bei klarer vorfahrtslage, bei schneebedeckter fahrbahn, nur mit 15-20km/h eingefahren werden darf....-kann jemand fälle belegen, wo die schuldaufteilung nach diesem grundsatz geregelt wurde???
     
  15. AdMan

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  16. Phill

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    Nix für Ungut, aber kann denn Irgendjemand der Unfallbeteiligten die Geschwindigkeit des anderen Fahrzeug mit einem Messprotokoll belegen?
    Bremsspuren kann man auch keine vermessen.

    Somit wird das Gericht nach den belegbaren Fakten Urteilen und diese lauten nunmal Vorfahrt mißachtet. Und das auch noch an einem Stopschild wo besondere Vorsicht gilt!

    Wie gesagt vor Gericht kann das meiner Meinung nach nur schlecht für Euch ausgehen.
    Wenn Eure Versicherung da eine Möglichkeit sieht den Schaden nicht bezahlen zu müssen dann gehen die sowieso diesen weg. (Gericht oder Einigung mit der gegnerischen Versicherung).

    Grüße
    Phill
     
  17. #15 Forums Plugin, 11.01.2010
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    Ich würde dafür dafür plädieren, dass der Sachverhalt mal geklärt wird - die Darstellung hier ist unvollständig und widersprüchlich; Rechtsfolgen lassen sich nur aus Sachverhalten ableiten und ist vor einem Gericht einzig die Sachverhaltsklärung relevant, da die Rechtsfolgen meistens relativ "automatisch" sind.

    Ich verstehe zum Beispiel nicht, wie die Sichtlinie so sein kann, dass die Tür des Autos schon auf der Straße ist... also wenn ich nix sehe und mich vortaste, steht das Auto bis zum Außenspiegel auf der Straße und nicht mit der ganzen Tür.

    Du bist mir völlig schnuppe, wenn ich was gegen Dich hätte, müßte ich hier gar nicht antworten. Ich sage Dir nur (und da kenne ich mich zumindest etwas aus): mit der wirren Schilderung des Sachverhalts kann niemand realistisch die rechtliche Lage beurteilen und vor Gericht wirst Du damit zerlegt... aber tut was ihr nicht lassen könnt.
     
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Schuldfrage bei Kreuzungsunfall (winterl. Straße)

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