[E8x] Mischbereifungskombinationen und ihre Abrollumfänge

Dieses Thema im Forum "Reifen & Felgen am 1er BMW" wurde erstellt von Dampfkanes, 07.04.2015.

  1. #1 Dampfkanes, 07.04.2015
    Zuletzt bearbeitet: 08.04.2015
    Dampfkanes

    Dampfkanes 1er-Fahrer(in)

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    Hallo,

    da ich neue Sommerreifen benötige, bin ich gerade auf der Suche nach Breitenkombinationen, deren Abrollumfänge nicht zu sehr voneinander abweichen.

    Ich habe mich dazu bisher telefonisch bei Pirelli und bei Continental per eMail erkundigt. Es hat mal mehr und mal weniger Zeit gekostet.

    Da ich nicht der einzige bin, der andere Breiten miteinander kombinieren möchte, dachte ich mir, es wäre gut, wenn es die Infos gesammelt an einem Platz gibt.

    Sollte es kein Interesse an einem solchen Sammelthread geben, dann dreht es sich halt einfach nur um die Klärung, welchen Typ ich denn fahren kann.
    Ansonsten würde ich eure Reifenkombinationen mit in den Startpost aufnehmen.

    Ich fange mal an, mit dem was ich bisher zu Tage gefördert habe.

    1. Kombination
    VA: 225/40 R18 92Y XL
    HA: 245/35 R18 92Y XL
    Hersteller: Continental
    Typ: ContiSportContact 5
    Runflat: nein
    Abrollumfänge:
    VA: 1943 mm
    HA: 1918 mm
    Unterschied: ca. 1,3%
    Eintragung erfolgt?: beim TÜV noch nicht vorstellig gewesen

    ----

    2. Kombination
    VA: 225/40 ZR18 92Y XL
    HA: 245/35 ZR18 92Y XL (MOE-Variante)
    Hersteller: Pirelli
    Typ: P Zero
    Runflat: nein
    Abrollumfänge:
    VA: 1946 mm
    HA: 1920 mm
    Unterschied: ca. 1,30%
    Eintragung erfolgt?: beim TÜV noch nicht vorstellig gewesen

    ----

    3. Kombination
    VA: 225/40 ZR18 92Y XL (Runflat BMW)
    HA: 245/35 ZR18 92Y XL (Runflat BMW)
    Hersteller: Pirelli
    Typ: P Zero
    Runflat: ja
    Abrollumfänge:
    VA: 1921 mm
    HA: 1918 mm
    Unterschied: ca. 0,16%
    Eintragung erfolgt?: beim TÜV noch nicht vorstellig gewesen

    4. Kombination
    VA: 215/40 ZR18 89Y XL
    HA: 245/35 ZR18 92Y XL
    Hersteller: Continental
    Typ: ContiSportContact 5
    Runflat: nein
    Abrollumfänge:
    VA: 1918 mm
    HA: 1918 mm
    Unterschied: 0%
    Eintragung erfolgt?: keine Abweichung, daher bei Eintragung nicht relevant


    Laut dem Felgengutachten (BBS CH-R) darf der Unterschied aber nicht größer als 1% sein. Ist die Angabe korrekt? Oder kommt das DSC mit mehr klar? Wenn ja, wieviel?

    ciao Tom

    P.S. der P Zero als NonRunflat wäre mein Favorit gewesen.
     

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  2. AdMan

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  3. #2 T.B, 08.04.2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.04.2015
    T.B

    T.B Guest

    Wer frägt denn, wenn die Nenngröße vorliegt, beim Hersteller nach den genauen Abrollumfang.
    Man kauft Reifen nach den Maßen 225/40 R18 und fertig.
    Sonst müsste der genaue Abrollumfang ja angegeben sein.
    Dieser ändert sich sowieso je nach Profilstärke.
    Das mit den 1% stimmt auch nicht ganz.

    Der Abrollumfang kann je nach Reifenhersteller Variieren bis zu 1,5% mehr oder 2,5% weniger.
    Wobei die Abweichung des Tachos auch vorgeschrieben ist:
    Der Tacho darf höchstens 7% zu viel und kein km/h zu wenig anzeigen.
    Da alle Reifen das E-Zeichen haben sind diese auch nach ETRTO hergestellt und halten die Toleranz ein.
    Auch steht in deiner angefügten Grafik:
    Hinsichtlich ABS- und ASR -Eignung können wir für diese Reifenkombination keine Aussage treffen.
     
  4. #3 CeterumCenseo, 08.04.2015
    CeterumCenseo

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    Gute Idee!

    Entscheidend ist für die Betrachtungen aber eigentlich nicht der Abrollumfang, den die Reifenhersteller für ihren jeweiligen Reifen angeben/bestätigen, sondern das, was in der Norm steht. Man sieht hier an den wenigen Beispielen ja schon, dass die Werte je nach Hersteller ordentlich unterschiedlich sein können.

    Hier mal die Abrollumfänge nach der Norm:

    225/40 R18: 1943 mm
    245/35 R18: 1919 mm

    Bei einer Abnahme/Begutachtung werden leider durchaus unterschiedlichste Abweichungen nach oben/unten von den Sachverständigen zugelassen. Mit um die 2,5% ist man aber der relativ ziemlich sicheren Seite. Zu beachten ist weiter, dass man die Toleranz natürlich tunlichst auf die jeweils oberen bzw. unterern Grenzwert des Abrollumfangs gem. Fz-Hersteller bezieht; die Werte findet man leider nicht ganz so leicht, oft stehen sie in der EG-Typgenehmigung drin, leider nicht immer.

    Weiter zu beachten sind bei Änderungen natürlich noch die Tachotoleranz (0 km/h nach unten und 10% + 4 km/h nach oben, bezogen auf die tatsächliche Geschwindigkeit). Kommt man über die Tachotoleranz ist das noch kein Beinbruch, es kann aber dazu führen, dass verschiedene Bereifungen dann zu streichen sind. ABS/ESP Eignung waren früher mal ein echtes Thema, mit den modernen ABS/ESP Generationen ist das aber kein Thema mehr, Allrad, wie xDrive kann da viel problematischer sein. Abschließend gibt es dann noch eine 8% Grenze (ich hoffe, der Wert stimmt nach wie vor noch, hab die aktuelle Vorschrift gerade nicht vorlegen) bis zu der gem. EG das Abgasverhalten nicht neu zu prüfen ist. Wenn man über die drüber kommt, wird es richtig teuer.

    So viel zur grauen Theorie. Natürlich wird es immer wieder Sachverständige geben, die sich daran nicht so streng halten oder anders ausgedrückt... nicht wissen (wollen) was sie tun, bzw. noch schlimmer... bewusst weg schauen.
     
  5. #4 Dampfkanes, 08.04.2015
    Dampfkanes

    Dampfkanes 1er-Fahrer(in)

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    @CeterumCenseo
    Warum ist die Angabe der Norm entscheidend?

    Wenn dem so wäre, hätte es ja keine Notwendigkeit, ins Felgengutachten die Auflage reinzuschreiben, das man sich die tatsächlichen Abrollumfänge vom Reifenhersteller bestätigen lassen muss.
    Bei den von Dir genannten Abmessungen darf die Reifenkombination dann schon von Anfang an nicht ins Gutachten mit rein.

    Die beiden Beispiele zum P Zero zeigen ja auch, dass es von Typ zu Typ sehr wohl Unterschiede in den Durchmessern gibt. Obwohl beide Typen eigentlich die gleiche Normbezeichnung haben.

    Auch habe ich es schon erlebt, das sich die Reifen in der Breite unterscheiden, auch obwohl beide z.b. 225/45 R17 gewesen sind.

    Was die Eintragung betrifft, gehe ich momentan ja sowieso vom Worstcase aus:
    Im Felgengutachten steht drin, es ist nicht mehr als 1% zulässig und bei meiner Wunschkombination und Wunschtyp kommt zwischen Vorne und hinten ein Unterschied von 1,3% heraus-> Er trägt es nicht ein.

    Da sich die Reifen an der Hinterachse nicht unterscheiden würden, gehe ich beim Tacho von keiner Abweichung aus.
    Es bleibt somit nur das Thema ABS/ESP.

    ciao Tom

    P.S. ich habe oben eine weiter Kombination ergänzt, was aber letztendlich nur der Serienmischbereifung entspricht
     
  6. Flo95

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    Fährt gefühlt doch das halbe Forum, sollte also keine Probleme geben.
     
  7. Fairy

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    Ich fahre die Variante 2 , also die runflatlosen Pirellis in der MO-Version ... eingetragen ohne Spurplatten in Verbindung mit dem Bilstein B14 ... :nicken:

    Die Eintragung erfolgte ohne die Nennung des Reifenherstellers ...
     
  8. AdMan

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  9. T.B

    T.B Guest

    Da alle in Deutschland zugelassenen Reifen nach der ETRTO-Norm hergestellt sind, liegen alle innerhalb der gesetzlich vorgeschrieben Toleranz.
    Ich wüsste nicht das irgendwo eine Reifenkombination eingetragen wird wo der genaue
    Abrollumfang in den Papieren eingetragen werden. Dann mal viel Spaß beim Reifen suchen.
    Wie Froscherlein schon erwähnte, wird selbst die Reifenmarke nicht eingetragen.
    Gerechnet wird nach der Nennabmessung.
     
  10. #8 CeterumCenseo, 10.04.2015
    CeterumCenseo

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    Um eine einheitliche Basis zu haben auf die man sich beziehen kann. Genau dein Fall zeigt ja, wo das hin führt, wenn man sich nicht dran hält. Toleranzen sind in der Norm mehr als genug drin, daher auch die durchaus nicht gerade geringen Abweichungen.

    Das mit der Auflage im Gutachten habe ich leider übersehen, daher waren meine Ausführungen allgemeiner Natur. Die Auflage halte ich für überholt und insbesondere unzulässig, da eine Fabrikatsbindung nach EG unzulässig ist. Das nationale Recht (StVZO) gab das mal her, das ist aber Vergangenheit. Die Geschichte mit den Abrollumfängen und ABS(ESP) ist aus der Historie bedingt, mit den heutigen ABS/ESP Generationen ist das obsolet, da die Systeme solche Unterschiede aufgrund anderer Funktionsweise heutzutage locker abkönnen. Die Auflage wirst du in anderen ABE/Teilegutachten für die selben Reifengrößen wahrscheinlich auch garnicht finden, insofern lohnt sich der Blick in andere Gutachten, die man dann als "Beweis" bzw. Vergleichsgutachten zur Abnahme ja mitbringen kann.

    Oft stehen solche (m.E. schwachsinnigen) Auflagen auch nur zur reinen Absicherung der Gutachtenerstellers drin, das ist insbesondere oft bei Auflagen der Fall, wo es um die Freigängigkeit/Radabdeckung geht; m.E. ist es aber auch hier beim Abrollumfang der Fall.

    Interessant ist natürlich auch, daß das was beim F20 (inkl. xDrive) Serie zulässig ist, als Nachrüstung beim Vorgänger nicht gehen soll. ;)

    Abschließend noch die Abrollumfänge nach der Norm von den von dir noch ergänzten Reifengrößen:

    215/40 R18 u. 245/35 R18: 1919 mm

    Ein eher seltener Fall bei sog. "Mischbereifung".
     
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Mischbereifungskombinationen und ihre Abrollumfänge

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