Lds-beschichteter Zylinder - wie einfahren?

Diskutiere Lds-beschichteter Zylinder - wie einfahren? im BMW M135i / M235i / M140i / M240i Forum im Bereich Informationen zum 1er und 2er F-Modell ab 2011; Servus hier. Ich habe ein sicher kontroverses Thema: wie fahre ich meinen kommenden m140i ein, der den b58 als Herzstück trägt - der wiederum...

  1. #1 Top-Eagle, 19.02.2017
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    Servus hier.
    Ich habe ein sicher kontroverses Thema: wie fahre ich meinen kommenden m140i ein, der den b58 als Herzstück trägt - der wiederum beschichtete Zylinderwände besitzt.

    Dass das Thema einfachen eh schwer ist, zeigen die vielen threads im net, mit geht es jedoch um den neuen Motor, welcher nochmal eine ganz neue Beschichtungsmethode erhalten hat. Hier bekommt der Zylinder eine 0,3mm dicke Eisenschicht aufgesprüht.

    Dass man normal gegossene Motoren nicht zaghaft einfahren soll, ist inzwischen einigermaßen bekannt (Bildung eines Dritten Körpers ), jetzt die Frage, wie verhält es sich bei solch einer Beschichtung?

    Bei einer dlc-Schicht, wie bei den blue-motion-Motoren muss man erst mal langsam machen.
    Hier denke ich jedoch, abgeleitet aus meinen Studentenzeiten in der Werkstoffkunde, dass es sich bei der Beschichtung von bmw um eine "normale", aber durch das Verfahren deutlich dünnere Eisenschicht handelt, sie somit wieder aktiver eingefahren werden muss (Dritter Körper und so).

    Vielleicht ist ja einer der anwesenden ein Ingenieur mit Spezialisierung Werkstoffkunde/motorenbau (mich hat es nach dem Studium in den Anlagenbau/Verfahrenstechnik verschlagen), und hat da etwas mehr Grundwissen.
     
  2. #2 NoSilentRunning, 20.02.2017
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    Ich kann nur aus Erfahrung mit dem B58 sprechen: Die ersten 200km hat er ziemlich genau 150km/h bei nichtmehr als 2500 1/min verbracht. Bis 1000tkm hat er generell nichtmehr wie 3500 1/min gesehen. Ab 2000km hat er Feuer bekommen, eine Leistungsmessung nach 11tkm ergab dann 370PS und 520 Nm (MPPSK). Die Einfahrweise scheint also"i.O." gewesen zu sein.

    Viel wichtiger als den Motor einzufahren sind aber eigentlich Getriebe und Differential... und daher ist erstmal etwas piano angesagt...
     
  3. #3 Der Jens, 20.02.2017
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    Was ich bei all diesen Theorien zum Thema Einfahren vermisse, sind fundierte Untersuchungen.

    Darunter stelle ich mir vor, daß mam mindestens 3 identische Motoren auf die eine Weise einfährt und 3 weitere dazu identische Motoren auf die andere Weise.
    Und dann mal schauen wie lange die halten und welche Rebungsverluste sie haben.

    Sowas habe ich aber noch nirgends gefunden. Von daher halte ich diese Theorien (so plausibel sie auch klingen) ein Stück weit für Voodoo und fahre weiterhin schonend ein.
     
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  4. Docter

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    weil es in der Praxis keine 3 identischen Motoren gibt. Deswegen gibt es keine solchen Tests, und wenn sind die für die Tonne.
    Das Stichwort lautet statistische Versuchsplanung. Ist dann halt nicht mehr transparent oder leicht verständlich.
     
  5. #5 Der Jens, 20.02.2017
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    Ok, dann nenn es 3 baugleiche Motoren, um die Unterschiede von einem Exemplar zu anderen raus zu filtern.
     
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    Das kannst du auch knicken…
    Der resultierende Effekt kann ja in anderen Parametern liegen, Toleranzen die nichtmal im Detail bekannt sind, und nicht an der "Einfahrprozedur".
    Wenn das Thema so einfach wäre, gäbe es nicht so viel zu diskutieren.
     
  7. #7 Der Jens, 20.02.2017
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    Ok, Du erzählst jetzt aber gerade, daß man den Erfolg oder Mißerfolg solcher Theorien nicht überprüfen kann.
    Damit bleibts dann beim Voodoo ...:icon_cool:
     
  8. #8 Top-Eagle, 20.02.2017
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    Nun ja, es gibt Prüfstände, die Motoren im Betrieb etc betrachten, auch im Tribologiezentrum. In Karlsruhe am Kit wurden diese für alles mögliche genutzt. Um eine statistisch relevante Untersuchung aufzustellen, braucht man aber jeweils viele Motoren, pro Untersuchung sollten es da dann auch min 10, eher 100 sein. Diese dann wiederum einfahren etc ist dann halt aber auch extrem zeit- und kostenaufwändig.
    Einer der Gründe, warum es solche Untersuchungen (statistisch relevant) nicht gibt.

    Und auch Grund, warum ich hier frage ;)
    Dass es eine Gefügeveränderung gibt, ist ja Fakt. Jetzt aber die Frage, wie führt man diese am besten herbei und wie erzeugt man das "praktischste" Gefüge sowie den besten Kraftschluss im Motor?
     
  9. #9 christian8510, 20.02.2017
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    Hast du einen 340i ?
     
  10. #10 Der Jens, 20.02.2017
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    Ok, meine 3 Exemplare waren sehr niedrig angesetzt. Daraus könnte man höchstens eine Tendenz ableiten und entscheiden ob es sich lohnt an der Stelle weiter zu untersuchen.

    Aber zurück zur Gefüge-Veränderung: was nützt es Dir zu wissen, welches Verfahren die beste Gefüge-Veränderung bewirkt, wenn Du nicht weißt, ob diese Gefüge-Veränderung am Ende auch tatsächlich eine längere Laufleistung / eine höhere Motorleistung bewirkt ?

    Das ist dann nutzloses Wissen.

    Darum denke ich, man müßte wirklich den Aufwand einer statistisch aussagefähigen Untersuchung machen, andernfalls verhandeln wir hier die Festigkeit des Siemens-Lufthakens. ;-)
     
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    ja, so ist das bei hochkomplexen Zusammenhängen.
    Sowas lässt sich mit sehr viel Aufwand und Zeit, und viel Invest in sinnvolle Auswertung sicher realisieren, aber das übersteigt die Zeichenzahl dieses Fensters :) Und dann am Ende bleibt immer Interpretationsspielraum.
     
  12. #12 NoSilentRunning, 20.02.2017
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    Ja, siehe Signatur ;)
     
  13. #13 BlackE87, 20.02.2017
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    Dann nimm 10 Motoren, 5 fährt man mit hohen Drehzahlen ein und die anderen 5 werden geschont.

    Wenn dann eine deutliche Tendenz zu erkennen wäre, könnte man schon sagen was besser ist. Nur haben Autohersteller kein Interesse an solchen Tests, deshalb gibt es sie vermutlich auch nicht.
     
  14. Docter

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    sorry, aber das sagt nichts aus...
    Was ist dein Kriterium am Ende des Tests?
    Verschleiß? Gemessen an was?

    Egal wie die Antwort aussieht:
    Da spielen so viele Faktoren rein, das der Einfahrzyklus (wenn denn überhaupt) nur ein Rädchen von über 100 ist.
    Du kannst nicht 10 Motoren identisch bauen, auch keine zwei. Von daher ist jede Aussage wertlos. Der Schaden oder andere Verschleißwert kann an einem der 100 anderen Faktoren liegen.
    Mit statistischer Versuchsplanung kann man die gesuchten Dinge annähernd herausfinden. Dort spielt man gezielt an allen Paramter ein wenig. Ansonsten könntest du ja 100^100 Motoren testen und hast nur eine Aussage mit einem Motor pro Parameter.
    Scheiß Realität :)
     
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  15. #15 Top-Eagle, 08.03.2017
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    Wie hast du denn die Zeit dabei/dahin verbracht?
    Warm fahren, klar ;) Aber danach dann gleich bleibend gleiten (Autobahn) oder eher Lastwechsel mit Krafteinbringung bis zu den Drehzahlen?
    Hast du die Zahlen von deinem Händler?

    Wenn ich meinen bekomme, dachte ich an eine kleine tour nach paris oder so zum Einfahren, da soll alles passen ^^
     
  16. #16 Goodspeed, 08.03.2017
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    Das ist m.M. n. die schlechteste Idee.
    Die Ab da rüber ist meist total frei, da kannst du nach Saarbrücken den Tempomat
    auf 140 stellen und rollen lassen.
    Für Getriebe ( falls das wirklich nötig ist) sicher gut, aber dem Motor tust du damit keinen
    gefallen....außer dir ist es egal wenn er später nicht richtig geht.
     
  17. #17 Top-Eagle, 08.03.2017
    Top-Eagle

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    Eben nicht egal. Die ersten 1000 km dachte ich eh an ein AB-Verbot :D
     
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  18. #1er

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    Ich hatte bei der Rückfahrt nach der Abholung relativ viel Glück, viel Stau, stockender Verkehr und auch mal frei bis 160, denke da sind alle Drehzahlen abgedeckt worden bis 4000 Umdrehungen. Danach ab 1000km ruhig mal etwas drücken Richtung 5000 Umdrehungen, ich persönlich denke nur super schonend einfahren und bis 2000 drehen ist nicht zielführend, direkt volllast aber auch nicht, man sollte die Vorgaben so gut es geht ausreizen und ab 2000km dann Kasalla!
     
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