OPEC Begründungen zum Ansteig des Ölpreises!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Axxis1973, 06.04.2008.

  1. #1 Axxis1973, 06.04.2008
    Axxis1973

    Axxis1973 1er-Liebhaber(in)

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    Die OPEC-Länder steigern ihre Produktion:
    - der Benzinpreis steigt.
    Dies ist auf grundlegende ökonomische Gesetze unserer Marktwirtschaft zurückzuführen: Die gestiegene Nachfrage nach Tankerkapazität verteuert die Frachtraten überproportional.

    Die OPEC-Länder drosseln ihre Produktion:- der Benzinpreis steigt.
    Das ist ökonomisch bedingt: Das Angebot sinkt bei gleichbleibender Nachfrage, damit wird die Ware teurer.

    Im Nahen Osten herrscht vorrübergehend Waffenruhe:
    - der Benzinpreis steigt.
    Die Ruhe ist trügerisch, die Lager werden vorsorglich aufgefüllt. Die zusätzliche Nachfrage erhöht den Marktpreis.

    Im Nahen Osten wird gekämpft:
    - der Benzinpreis steigt.
    Hamsterkäufe erhöhen die Nachfrage und damit den Marktpreis.

    Die Verbraucher sparen:
    - der Benzinpreis steigt.
    Der Minderverbrauch sorgt dafür, dass die Raffinerien weit unterhalb ihrer Kapazität produzieren müssen. Dies erhöht den Einheitspreis (Kosten pro Liter), den in einer Marktwirtschaft die Konsumenten zu tragen haben.

    Die Verbraucher sparen nicht:
    - der Benzinpreis steigt.
    Die Ölgesellschaften erfüllen eine lebenswichtige Funktion in der Martkwirtschaft: Durch Preiserhöhungen wirken sie einer noch größeren Abhängigkeit vom Erdöl entgegen.

    Die Verbraucher weichen auf Substitute aus:
    - der Benzinpreis steigt.
    Die Verbundproduktion der verschiedenen Erdöl-Derivate kommt durcheinander. Das erhöht die Kosten pro Liter.

    Der Rhein führt Hochwasser:
    - der Benzinpreis steigt.
    Die Versorgungslage wird prekär. Vorsorgebestellungen erhöhen die Nachfrage und damit logischerweise den Marktpreis.

    Der Rhein führt Niedrigwasser:
    - der Benzinpreis steigt.
    Die Schiffe können nur zu einem Drittel ihrer Kapazität beladen werden. Die dadurch erhöhte Fracht pro Tonne Ladegut verteuert die Ware.

    Der Rhein führt Normalwasser:
    - der Benzinpreis steigt.
    Kaum 25% des eingeführten Benzins erreichen die Schweiz auf dem Wasserweg. Für die Kalkulation spielt daher die Situation auf dem Rhein eine geringe Rolle.

    Der Dollarkurs steigt:
    - der Benzinpreis steigt.
    Alle Erdöl-Kontakte werden in Dollar abgerechnet. Die Konsequenzen für den Preis in Schweizer Franken liegen auf der Hand. In einer freien Marktwirtschaft wirken sich alle Änderungen sehr schnell aus.

    Der Dollarkurs sinkt:
    - der Benzinpreis steigt.
    Längst nicht alle Abschlüsse auf dem für die Schweiz maßgebenden Spotmarkt in Rotterdam werden in Dollar abgewickelt. Im übrigen dauert es immer eine gewisse Zeit, bis sich Änderungen beim Verbraucher auswirken.

    Die Lager sind randvoll:
    - der Benzinpreis steigt.
    Große Lagerbestände drücken auf die Gewinnmarge. Die Filialen der großen Erdölkonzerne leisten freiwillig einen unschätzbaren Beitrag zur Landesversorgung in Notzeiten. In einer freien Marktwirtschaft ist es nur natürlich, dass sich die Konsumenten an den hohen Kosten dafür beteiligen.

    Die Lager sind leer:
    - der Benzinpreis steigt.
    Die hohen Lagerverluste wurden bisher stets von den Erdölgesellschaften zu Lasten ihrer Erfolgsrechnung getragen. Das ist nicht mehr länger möglich.

    Der durchschnittliche Reingewinn der großen Erdölkonzerne ist gegenüber dem Vorjahr um 380% gestiegen:
    - der Benzinpreis steigt.
    Die Zahlen ergeben ein unvollständiges Bild. Im Benzingeschäft allein sieht die Lage schlecht aus. Vereinzelt entstanden sogar Verluste, die von den anderen Abteilungen getragen werden mussten.

    Der durchschnittliche Reingewinn der großen Erdölkonzerne ist gegenüber dem Vorjahr kaum gestiegen:
    - der Benzinpreis steigt.
    In einer freien Marktwirtschaft kann ein Produzent nur mit einer angemessenen Umsatz-Marge existieren.

    Ein OPEC-Mitglied stoppt infolge innerer Unruhen sämtliche Exporte:
    - der Benzinpreis steigt.
    Das Angebot auf dem Weltmarkt hat sich verringert. Die Preise reagieren entsprechend.

    Ein OPEC-Mitglied nimmt seine Ausfuhren wieder auf:
    - der Benzinpreis steigt.
    Die seither eingetretene Inflation wurde entgegen den Gesetzen einer freien Marktwirtschaft von den Konzernen aufgefangen. Das kann nicht ewig so weitergehen.

    Neue Erdölvorkommen werden entdeckt:
    - der Benzinpreis steigt.
    Es gibt viel zu tun, packen wir’s an. Um die Versorgung in der Zukunft zu sichern, müssen heute gewaltige Investitionen getätigt werden. Die Prokuktionskosten werden ständig höher.

    Bisherige ergiebige Ölfelder erschöpfen sich:
    - der Benzinpreis steigt.
    Es wird immer schwieriger und teurer, der unverminderten Welt-Nachfrage nach Öl gerecht zu werden.

    Zwei Erdölkonzerne fusionieren:
    - der Benzinpreis steigt.
    Der Zusammenschluss ist ein Signal dafür, dass bei den gegenwärtigen Preisen das Überleben einzelner Gesellschaften nicht mehr gewährleistet ist.

    Zwei Erdölkonzerne fusionieren nicht:
    - der Benzinpreis steigt.
    Der von den staatlichen Aufsichtsstellen abgelehnte Zusammenschluss verhindert beträchtliche Rationalisierungs-Vorteile. Die Konsequenzen hat der Konsument zu tragen.

    Quelle: Martin Kapp/Basler Zeitung
     
  2. AdMan

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  3. xuxu

    xuxu 1er-Fanatiker(in)

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    Wie viele dieser Aussagen lächerlich und leider so oft zu hören sind...
     
  4. iBot

    iBot 1er-Fahrer(in)

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    Danke! Ich hab herzlichst gelacht :lol:


    Wobei einem die harte Wahrheit spätestens an der Zapfsäule wieder einholt :evil:
     
  5. Miles

    Miles Guest

    Lachen kann ich darüber nicht!
    Im Gegenteil - soooo`n Hals :groll: bekomm` ich!! :haue:

    Ist ja nichts Neues, dass sich solche Argumente immer zurecht gelegt werden - aufgelistet erkennt man den Nonsens um so besser und könnte es den A....löchern schlichtweg um die Ohren hau`n!

    :brenner:

    Gruß

    Miles
     
  6. M@x

    M@x 1er-Fanatiker(in)

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    Jaja, die bösen Ölmultis... aber jeder von Euch will mit seinem Beruf auch Geld verdienen, oder? Aber wenn andere das tun, am besten noch auf Eure Kosten, dann gehört das verboten.... :roll:

    Die OPEC hat halt einfach Glück - sitzen auf dem Erdöl, feine Sache für die. Das auch die damit (wenns geht viel) Geld verdienen wollen, kann ich irgendwie nachvollziehen.

    Also nicht jammern, an den Gewinnen der bösen Konzerne kann jeder teilhaben, kauft Euch ne Exxon, BP oder Shell-Aktie und freut Euch über die Dividende.

    Der einzige, auf den ich in diesem Spielchen einen Hals habe, ist der Staat.
     
  7. #6 Thomas Crown, 07.04.2008
    Thomas Crown

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    Mensch, M@x, sollten wir mal wieder einer Meinung sein? Aber Du hast Recht, der Deutsche gönnt dem Nachbarn nicht dasselbe Gehalt. Nur er darf Geld verdienen. Und wenn nicht, muss der Staat eingreifen.
    Staat? War da nicht was? Ach ja, Staatsdiktatur und eine deutsche demokratische Republik.
    Wenn die Deustchen nicht immer nach dem Staat rufen würden....
    ....würden sie handeln, nicht jammern.

    @Axxis
    aber es spiegelt genau das wieder, weshalb Vermarktung heutzutage wichtiger ist als Ehrlichkeit. Leider.
    Aber das Thema Abzocke hatten wir ja schon. ;)
     
  8. Miles

    Miles Guest

    Ich finde Eure Einstellung zur Marktwirtschaft generell richtig, aber mir missfallen schlichtweg einige Geschäftsgebaren.

    Das ist dieselbe Richtung, wenn Konzerne Tausende von Mitarbeitern entlassen, um die Rendite zu steigern.
    Natürlich ist das "Marktwirtschaft" und die Anleger geifern nach jedem Cent Gewinnausschüttung.

    Irgendwo sollte eine soziale Verantwortung von Betrieben übernommen werden. Ob eine Firma 7 Mrd. oder 8 Mrd. Euro Gewinn hat, sollte z.B. nicht über Personalabbau "finanziert" werden.

    Die Frage ist doch auch - wir oben beschrieben - ob es wirklich bis zur Schmerzgrenze ausgereizt werden sollt.
    Nein - ich habe diese Einstellung nicht, dass es verboten werden sollte, wenn es auf meine Kosten gehen soll.....
    In Maßen ist das schon in Ordnung. Nur wenn einige Konzerne mit Ihrer Gier "über Leichen" gehen, dann nervt mich das einfach.

    Ich habe auch Angestellte hier im Büro - der "Rendite" wegen könnte ich auch eine ältere Dame entlassen.....! Das bringt mir sicherlich auch einige Euro im Jahr.
    Ich werde es nicht tun, weil es mir mit dieser Angestellten nicht wirklich schlecht geht.

    So - genug soziales Gesabbel.

    Aber alles mit "Marktwirtschaft" zu erklären wird definitv eine "Verrohung" der Gesellschaft mit sich bringen.
    Und wenn TC schreibt, dass Vermarktung wichtiger ist als Ehrlichkeit, dann mag das vielleicht zutreffen - aufregen darüber darf man sich aber trotzdem und es nicht einfach als "ist halt so" hinnehmen!

    Gruß

    Miles
     
  9. M@x

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    Das will ich auch keinem Absprechen - wobei es für mich eher eine logische Randerscheinung ist und die kann ich einigermaßen ignorieren, also was solls. Wen das mehr stört und wer sich da aufregt - bitte, jedem seine Meinung.

    Zum ganzen Rendite/Entlassung/Konzernkram:
    Ich will da keine Diskussion anfangen, aber grundsätzlich sollte man zwei Dinge mal berücksichtigen:
    1.) Es gibt keine "Konzerne" - die Entscheidungen dort Treffen Menschen (und die sind auch nicht aus der fiesen Alienkaste "Manager", sondern waren auf den gleichen Schulen und Unis wie Du und ich) und die Entscheidungen auf den Hauptversammlungen treffen auch Menschen. "Böse Konzerne" sagen viele gerne, zu behaupten, alle Mitarbeiter in diesen Konzernen und alle Aktionäre dieser Konzerne seien "böse" ist entweder absurd oder beseitigt die Grundlage, sich speziell über "Konzerne" und "Multis" aufzuregen.
    2.) Was ein "sozial" angemessener Gewinn ist, ist eine ziemlich schwierige Diskussion. Bei 7 oder 8 Mrd. Euro sagt jeder "ist doch egal, ist beides sooo viel", wenn die Summen kleiner sind, wird das Verständnis plötzlich viel größer. Dabei wird völlig übersehen, welche Massen an Menschen ein Großkonzern mit Arbeit versorgt und welche Massen an Menschen aus den Mrd-Dividenden z.B. ihre private Rente bestreiten, in Deutschland noch weniger in den USA aber z.B. schon. Wir diskutieren in Deutschland über Rentenerhöhungen, ob 0,5 oder 1,1% - wenn Du eine Dividende von 8 auf 7 Mrd. Euro kürzt, dann sind das - 12,5%. Da geht er dann hin, Dein "gieriger Konzern" und daraus werden "gierige Rentner"...

    Ich will in Summe sagen, dass dieses "wir hier unten" / "die bösen da oben" einfach inhaltlich völlig falsch ist - nur weil da ein paar Jungs in einer anderen (evtl. auch unangemessenen, will ich gar nicht diskutieren) Gehaltsliga spielen, sitzen wir doch am Ende vom Tag viel mehr in einem Boot, als viele glauben. Es gibt nur ein "System".
     
  10. #9 Thomas Crown, 07.04.2008
    Thomas Crown

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    @Miles
    sehe ich genauso. Rege mich doch auch über Unehrlichkeiten und Ungerechtigkeiten auf. Aber wenn Du in einem System arbeitest, was ständig mit Vorurteilen zu kämpfen hat, weil alle Halbwissen haben und sich auch bei uns die Zeiten ändern, kämpft man irgendwann gegen Windmühlen, weil Vorurteile und Presse weiter schüren. Da wird man wohl gleichgültiger.
    Wass die Entlassungen angeht, sehe ich das genauso wie Du. Ich könnte sicher 2-3Leute entlassen, damit ich endlich das verdiene,. was die Leute mir andichten, aber dann bin ich nur noch hier, krieche nach ein paar Wochen auf dem Zahnfleisch und der nächste Hörsturz oder gar Herzinfarkt wartet dann schon.
    Das Problem, Miles. Die Leute, die in den Führungsetagen soetwas enscheiden, müssen selbst nicht darben oder wie im Einzelhandel zu unmenschlichen Zeiten arbeiten, weil sie meist nur gutbezahlte Jobs machen. Dort ist 5Tage Streß von 8-20 und ann ZWEI Tage frei. Ein Selbstständiger wie Du und ich ist dauernd gefragt. Frei? Was ist das?
    Die Entscheider entfernen sich automtaisch von der MAsse. Als positives Beispiel sei M@x´Firma erwähnt, ein der wenigen in der Pharmabranche, das noch familiär geführt wird. Und das merkt man auch.
    Aber soviele gibt es nicht davon. Leider.
     
  11. Miles

    Miles Guest

    Und genau aus dem Grund sollte man sich auch entsprechend verhalten! Das scheinen die Verantwortlichen aber nicht zu verinnerlichen - und natürlich sind das "Menschen", die solche Entscheidungen treffen. Um so erschreckender, dass Entscheidungen sich immer mehr am Profit orientieren!

    Ich persönlich halte die Diskussion darüber nicht für inhaltlich völlig falsch!
    "System" hin oder her.
    Dass es auch anders geht, zeigen Firmen wie Trigema - um nur mal eine zu nennen!

    Gruß

    Miles
     
  12. #11 HavannaClub3.0, 07.04.2008
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    abgewandert!
    hatten wir das nicht letztens schonmal? ich wiederhole mich da gerne: deutlich über 50% kassiert der Staat. Klar können die Ölmultis auch mit dem Rest ganz gut leben - aber die fördern das Zeug, raffinieren es und transportieren es bis zur Zapfsäule. Der Staat hält einfach die Hand auf... und fragt noch scheinheilig wie man denn wohl die Kilometerpauschale ab dem 1. Kilometer bezahlen könne... :?
     
  13. Miles

    Miles Guest

    Das habe ich ja auch nicht bestritten.
    Es gibt bei dem Spiel nicht "die Guten" und "die Bösen" - "die Guten" schon gar nicht!
    Der eine ist nicht besser als der andere! :idea:

    Und sicherlich gibt es auch andere Firmen mit völlig anderen Produkten, die keinen Deut besser sind - nur "leider" hat die OPEC nun mal ein Produkt am Start, das nahezu alle betrifft und deswegen fast jeder betroffen ist. Daher "konzentrieren" sich die Antisympathien nun mal....

    Wenn Schmuh mit Milchpulver oder abgelaufenen Medikamenten betrieben wird, dann haben die Betroffenen eine schlechte Lobby - und vielen würde das am Allerwertesten vorbei gehen.

    Aber es soll hier ja nicht zum globalen Rundumschlage ausarten.... :wink:

    Gruß

    Miles
     
  14. AdMan

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  15. M@x

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    Sorry, Björn, aber das ist totaler Kappes. Die Jobs "da oben" sind extrem gut bezahlt, darum beschwert sich keiner, aber die Arbeitszeiten liegen oft locker auf dem Niveau von Selbständigen und drüber. Am Wochenende dann halt nicht im Büro, wo Du trotzdem im Geschäft stehen musst, dafür von zu Hause. Dazu je nach Geschäft brutale Reisezeiten.

    "unmenschliche Zeiten" im Einzelhandel - ne sorry, sehe ich nicht. Mies bezahlt, ok, aber wenn das "unmenschlich" ist, dann arbeitet ein guter Teil der Akademikerwelt unter wesentlich härteren Bedingungen.

    Und bei allem Respekt vor den Selbständigen: Ihr habt Euch das selbst ausgesucht und auch nicht jeder Selbständige arbeitet 100 Stunden die Woche und ist 24/7 im Einsatz. Alles eine Frage der Branche, der Ansprüche, der Organisation und was halt bei raus kommen soll finanziell.
     
  16. #14 Thomas Crown, 07.04.2008
    Thomas Crown

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    Max,

    erstens kenne ich genug, "die da oben" arbeiten. Bin bei jemanden, der so arbeiten muss, auch noch groß geworden (Anm.: mein Vater).
    Ich kenne also die Reisezeiten, Samstage oder Sonntagsstunden. Dafür sind die Gehälter auch eine Entschädigung. Meist ja AT. AT bedeutet aber auch Arbeitszeit AT. Das Einkommen bei vielen Selbstständigen ist nicht höher, eher niedriger.
    Trotzdem ist es noch anders, ein Selbstständiger hat oft genug eine andere Beziehung zum Betrieb, als Angestellter ist man austauschbar, als Chef eben nicht. Ausserdem trägt man noch mehr Verantwortung (Kredite, Mitarbeiter/Angestellte, Wettbewerber, Familie, Bank).
    Desweiteren stehen Angestellten gesetzlich Urlaub zu. Bei uns wären das 31Tage (inkl. Samstag als Arbeitstag). Wann habe ich die jemals gehabt?
    Und nen Urlaub ausbezahlen, wie z.B. bei meinem Vater, kann man sich auch nicht, oder Miles?

    Natürlich hat man sich das ausgesucht, Max, aber diese :shice: Vorurteile, das ewige Kämpfen, der harte Wettbewerb, die Politik, die Bevormundung durch Kassen speziell in meiner Branche, machen selbst dem grössten Idealisten zu schaffen.
    Was dazu kommt, dass das Gro der Deutschen nur das materielle , z.B. nen BMW, Mercedes oder Audi, sieht, aber die Leistungen?? Du bist da eine Ausnahme, nicht jeder ist so gebildet.

    Was diese unmenschlichen Arbeitszeiten angeht, die Verlängerung der ÖZ wurde doch von Schlipsträgern bestimmt, wer steht denn noch selbst da. Mein Center hat die Kernöffnunsgzeiten von 8-22 wieder auf 8.30-20.30 reduziert, nachdem deutschlandweit die Unpraktikabilität für die vielen und im wahrsten Sinne Einzelhändler erkannt wurde. Und wenn Du als Angestellter im EH am Tag 9h auf Arbeit und Deinen Fahrtweg hast, dann gehst Du auch nicht mehr Einkaufen. Das führt wiederum dazu, dass man diese unnötigen Spätöffnungszeiten und Sonntage doch mal nutzt, weil es nicht anders geht. Ein Teufelskreis. Was zum Teufel wollen Oma Müller und Opa Schmidt am Sonntag beim Einkauf im Einkaufszentrum????

    Was die Akademiker angeht, die werden auch ziemlich gut bezahlt, wenn sie angestellt sind. Das sind nicht mal eben 1.200 oder 1600 oder 2000 €, sondern mind. 3500 bis 4000€ (o.k. bei uns mind 2800, da wir die schlechtbezahltesten Universtitätsabsolventen sind, unabhängige Untersuchung aus 2001), je nach Branche auch 5-6´€ :shock:

    Nochmal zu Deinen 24/7 oder 100h. Schlafen sei auch mal erlaubt, oder? :narr: :wink:
     
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