Rechtsfrage "Grobe Fahrlässigkeit"

Dieses Thema im Forum "Tuning E8x" wurde erstellt von Catahecassa, 27.06.2009.

  1. #1 Catahecassa, 27.06.2009
    Catahecassa

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    Bei meinem Unfall war DSC/DTC an, also alles in Ordnung. Ich habe nur eine Fehlermeldung im DTC drin, dass halt irgendwas nicht gestimmt hat mit dem Fahrzustand. Die Analyse war freiwillig von mir ausgelöst, weil ich halt neugierig bin. Bei mir gabs nur Schäden am eigenen Wagen und bisserl Leitplanke, also kein grosses Drama für die Juristen.

    Wie wäre es wohl mit einem deftigen Personenschaden mit Dritten ausgegangen & ich dann mit DSC OFF bzw. DSC/DTC OFF bei Nässe gefahren wäre :?: :arrow: Ist das eigentlich dann "Grobe Fahrlässigkeit"?

    Hat sich da schon mal jemand intensiv damit auseinandergesetzt bzw. ein Rechtsurteil dazu? Ist reine Neugierde, da ich mich aktuell mit dem Thema befasse.
    Was wären die strafrechtlichen Konsequenzen?
    Wie kommt man überhaupt an solche Daten als Staatsanwalt oder Versicherung & kann ich das als Besitzer/Eigentümer des Wagens die Herausgabe der Daten verhindern?

    Ich poste im "Tuning"-Bereich, weil es bei meinem Wagen ja um einen Umbau auf mech. Sperre handelt.
     
  2. AdMan

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  3. #2 BMWlover, 27.06.2009
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    Das ist ein schwieriges Thema. Grundsätzlich zahlt die Versicherung auch, wenn du dein DSC ausschaltest (außer es ist vertraglich anders vereinbart). Wenn aber nachgewiesen werden kann, das du das Ding ausgeschaltet hattest und der Unfall mit DSC hätte verhindert werden können, kann die Versicherung die Zahlung verweigern (die Beweislast liegt allerdings bei der Versicherung).

    Ich meine, ich hab sowas auch schon mal in der Zeitung gelesen (schon ne Weile her), das ne Versicherung geklagt hatte (um die Kosten nicht zahlen zu müssen) und die haben dann auch recht bekommen, da das Gericht, das Handeln den Fahrer als grob fahrlässig eingestuft hatte.
     
  4. shinin

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    Fahrlässig oder grob Fahrlässig? Das ist ein himmelweiter Unterschied. Fahrlässig ist man mehrmals pro Tag in der Regel.
     
  5. #4 BMWlover, 27.06.2009
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    sorry, meinte grob fahrlässig 8)
     
  6. #5 i-m-speedy, 27.06.2009
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  7. #6 Absinthe, 27.06.2009
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    Hi,

    kann man eigentl. so einfach nachprüfen ob Fahrerassistenzsysteme aktiv waren oder nicht? Ist das alles Mitprotokolliert?

    Spielt es überhaupt eine Rolle, wenn diese Aktiv oder Deaktiv im Straßenverkehr sind? Wozu kann man dann diese Deaktivieren?
     
  8. #7 BMWlover, 27.06.2009
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    In gewissen Situation ist es nützlich (winter) und manchmal schaltet man sie aus, um den Fahrspass zu erhöhen :wink:
     
  9. #8 i-m-speedy, 27.06.2009
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  10. cisi

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    das bezweifle ich. Auch wenn sie das nachweisst ist das nie im leben grob Fahrlässig. Das kommt in etwa aufs gleiche wie bei tempo limit 100 km/h effektiv 100 kmh zu fahren(bei einem starken regenschauer).
    Wenn die dir nachweisen, dass du bei 60 km/h den unfall nicht gehabt hättest(bessere sicht, bessere reaktion etc.) ist das fahren von 100 bei tempolimit 100 trotzdem nicht grob Fahrlässig.
    Traktionskontrollen auszuschlaten ist gesetzlich erlaubt, dass es mit besser geht ist jedem klar, aber grob Fahrlässig mit sicherheit nicht.
     
  11. #10 BMWlover, 27.06.2009
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    Klar ist es legal, hab ja auch nix anderes gesagt. Aber wenn der Unfall mit ESP hätte verhindert werden können, dann ist es grob fahrlässig (nach Aussage eines Gerichts).
     
  12. AdMan

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  13. #11 Stuntdriver, 30.06.2009
    Stuntdriver

    Stuntdriver Guest

    Hat m.E. nichts mit Fahrlässigkeit zu tun. Bei einer guten (vermeintlich teuren) Versicherung wird sowas auch kein Thema sein.

    Du rufst an, meldest den Schaden, ein Sachverständiger prüft die Schadenshöhe, Betrag wird ausgezahlt, du wirst hochgestuft, fertig. Habe ich nur einmal in einem kleinen Detail bei der Arroganz anders erlebt, allerdings ging es da auch etwas um die Dummheit des damaligen Vertreters, um einen Kleckerlesbetrag in der Abrechnung und auch eine gewisse Sturheit meinerseits. Fragen zu ESP on/off oder anderer Quatsch fand durch die Versicherung niemals statt.

    Daß bei Todesfolgen die Staatsanwaltschaft nochmal ganz andere Fässer aufmacht und man, sofern man vor einem Richter landet, sowieso mit allem rechnen muß ist klar. Aber das ist eben das Risiko des morgendlichen Aufstehens. :roll:
     
  14. #12 Catahecassa, 30.06.2009
    Catahecassa

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    Jep Stunti, bei mir hat auch keiner gefragt. Nur eben, weil es ja ein "Bagatellschaden" war :wink: Interessant wäre es zu wissen, ob man durch das Vorhandensein von diesen Assistanzsystemen sich bei deren Deaktivierung auch "strafbar" macht ... :?:
    Scheinbar ja nicht wirklich ... 8)
     
Thema: Rechtsfrage "Grobe Fahrlässigkeit"
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