Korrektes Verhalten bei Unfall

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von andreas0816, 13.03.2013.

  1. #1 andreas0816, 13.03.2013
    andreas0816

    andreas0816 1er-Fahrer(in)

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    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, was Ihr in folgenden Situationen machen würdet:

    1.) Jemand rollt Euch an der Ampel mit 2km/h ins Heck, man sieht aber von außen keinerlei Schäden. Trotzdem Polizei rufen? Ab zur Werkstatt? Oder großzügig sein?

    2.) Ihr touchiert mit Eurem Vollkasko-versicherten Auto auf einem Parkplatz mit der vollen Flanke einen Begrenzungsstein (->hoher Schaden am Auto). Polizei rufen, damit die eigene Versicherung am Ende nicht meckert?

    3.) Ihr fahrt einem stehenden Auto schlichtweg aus Dusseligkeit an der roten Ampel ins Heck. Die Schuldfrage ist somit glasklar. Gebt Ihr ggü. der Polizeit die Schuld zu oder bleibt Ihr stur und macht nur die "Angaben zur Person"? Zahlt Ihr die 35€ Strafe? Man hört ja immer wieder, dass Versicherungen bei Schuldeingeständnissen vor Ort Probleme machen.

    Viele Grüße
    Andreas
     
  2. AdMan

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  3. Admin

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    zu 1 :

    Polizei unnötig - Auto eventuell Prüfen lassen - Fertig

    zu 2 :

    Polizei rufen - ansonsten Unfallflucht

    zu 3 :

    Schuldfrage klar - Polizei unnötig
     
  4. #3 Maulwurfn, 13.03.2013
    Maulwurfn

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    Ganz wichtig: Unfallstelle räumen! Dann kannst du das machen. Ist aber nicht notwendig. Fraglich ist auch, ob sie dann überhaupt kommt. Personalien austauschen, Fotos machen, Zeugen suchen und notieren und später in Ruhe schauen, ob ein Schaden entstanden ist. Es sei du du möchtest, dass der Verursacher verwarnt wird bzw. ein Bußgeld auferlegt bekommt.

    Wenn kein Fremdschaden entstanden ist: Eigentlich auch hier nicht notwenig. Es sei du du möchtest verwarnt werden bzw. ein Bußgeld auferlegt bekommen. Mach Fotos und suche ggf. Zeugen.

    Wenn Fremdschaden entstanden ist: Polizei rufen! Sonst machst du dich wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort Strafbar.

    Das sollte jeder selbst entscheiden. Wenn du die Verwarnung bezahlst ist der Vorteil, dass später nichts mehr diesbezüglich nachkommen kann, das ganze aus polizeilicher Sicht erledigt ist. Wie sich Versicherungen verhalten weiß nicht.

    Was soll man sich auch groß heraus reden, wenn es so eindeutig ist. Ob du etwas sagst, oder nicht, du bist hinten drauf gefahren. Vielleicht sollte man nicht unbedingt sagen, warum (z.B. Alkohol, Handy, Rauchen oder was auch immer. ;)
     
  5. #4 Franklyn, 13.03.2013
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    Zu1:
    Polizei rufen
    nichts sehen heißt nicht, dass nichts ist.
    Die Energie, die ein Auto von ca. 1,5 Tonnen auch bei 2 Km/h erzeugt, muss beim Anprall irgendwo hin bzw. vernichtet werden.
    BMW hat hinter der Heckverkleidung sogenannte Pralldämpfer, die gestaucht werden und richtig teuer sind, daher zur Werkstatt, Verkleidung ab und gucken.

    Zu2:
    Schaden auf jeden Fall melden, da der Begrenzungspfosten-/stein der Stadt gehört und du somit fremdes Eigentum beschädigt hast (wäre sonst Fahrerflucht, ab 1.500 € ist die Karte weg).

    Zu3:
    die Schuld zugeben macht/braucht man nicht, ein Schuldeingeständnis vor Ort ist eh nichts wert und wird auch nicht gerne von der Versicherung des vermeintlichen Verursachers gesehen.
    Wenn du das Verwarngeld nicht bezahlst, kann es teurer werden, wenn sich im Nachhinein deine Schuld herausstellt
     
  6. Admin

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    zu was Polizei - Schuldfrage ist klar - sollte man direkt abklären - Fahrzeug prüfen lassen habe ich erwähnt :wink:
     
  7. #6 Franklyn, 13.03.2013
    Franklyn

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    erstens warst du zu schnell :mrgreen:

    bei allem Respekt, ich würde immer die Polizei holen, da ich jeden Tag mit so 'nem Scheiss zu tun habe!
    Die mosern zwar immer, von wegen Bagatelle und so, wäre mir aber egal.

    Kann meinetwegen aber jeder machen, wie er will
     
  8. voon

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    zu 1:

    Fuer sowas gibts doch Unfallprotokolle, die von beiden Seiten unterschrieben werden ... und da kannste jeden sicht- oder fuehlbaren Defekt ja draufpappen, ebenso die Situation und hergang ... solange du die Unterschrift des anderen drauf hast brauchts da doch keine Polizei?
     
  9. #8 keyser1971, 13.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.2013
    keyser1971

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    Hallo,

    es wurde fast alles schon richtig gesagt. Wenn man sich mit dem Verursacher einig ist reicht der europäische Unfallbericht meistens aus.

    guckst Du hier -----> http://www.versicherung-und-verkehr.de/uploads/media/Europaeischer_Unfallbericht_04.pdf

    Wenn auch nur der geringste Zweifel an der Schuld besteht oder man kein gutes Gefühl bei der Sache hat ist es immer besser die Polizei zu rufen.

    Dies ist besonders dann sinnvoll wenn man befürchten muss eventuell alleine schon aus der Betriebsgefahr des Fahrzeugs heraus eine Mitschuld zu bekommen.

    Bei grösseren Schäden ist die Polizei immer hinzu zu ziehen, darüber hinaus empfehle ich mit der Regulierung einen Anwalt zu beauftragen.

    Seitdem die Versicherer den massiven Kostendruck in der Kfz-Versicherung immer mehr zu spüren bekommen und teilweise tiefrote Zahlen in diesen Sparten schreiben, werden die Schäden ganz gerne mal klein gerechnet. Dies geschieht meist durch vom Versicherer eingeschaltete Schadenmanagement-Firmen deren Vergütungshöhe durch den Versicherer von erzielten Einsparungen abhängen.

    Ich selbst musste nur für den im Gutachten festgestellten Wertverlust nach einem unverschuldeten Unfall einen Anwalt einschalten.

    Gruß
     
  10. mo

    mo 1er-Fahrer(in)

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    In jedem der 3 Fälle die Polizei rufen, dennoch selbst Fotos machen (das haben die Herren in Grün nicht immer so toll drauf). Schuldeingeständnis lieber nicht machen, kann Probleme mit der Versicherung geben, weil man nicht berechtig ist ohne die Aussage der Versicherung eine Versicherungsleistung zuzusagen/abzulehnen.

    Warum ich immer die Polizei rufen würde beruht auf einer persönlichen Erfahrung:

    18-jähriger fährt beim Links-Abbiegen einer Frau hinten rein. Sie wohnen in der gleichen Straße, Eltern kennen sich. Er bittet die Frau auf die Polizei zu verzichten und das privat zu klären, weil er sonst Probleme mit der Probezeit bekommt. Er verspricht alles zu zahlen, war ja auch komplett seine Schuld. Ein paar Wochen später bekommt die Frau Post von seiner Versicherung - sie habe plötzlich ohne zu blinken nach links gezogen, während der Junge sie überholen wollte. Sie solle den Schaden an seinem Auto bezahlen.
    Fazit: Der Prozess läuft seit rund 3 Jahren und es gab schon 2 Gutachten zur Unfallrekonstruktion. Gerichts- und Anwaltskosten dürften so auf 10.000€ rauslaufen. Nur weil sie so nett war...sowas riskiere ich nicht.
     
  11. #10 Franklyn, 13.03.2013
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    da bin ich ja beruhigt!
     
  12. #11 keyser1971, 13.03.2013
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  13. #12 nici356, 13.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.2013
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    !wäre sonst Fahrerflucht, ab 1.500 € ist die Karte weg!

    Also zählt nur der Schaden bzw. dessen Höhe? Wenn ich ner alten Schrottkarre die nur noch 50 Euro wert ist das Heck zersemmel und abhaue ist meine Karte nicht weg. Jajaja. Das hab ich doch sicher falsch verstanden, oder? Oder ich fahre einem hochwertigen Fahrzeug den Aussenspiegel ab und haue ab, Kosten 900 Euro komplett, auch kein FS-Entzug. Glaub ich irgendwie nicht...
     
  14. #13 Maulwurfn, 13.03.2013
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    Der Führerschein ist dann sofort weg. Was später im Verfahren passiert ist eine andere Sache. ;)
     
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  16. #14 Catahecassa, 13.03.2013
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    ja, die Cops freuen sich, wenn Sie wegen Bagatellen immer gleich gerufen werden :D ... Fotos & Unfallbericht bei reinen Sachschäden gegenseitig abzeichnen & wenn der "Unfallgegner" nicht da ist (z.B. geparktes Auto oder Leitplanke o.ä.) und niemand verletzt wird, Polizei informieren und die sollen entscheiden, ob Sie erscheinen wollen oder nicht.

    zu 1.) wenn ich nichts sehe, ist auch nichts kaputt & weiterfahren.
    zu 2.) alles gesagt
    zu 3.) Versicherungsdaten austauschen, Unfallbericht beiderseitig gegenzeichnen, weiterfahren & Schaden der Versicherung melden.

    Cops sind für Sicherheit im Strassenverkehr zuständig und wenn Leib & Leben in Gefahr ist ... nicht zur Kompensation von eigener Dummheit.
     
  17. #15 Franklyn, 13.03.2013
    Franklyn

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    bei Unfallflucht wird meistens ein Gutachten verlangt.
    Wenn die Schadenhöhe 1.500 € übersteigt (egal ob Reparaturschaden oder wirtschaftl. Totalschaden), kann es unangenehm werden.
    Da immer die (Schutz)behauptung ist: "habe ich gar nicht bemerkt", wird der Fall von der Polizei genau untersucht, notfalls mit Rekonstruktion.
    Wenn sich dabei rausstellt, dass man den Unfall hätte merken müssen oder aber man ist an der Unfallstelle auch noch ausgestiegen, wird es schwer zu behaupten, man hätte es nicht bemerkt.
    1.500 € ist ein Richtwert (kann je nach Region etwas abweichen), ab wann der Führerschein in Gefahr ist, kann aber auch schon bei weniger weg sein, wenn man dir eindeutig die Fahrerflucht nachweisen kann.
     
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Korrektes Verhalten bei Unfall

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