Frage zur Wirkungsweise eines größeren Ladeluftkühlers

Diskutiere Frage zur Wirkungsweise eines größeren Ladeluftkühlers im BMW 1er M Coupé Forum im Bereich Informationen zu M-Modellen; Hallo liebes Forum, nachdem der kleine M im März bestellt wurde ist er im November angekommen, ich bin nur leider zur Zeit in Japan. Die...

  1. Pyrus

    Pyrus 1er-Interessent(in)

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    Hallo liebes Forum,


    nachdem der kleine M im März bestellt wurde ist er im November angekommen, ich bin nur leider zur Zeit in Japan. Die Vorfreude ist kaum noch auszuhalten, in gut einer Woche fliege ich zurück :aufgeregt:
    Ich habe eine Frage bezüglich eines größeren Ladeluftkühlers. Am besten schreibe ich einfach, was ich glaube zu wissen und ihr korrigiert mich bitte falls irgendetwas nicht stimmt.


    Der Einser M und alle N54 haben recht kleine Turbolader, die durch ihre Größe fast augenblicklich auf Gasbefehle reagieren und so das Turboloch minimieren. Bei höheren Drehzahlen jedoch reichen die mechanischen Teile (Turbolader, LLK) nicht aus, um eine stetig ansteigende Leistung a la M3 zu realisieren. Eine lineare Leistungsentfaltung wurde also durch kleine Turbos für besseres Ansprechverhalten und Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich geopfert.


    Der Einbau eines größeren Ladeluftkühlers führt zu verzögertem Ansprechverhalten, aber zu auch zu höherem Luftvolumen bei höheren Drehzahlen und deshalb zu mehr Leistung. Die Motorencharakteristik verschiebt sich also zu der eines klassischen Turbomotors, mit Turboloch, härter einsetzender und höherer Leistung. Stimmt das alles?


    Ich frage, weil der Einbau eines Performance Power Kits (Chip, LLK) bei meinem 120d FL die Motorcharakteristik komplett verändert hat. Vorher fiel die Leistung spürbar bei 3500 u/min ab, danach wurde die Leistung deutlich linearer mit einem Extrakick bei genau dieser Drehzahl abgegeben. Bei einer Probefahrt des Einser Ms im Rahmen der M-Tour fiel mir auf, dass die Leistung über 6000 u/min zwar nicht abfällt, aber auch nicht fühlbar steigt. Ich empfinde dieses Leistungsplateau als unsportlich. Kann diese Charakteristik mit einem größeren Ladeluftkühler verbessert werden oder ist dazu auch eine angepasste Motorabstimmung (Tune) nötig?


    Danke und viel Spaß beim Fahren!
     
  2. #2 reihensechszyli, 12.12.2011
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    ein grösserer Llk. macht sich super im 1er m coupe. Mehr und deutlich kühlere Ansaugluft. Mehr Sauerstoffgehalt folglich eine thermische Entlastung durch die bessere Verdichtung, schöner Nebeneffekt daraus resultierend ist ein mehr an Leistung/Drehmoment.:wink::nod:
     
  3. BoToXx

    BoToXx 1er-Liebhaber(in)

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    Wenn ich mir einen größen LLK einbauen lasse, aber vorerst keine Kennfeldoptimierung vornehmen will, muss ich dann noch irgendetwas anderes verstellen oder anpassen lassen? Oder ist das nur LLK rein und gut ist?
     
  4. Cris

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    LLK rein und gut. was anderes kannst du nicht verstellen......
     
  5. #5 Horst II, 12.12.2011
    Horst II

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    Hi Pyrus,
    obiges stimmt nicht so ganz.
    Der größere Ladeluftkühler sorgt primär dafür, dass bei hohen Aussentemperaturen (und dadurch auch höheren Temperaturen der durch den Turbolader verdichteten Luft) die angesaugte/eingespresste Luftmasse (... MASSE) konstant gehalten werden kann. (Die Luftmasse ist im 1. Ansatz proportional dem Luftvolumen und der Lufttemperatur.). Die Luftmasse ist wiederum dass, was letztendlich für die Leistung (bzw. Drehmoment) sorgt, da entsprechend der Luftmasse anteilig Kraftsoff eingespritzt wird. Weniger Luftmasse => weniger eingespritzter Kraftstoff => weniger Bumm, weniger Leistung.
    Da bei heutigen Turbolader-Motoren das Drehmoment geregelt wird (oder auch nur gesteuert), erreicht man allein mit einem größerem Ladeluftkühler keinen (kaum) Drehmoment- bzw. Leistungszuwachs.
    Zum Verständnis (ganz, ganz trivial dargestellt ...). Die Motorsteuerung stellt eine zu große angesaugte Luftmasse fest (zu groß gegenüber der zuständigen Motorkennlinien(Luftmassenkennlinien) im aktuellen Betriebszustand. Die Motorstuerung regelt die Drehzahl vom Turbolader herunter (durch "mehr" Vorbeileiten von Abgass an dem Turbolader). Dadruch sinkt die angesaugte Luftmasse wieder auf den Wert wie er zu der Motorkennlinie/Betriebszustand passt/vorgesehen ist => nichts mit Leistungserhöhung trotz kühlerer Luft.

    Die gering verzögerte Gasannnahme bei Lastwechsel/Gasgeben ist leider ein kaum zu vermeidender unangenehmer Nebeneffekt. Die Betonung liegt dabei auf "gering". Wenn man das Ganze bzgl. der Volumenerhöhung des Ladeluftkühlers nicht übertreibt, hält sich der Einfluss auf das Turboloch in Grenzen. Das klassische Turboloch entsteht ausschliesslich durch die Reaktionszeit (Einschwingzeit) des Turboladers auf höhere Drehzahlen bei Erhöhung des Massenzuflusses.

    Gruss
    Horst

    PS:
    Zu meiner Person: Ich hatte das sehr, sehr große Vergnügen, als nicht Maschinenbauer (ich war damals Regelungstechniker bzw. Dipl.-Ing.) eine Turbolader-Regelung per Mikroelektronik entwickeln zu dürfen (Theorie und Praxis am Motorprüfstand). Das war zwar "kurz nachem Krieg", aber Physik bleibt halt Physik (auch wenn neuere Technologien erstaunliche Fortschritte erlauben ...).
     
  6. #6 reihensechszyli, 12.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 12.12.2011
    reihensechszyli

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    Die Grundrichtung der technischen Regeln ist auch heute noch für alle Ingenieure ähnlich- nur das heut zu Tage viel mehr Digitalisierung dazu kommt.:wink:

    Gerade erst gelesen, die Leistung wird bei einem grösseren Llk nicht runtergeregelt, um es zu vereinfach ist das beste Beispiel der Pp Llk vom 20d, sowie weitere Bauteile aus der Applikation. Tests haben auf Serienmotoren gezeigt dass die absolute Leistung und das Drehmoment ansteigt, und vorallem etwaige Löcher gefüllt werden, da sprechen wir dann stellenweise von einem Leistungplus von deutlicher mehr als 10 Ps sowie ungefähr das gleiche an Nm.

    Es ist also nicht richtig dass die Seriensteuerung rein auf den serien Llk. appliziert ist und mehr Leistung nicht freigegeben werden kann!

    Viele Grüsse,
    Marcel

     
  7. Fülli

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    KF_KUEHLPIMX
    Kennfeld Leistungsreduzierung über Tmot und Töl

    Zum Beispiel für Wasser und Öl Temp ...
     
  8. Fülli

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    und Ansaugluft
    KF_FRFMXTALD

    Drehzahl / temperatur !

    ab 100 grad Ansaugluft wird zurück geregelt in der Serie ...
    und noch bei 0 - 15 Grad Ansaugluft ....
     
  9. #9 Horst II, 12.12.2011
    Horst II

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    @Reihen...
    Wenn das Drehmoment nicht eingeregelt, sondern eingesteuert wird (nach Kennlinie), dann ist mit geringer Drehmoment-/Leistungssteigerungen zu rechnen. Bsp. "Deine" 10 PS z.B. beim 1 er M sind ca. 3 % Leistungssteigerung. Davon reden wir doch nicht oder?

    Gruß
    Horst
     
  10. #10 reihensechszyli, 12.12.2011
    reihensechszyli

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    Dann lügen Prüfstände oder wie?:wink::lol
     
  11. #11 alpinweisser_120d, 13.12.2011
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    die lps sind doch ohnehin hexenwerk!!! genauso wie die 120d ppkit von marcel :)
     
  12. #12 Horst II, 13.12.2011
    Horst II

    Horst II 1er-Fahrer(in)

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    @Reihen ...
    Mein Aussagen gelten allein für aktuelle Turbo-Benziner. Redest Du auch von Turbo-Benzinern? Bei Dieseln sieht das grundsätzlich anders aus wie wir wissen.


    Gruß
    Horst
     
  13. Nikko

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    wie wirkt sich in der praxis ein anderer llk auf den 1er M aus?

    ist gasannamhe träger im unteren drehzahlbereich, dafür obenrum spritziger bzw. drehfreudiger oder wie?
     
  14. VO 1M

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    Ich habe den Wagner LLK, und merke keinen negative Einfluss von dem LLK.
     
  15. #15 Alpina_B3_Lux, 14.12.2011
    Alpina_B3_Lux

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    Ich habe einen LLK von Code3 Performance (identisch mit dem Dinan LLK) und habe keinerlei negative Auswirkungen diesbezüglich feststellen können.

    Alpina_B3_Lux
     
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