Grundstückskauf

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von SuperflyHOF, 17.08.2010.

  1. #1 SuperflyHOF, 17.08.2010
    SuperflyHOF

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    Hallo! :roll:

    Wir haben vor, ein Baugrundstück/Wohnbaugrundstück zu erwerben um darauf in Zukunft auch ein Einfamilienhaus errichten zu können, dass wir selbst bewohnen wollen. Die Zinsen sind ja gerade super, daher kam ich auch auf die Idee....

    Ich hatte bislang mit dem Erwerb von Wohneigentum, Immobilien etc. nichts am Hut und benötige daher ein paar Tipps, vieleicht kann mir hier ja jemand etwas dazu erzählen oder ist aus der entsprechenden Branche. Ich selbst habe hier leider niemanden, der mir zur Seite stehen könnte...

    Fakten:

    Es handelt sich um ein Wohnbaugrundstück zum Preis von X Euro in einer ländlichen Lage.

    Am Grundstück entlang führt eine geteerte Straße, fertiggestellt und laut Gemeinde würden hierfür auch keine Kosten anfallen. Kanal, Wasser, Strom, Telefon sind bereits in das Grundstück gelegt.

    Auf dem Grundstück befindet sich noch eine gemauerte und unterkellerte "Jagdhütte" (lt. Gemeinde keine Baugenehmigung vorhanden). Die Jagdhütte wird als solche nicht mehr genutzt, hat aber nie jemanden gestört. Laut Gemeinde ist auch nicht zu erwarten, dass diese abgerissen werden müsste, da aktuell ohnehin eine Bauvoranfrage gestellt und genehmigt wurde.

    Das Grundstück ist komplett Bauland (laut Katasteramt ist es ein Grundstück, nicht unterteilt), wobei die Erschließungsbeiträge nur für 883 qm bezahlt worden sein sollen, also der Hälfte, auf dem auch die Jagdhütte steht. Der Rest, es sind 967 qm, ist somit unerschlossenes Bauland.

    Laut eines aktuellen Auszugs aus den Bodenrichtwerten der Gemeinde ist zu entnehmen, dass der Richtwert deutlich unter dem liegt, was die/der Verkäufer für das Grundstück verlangen. Zudem berechnet der/die Verkäufer das Grundstück, als wäre es komplett voll erschlossen, was ja eigentlich zumindest bezüglich der Erschließungskosten, die ja nur für einen Teil gezahlt wurden, nichts so sein dürfte.


    Fragen meinerseits:

    1. Wie berechnen sich die Erschließungskosten des Grundstücks? Warum wurde auf der Gemeinde gesagt, dass Erschließungsbeiträge für 883 qm gezahlt wurden wenn das Grundstück doch größer ist? Muss ich da noch mit weiteren Kosten rechnen oder ist das von irgend einem Faktor abhängig? Z. B. wie groß ich baue etc.? Gibt es eine Höchsgrenze die man zahlen muss und dann ist Schluss? Irgend einen Prozentsatz?

    2. Die qm-Preise der Bodenrichtwerte für die Gemeinde sind stark abweichend von denen des Anbieters. Wie könnte ich allgemein argumentieren um den Preis zu drücken, ohne unverschämt zu sein? Auf was könnte ich achten? Im Gesamten gibt es nichts was mich besonders stört, es sind nur Kleinigkeiten die für mich den Preis als nicht gerechtfertigt erscheinen lässt. Die massive "Jagdhütte" z. B. müsste umgebaut (zur Garage) oder abgerissen werden etc. wobei auch ein nicht unerheblicher Renovierungsaufwand auf uns zukommen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 der_haNnes, 17.08.2010
    Zuletzt bearbeitet: 17.08.2010
    der_haNnes

    der_haNnes 1er-Guru

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    1: wieso handelt es sich überhaupt um zwei grundstücke, wenn dir das katasteramt nur ein grundstück ausweisen kann? und wie hat der jetzige besitzer es gedreht nur für einen teil des grundstücks die erschliessungskosten zu zahlen - das geht normalerweise nicht. ich kenne es nur so dass die erschliessungskosten an der gesamtfläche bemessen werden. sie setzen sich (wie der name vermuten lässt :grins:) aus den kosten für die erschliessung des (neu-)baugebietes zusammen, sprich: strassen- und wegebau, ver- und entsorgungsleitungen, kommunikationsleitungen, etc.. einen teil dieser kosten trägt idR die gemeinde selbst, welchen teil und wie sie sich zusammensetzen kannst du bei der entsprechenden gemeinde erfragen.

    2. grundsätzlich kannst du immer verhandeln - viele wittern das grosse geschäft wenn aus dem ehemaligen acker o.ä. auf einmal bauland wird. die bodenrichtwerte (sofern aktuell) sind hierbei ein guter orientierungspunkt (und auch ein gutes argument). weitere wären für mich hierbei auch die kosten für den abbruch der jagdhütte (im schlimmsten fall zB aufgrund einer abbruchverfügung durch die bauaufsichtsbehörde) und das "nachzahlen" der ausstehenden erschliessungskosten.

    wo liegt denn der m²-preis? kannst ja auch per PN antworten. wenn es sich wirklich um ein neubaugebiet im ländlichen bereich handelt sollte irgendwas zwischen 50-100€ imho in ordnung sein... je nach genauerer lage etc.
     
  4. Thomas

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    Zur Frage wie ein Grundstück nur teilerschlossen sein kann: Gerade in ländlichen Gegenden kann es durchaus sein, das zwei Grundstücke gekauft (gern auch zeitlich getrennt) und zusammengeführt wurden. Davor wurde eines halt erschlossen, das andere nicht.
     
  5. #4 der_haNnes, 18.08.2010
    der_haNnes

    der_haNnes 1er-Guru

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    da die strasse wohl grade "fertiggestellt" wurde bin ich von einem neubaugebiet ausgegangen - da sollte das dann nicht der fall sein. zumindest hab ich es so verstanden, steht aber nicht explizit da.
     
  6. AdMan

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