Finanzierung oder Leasing?

Dieses Thema im Forum "Finanzielles & Absicherung" wurde erstellt von Overclocker, 17.01.2009.

  1. #1 Overclocker, 17.01.2009
    Overclocker

    Overclocker 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    12.01.2009
    Beiträge:
    143
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern
    Hi,

    also folgendes. Möchte mir die nächsten Monate einen FL 118D kaufen.
    Preislich möchte ich um die 15000 bis sagen wir mal 18000 für einen gebrauchten ausgeben.

    Jetzt stellt sich für mich die Frage bzgl. Leasing.
    Im Forum habe ich schon diverse Themen gefunden, wo andere User ähnliche Fragen haben.
    Man sollte den Wertverlust ausrechnen um zu sehen, ob Leasing für eine gewisse Zeit sogar billiger kommt.

    Doch da kommt für mich die Frage: Wie kann ich einen Wertverlust ausrechnen? Wenn ich z. B. sehen will, wieviel das Auto in 2 Jahren verlieren wird (ich kann ja nicht hellsehen wann neue Modelle kommen oder was mit anderen Faktoren ist)?

    Was meint ihr? Was würdet ihr mir vorschlagen?

    Was mich vom Leasing einfach abschreckt ist die Tatsache, dass man Geld für ein Auto bezahlt und zum Schluss ist man schon ein paar Tausender ärmer aber hat am Ende kein Auto mehr.

    Könnt ihr mir tipps geben?

    Danke und Gruß
     
  2. AdMan

    Schau mal hier: (hier klicken). Dort gibt es vieles für den 1er.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 luetschi3210, 17.01.2009
    luetschi3210

    luetschi3210 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    17.04.2008
    Beiträge:
    255
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    bei Berlin
    Hallo!

    Wie lange willst du den Wagen fahren? Wirklich nicht länger als drei Jahre? Dann würde ich fast zum Neuwagen-Leasing raten, würde vermutlich nicht viel mehr kosten.

    Oder willst Du ihn jetzt leasen und danach kaufen? Davon kann man meistens eher abraten. In jedem Fall musst du konkrete Angebote vorlegen, damit du eine konkrete Empfehlung bekommst.

    Dass man sich davon abschrecken lässt, dass man für ein Auto bezahlt was man nach 3 Jahren abgibt, ist verständlich, aber eigentlich auch Schwachsinn. Wenn Du eine Wohnung mietest, wird sie auch nicht dein Eigentum. Und wenn du ein Auto kaufst und es nach 3 Jahren wieder verkaufst hast du auch nen Wertverlust....


    MFG
     
  4. #3 Overclocker, 17.01.2009
    Overclocker

    Overclocker 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    12.01.2009
    Beiträge:
    143
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern
    da ich jetzt nen golf v fahre wollte ich mir jetzt einen schönen 1er bmw holen und den dann schon länger fahren.

    eventuell auch länger als 3 jahre ja.

    aber wenn ich jetzt andere angebote vergleiche sind das in 3 jahren gut aus 12 000 euro die weg sind

    wenn ich allerdings jetzt einen gebrauchten kaufe, und den auch 3 jahre fahre, dann verliert er doch niemals 12 000 euro (hoff ich zumindest), oder irre ich mich hier?

    edit:ok ja versicherung/steuern fällt ja dann auch weg glaub ich, also nicht ganz 12 000, aber auf 3 jahre sind das dann grob 9 000 euro was der wagen an wert verlieren müsste um mit dem leasing gleichzuziehen. verliert er mehr wäre leasing billiger. aber wie rechne ich den wertverlust aus?
     
  5. #4 bomplex, 18.01.2009
    bomplex

    bomplex 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    22.12.2008
    Beiträge:
    191
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Paderborn
    Fahrzeugtyp:
    120d
    Motorisierung:
    120d
    Modell:
    Hatch (F21)
    Baujahr:
    03/2014
    ich hab jetzt auch keine glaskugel, jedoch würd ich mal schätzen, das du in 3 jahren wohl mit 50% wertverlust rechnen musst. kommt natürlich auch darauf an, wieviele und welche extras du mit dazukaufst. extras, die keiner braucht fallen noch stärker im preis als der rest des autos.
     
  6. #5 luetschi3210, 18.01.2009
    luetschi3210

    luetschi3210 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    17.04.2008
    Beiträge:
    255
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    bei Berlin
    Hallo!

    In der Preisregion bekommt man ja nur FL-Modelle mit relativ wenig Ausstattung oder sehr vielen KM. Ich tippe mal, dass die Fahrzeuge so ca. 27.000 € LP haben dürften. Die bekommst Du mit etwas Glück für 250 € im Monat bei 0 Anz. und 10.000 km p.a. (Leasing)

    Das macht 9000 € in drei Jahren. Dafür hast Du einen Neuwagen nach deinen Wünschen.

    Ansonsten kannst du ja mal ein bisschen suchen, was es an Gebrauchten so gibt. Hier ein Beispiel:

    http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/s...ileage=30000&customerIdsAsString=&tabNumber=3

    (Leasing ist hierbei wohl nur über 24 Monate)

    Ob die Finanzierung sinnvoll ist oder nicht, kann man pauschal echt nicht sagen. Ohne indiskret sein zu wollen, wieviel kannst/willst du denn anzahlen? Davon hängt ja letztlich ab, was an Zinsen auf Dich zukommt.

    MFG
     
  7. #6 Overclocker, 18.01.2009
    Overclocker

    Overclocker 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    12.01.2009
    Beiträge:
    143
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern
    anzahlen könnte ich sofort 10 000 bis 12 000 euro das wäre kein problem, müsste halt nur meinen golf verkaufen..

    aber meint ihr z.b. mit dem suchergebnis von luetschi3210 würde ich weniger verlust machen?

    gut ich hab schon auch ein wenig was vor mit dem auto, d. h. wenn ich mir einen leasen möchte würde ich schon M Packet nehmen und ein bisschen mehr reinkaufen als ich bei nem gebrauchten kriege.

    bei dem gebrauchten müsste ich halt dann noch etwas "tuning" reinstecken, d. h. schürzen, interieur anstatt die silbernen leisten mit carbon überziehen etc.
    also ganz standard wird das auto nicht bleiben, wenn es ein gebrauchter wird. den leasing könnte ich mir dann schon so bestellen wie ich ihn möchte,hab halt dann nen guten wertverlust :(

    das echt keine leichte entscheidung aber ich danke euch schonmal für eure beiträge, echt super wie einem hier geholfen wird
     
  8. #7 luetschi3210, 18.01.2009
    luetschi3210

    luetschi3210 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    17.04.2008
    Beiträge:
    255
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    bei Berlin
    Hey,

    wenn Du 10-12k anzahlen könntest würde sich m.E.n. eine Finanzierung schon anbieten. Der Anteil den Du dann noch finanzieren müsstest, wäre ja denn nicht mehr so hoch, was ja dann auch heißt, dass Du nicht so viel Zinsen zahlen müsstest.

    Wenn Du spezielle Wünsche an Sonderausstattungen hast, wäre mein Rat an Dich, ruhig mal nen Neuwagen mit Leasing (am besten ohne Anzahlung!) rechnen zu lassen UND nach Finanzierungsangeboten für Gebrauchte zu fragen.

    Wenn es schon Richtung Tuning geht, solltest Du einen Gebrauchten finanzieren, denn dann gibts keine Probleme bei der Rückgabe. Geleaste Wagen sollte man i.A. nicht zu stark tunen, sonst gibts eventl. Probleme bei der Rückgabe...

    MFG
     
  9. #8 Overclocker, 18.01.2009
    Overclocker

    Overclocker 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    12.01.2009
    Beiträge:
    143
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern
    ok super danke für deine hilfe, hat mir schonmal was gebracht :)

    tuning mein ich auch nur optische sachen, d. h. spoiler,front,heck, interieur mit carbon überziehen (silberne leisten) etc..

    aber werde die woche zu nem bmw autohaus in regensburg gehen und mir ein paar vergleichsangebote machen lassen

    danke schonmal
     
  10. #9 LightingMcQueen, 18.01.2009
    LightingMcQueen

    LightingMcQueen 1er-Liebhaber(in)

    Dabei seit:
    05.04.2008
    Beiträge:
    1.096
    Zustimmungen:
    0
    Fahrzeugtyp:
    118d
    27 000 LP zu 250 Euro bei 0 Euro Anzahlung halte ich nicht für sehr verbreitet...

    wo soll den der Rest des Wertverlustes bleiben ? Bei den Lehmann-Brothers?

    @ Overclocker :

    Deine Frage hat 2 Dimensionen: Wirtschaftliche und Psychologische...

    1. Finanzielle

    Ein Auto verliert Wert. Dieser Verlust ist zu Beginn am Größten und nimmt dann nicht linear ab.

    Hier mal zur Anschauung ein paar Grobwerte:

    NP o km 30 000 Euro
    1J 20 000 km 20 000 - 23 000 Euro
    2J 40 000 km 17 500 - 19 500 Euro
    3J 60 000 km 14 500 - 17 000 Euro

    Dabei muss man von folgendem ausgehen: Sonderausstattung hat keinen realen Anteil. Es gibt nur beliebte und somit verkaufssteigernde und unbeliebte, also quasi wertlose Sonderausstattung. Der Anteil des Neupreises, den Sonderausstattungen bilden haben nach 3 Jahren noch einen Wert von 30% (egal wie teuer die Teile neu oder als Ersatzteil sind!)

    Insbesondere diese Tatsache verstärkt den Wertverlust eines Autos drastisch:

    1er LP 25 000 Euro Sonderausstattung 7000 Euro

    Wertverlust Auto in 3 Jahren:

    12500 Euro + 4900 Euro = 17 500 Euro

    Restwert = 14600 Euro

    Außerdem gilt:

    Ein Hauptfaktor ist das Alter, da der Zustand nach statistischen Werten errechnet wird - Realzustand gibt nur einen kleinen Ausschlag.
    Leider ist es üblich, das Pflege nicht honoriert, Abnutzung aber hart gewichtet wird!
    Ebenso fallen weniger Km deutlich weniger "positiv" in die Wichtung als die negative Auswirkung auf den Restwert wenn mehr als üblich Km auf dem Auto sind.


    Da man erst einmal die "Risiko-Zuweisung" klären muss (siehe auch 2.):

    Beim Leasing übernimmt der Händler durch die "Rücknahme"-Garantie das Risiko, das Auto nach Ablauf der Laufzeit irgendwie zu veräußern.
    Defacto gehört es erst der BMW-Leasing-AG und dann dem Händler, der sich zu einem Ankauf verpflichtet. Der Leasing-Nehmer hat also damit erstmal nichts zu tun.

    Deshalb wird dafür gesorgt, dass weder die BMW-Leasing, noch der Händler daraufzahlen - die Zeche zahlt der Leasing-Nehmer...

    ... kann es zu Verschiebungen kommen, wenn z.B. BMW die Nachfrage nach Neufahrzeugen so subventioniert oder der Händler (die Händlerkette) durch begrenzte Kontigente auf Stückzahlen im Verkauf kommen will. Beides ist also eher marktstrategischer Natur und führt zu Aktionsangeboten, wie z.B. den sehr günstigen 116i (Black and White usw.).

    ABER:

    Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sich BMW oder Händler hier zu weit aus dem Fenster lehnen! Somit ist die Kalkulation meist so, dass man den Wertverlust + X zahlen muss - egal ob mit Anzahlung oder ohne. Bei dem Mehrpreis= Mehrverlust für den Leasing-Nehmer müssen sich Händler und BMW, die wohl immer am längeren Hebel sitzen einigen.

    Ein LEASING mit einem Kostenanteil der unter dem günstigsten Wertverlust liegt halte ich deshalb für sehr unwahrscheinlich (lässt man genannte Sonder-Kondigente außer acht, die meist einzelne Händler oder einzelne Modelle betreffen)!

    Besonders negativ: Ändern sich äußere Faktoren wie z.B. Mehrwertsteuer o.ä. gibt dies die Leasing-AG unverblümt weiter ...

    Die BMW-Leasing-AG hat eine klare Zielsetzung: Neuzulassungen "zu produzieren".

    Dennoch ist gerade der Händler im seltensten Fall an einem Draufzahlen interessiert. Außerdem legt er den Preis fest, für den er dir das Auto zum wirklichen Kauf anbietet. Hier kann man durch aus extrem negative Überraschungen erleben!


    In dieser Hinsicht haben BMW-Niederlassungen einen deutlich besseren Ruf, da diese von BMW betrieben, ebenfalls als Priorität den Verkauf von Neufahrzeugen haben. Bei Hersteller-Billanzen (Börse und Co.) gelten nur Neuzulassungen...

    Bei der Finanzierung erwirbt man das Auto und gibt es zur gleichen Zeit als Pfand. Hier interessiert sich aber weder der Händler noch die Bank, was mit dem Auto ist oder nach abgeschlossener Finanzierung passiert. Die Bank wird aber dafür sorgen, dass sie ihr Geld inkl. Zinsen bekommt. Also wird sie kalkulieren, wie kreditwürdig der Käufer ist und wieviel das Auto im ungünstigsten Fall wert ist.



    2. Psychologische

    Beim Leasing mietest du das Auto und zahlst quasi die Abnutzung und den Wertverlust. Es gehört nicht dir sondern wird dir nur zur Verfügung gestellt.

    Man kann sich einreden: "Das Geld, dass es mich kostet hätte ich auch bei einem Barkauf verloren".

    Bei einer Finanzierung, gehört das Auto dir und du hast einen Schuldbetrag, für den dein Auto als Sicherheit dient.

    Man kann sich sagen "Das ist mein Auto und die bekommen noch Geld vom mir..."
     
  11. #10 Overclocker, 18.01.2009
    Overclocker

    Overclocker 1er-Fahrer(in)

    Dabei seit:
    12.01.2009
    Beiträge:
    143
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern
    hey,

    WOW, das nenn ich mal ne super erklärung :)

    dank dir, da hast du wirklich alles schön ausführlich aufgezählt und jetzt bin ich auch ne nummer schlauer geworden :)

    einfach ein super forum :!:


    dankeschön :)
     
  12. #11 M to the x, 18.01.2009
    M to the x

    M to the x 1er-Fanatiker(in)

    Dabei seit:
    27.05.2008
    Beiträge:
    4.699
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Frankfurt am Main
    Aber 199 Euro / Monat bei 23.000 bis 25.000 LP gabs / gibts an jeder Ecke - das macht jetzt nicht wirklich Sinn, dass 27.000 zu 250 Euro nicht gehen soll...

    Ist "NP" bei Dir jetzt LP oder gezahlter Preis, also "Marktpreis"?

    Was soll da jetzt passieren? MwSt hoch auf 20%, gut dann steigt die Leasingrate um 2 oder 3 Euro im Monat... schrecklich....


    Bei allen Rechnungen darfst Du übrigens nie vergessen, das Leasinggeber und Leasingnehmer völlig verschiedene Bemessungsgrundlagen haben, auf die sie ihre Zinskomponente und ihren Wertverlust berechnen - für einen 1er mit 30.000 LP mußte Du also Privatmann ca. 25.000 Euro also Zinsbasis für einen Vergleich rechnen, BMW nur irgendwo zwischen 12.000 und 16.000 Euro.
     
  13. #12 LightingMcQueen, 18.01.2009
    LightingMcQueen

    LightingMcQueen 1er-Liebhaber(in)

    Dabei seit:
    05.04.2008
    Beiträge:
    1.096
    Zustimmungen:
    0
    Fahrzeugtyp:
    118d
    ... aber nur bei speziellen Angeboten: entweder vorbestellten Kontigenten, wie z.B. 50 116i in Uni mit Advantage-Paket...

    Wenn man den Standard-Kalkulator von BMW-FS verwendet heult man bei 27 000 Euro. ... erst recht ohne Anzahlung! :shock:

    LP ... aber es soll nur ein grob kalkuliertes Beispiel sein...

    BMW-FS gibt z.B. die Änderung auf den Gesamtpreis z.B. 30 000 Euro weiter ! ... nicht nur auf die Rate.

    Da kommen schnell einige Hundert Euro zusammen...

    Wenn BMW nur 12 000 oder 16 000 verwenden würde, wären die Preise viel niedriger... sind sie aber nicht.
     
  14. #13 LightingMcQueen, 18.01.2009
    LightingMcQueen

    LightingMcQueen 1er-Liebhaber(in)

    Dabei seit:
    05.04.2008
    Beiträge:
    1.096
    Zustimmungen:
    0
    Fahrzeugtyp:
    118d
    hier noch was von der SZ

    "


    "Etwa 70 Prozent aller Neuwagen sind fremdfinanziert. Mal komplett, mal auch nur zum Teil", sagt Michael Nischalke, Projektleiter bei der Stiftung Warentest in Berlin. Doch jeder Käufer sollte die Vor- und Nachteile abwägen.

    "Erst mal auf bar machen"

    Beim ersten Gespräch mit dem Autoverkäufer ist es unklug, das Thema Ratenzahlung ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. "Man sollte zunächst immer als Bar-Käufer auftreten", rät ADAC-Juristin Katrin Stroech aus München. "In dieser Situation lässt sich der Kaufpreis besser verhandeln." Ist die Summe geschrumpft, kann das Thema Finanzierung oder Leasing auf den Tisch gebracht werden.

    "Man muss sich klar sein, ob man Eigentum erwerben möchte oder einfach einen fahrbaren Untersatz haben will", so Stroech. Wer least, bezahlt die Raten für die Nutzung. Er ist und wird aber im Gegensatz zu Finanzierern in der Regel nicht Eigentümer des Wagens.

    Leasing-Probleme

    Grundsätzlich können sowohl die Finanzierung als auch das Leasing interessant sein, meint Frank Bonifer, Leiter Versicherungen und Service beim Automobilclub von Deutschland in Frankfurt/Main. "Leasing kann Vorteile haben, wenn es vor allem um eine geringe monatliche Belastung geht." Denn beim Leasing wird mit günstigen Monatsraten geworben. Das eigentliche Problem zeigt sich laut Michael Nischalke am Ende der Laufzeit: "Dann steht man ohne Fahrzeug da."

    Ohnehin haben gerade Probleme am Ende der Leasing-Zeit für den teils schlechten Ruf dieser Variante gesorgt. "Besonders durch das Restwert-Leasing ist Leasing in Verruf gekommen", erklärt Frank Bonifer. Laut Juristin Katrin Stroech bedeutet Restwert-Leasing nämlich, dass der Leasingnehmer den vereinbarten Restwert des Autos garantiert. Ist der Restwert geringer, muss er die Differenz zahlen.

    Kilometer-Leasing entscheidend

    "Es ist daher entscheidend, einen Vertrag über Kilometer-Leasing abzuschließen", rät Bonifer. Hier werden die Leasingraten laut ADAC ohne Restwertrisiko auf Basis einer bestimmten Gesamtkilometerleistung berechnet. Allerdings kann es trotzdem zu Nachzahlungen kommen. Denn der Leasingnehmer haftet bei Vertragsende für Schäden, die über eine altersbedingte Abnutzung hinausgehen.

    Solche Auseinandersetzungen sind bei der Finanzierung ausgeschlossen. Schließlich geht es hier darum, so lange Raten zu zahlen, bis der Kaufpreis abbezahlt ist. Bleibt die Frage, wo und wie finanziert werden soll - bei der Bank des Autoherstellers oder der Hausbank. "Wird das Auto über die Herstellerbank finanziert, dann wird es oft auch weniger Nachlässe beim Preis geben", erklärt Michael Nischalke.

    Finanzierung: über eigene oder Herstellerbank

    Es ist dann eine Rechenaufgabe, herauszufinden, was billiger ist: den höheren Preis über die Herstellerbank mit deren oft niedrigem Zinssatz zu finanzieren - oder zunächst als Barkäufer den Preis des Wagens herunterzuhandeln und die Summe über die Hausbank zum vielleicht höheren Zinssatz zu finanzieren.

    Fällt die Entscheidung zwischen Finanzierung oder Leasing schwer, bietet sich die Drei-Wege-Finanzierung an. Grundsätzlich wird hier zunächst eine Anzahlung geleistet, dann werden über einen vereinbarten Zeitraum die Raten gezahlt. Am Ende kann der Kunde sich entscheiden, ob er den Wagen durch Zahlung einer - recht hohen - Schlussrate kauft, ob er diese Summe durch eine Anschlussfinanzierung begleicht oder ob er den Wagen zurückgibt."

    Gerade der letzte Punkt ist wohl eine sinnvolle Wahl - die zum einen geringe Monatsraten ermöglicht und zum anderen die "Flexibilität" des Leasings bewahrt: Abgeben (Rücknahme vereinbaren!), kaufen, weiterfinanzieren ...
     
  15. AdMan

    Schau dir mal den passenden Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14 LightingMcQueen, 18.01.2009
    LightingMcQueen

    LightingMcQueen 1er-Liebhaber(in)

    Dabei seit:
    05.04.2008
    Beiträge:
    1.096
    Zustimmungen:
    0
    Fahrzeugtyp:
    118d
    und noch etwas sehr nützliches:

    Restwert-Leasing

    Bei dieser Leasingart wird im Vertrag ein Restwert für das Fahrzeug angesetzt. Der Restwert gibt an wie viel das Auto voraussichtlich am Ende der Vertragslaufzeit wert sein wird. Beeinflusst wird der festgesetzte Restwert vor allem durch die zurückgelegten Kilometer im Rahmen der Vertragszeit. Daher wird bei Abschluss eines Restwertleasing immer eine jährliche Kilometergrenze festgelegt; der Käufer gibt also an wie viele Kilometer er voraussichtlich zurücklegen wird.

    Problematisch ist beim Restwertleasing vor allem der Umstand, dass der Leasingnehmer für die Erzielung des vereinbarten Restwerts verantwortlich ist. Ist am Ende der Laufzeit der Fahrzeugwert geringer als der im Vertrag angegebene Restwert so wird der Leasingnehmer zur Kasse gebeten. Der mindere Fahrzeugwert muss voll vom Leasingnehmer abgegolten werden. Dies stellt für den Kunden natürlich einen erheblichen Risikofaktor dar, weil schlussendlich der Leasinggeber den Fahrzeugwert festlegt. Ist im Gegensatz dazu das Fahrzeug am Ende der Laufzeit mehr wert als der festgeschriebene Restwert, so bekommt der Leasingnehmer nur ca. 75% dieses Mehrwerts ausgezahlt; bei dieser Regelung herrscht ganz augenscheinlich ein Ungleichgewicht. Die Abschlussbewertung des Fahrzeuges ist immer wieder ein Streitthema zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber, sodass es nicht verwundert, dass solche Meinungsverschiedenheiten schon des öfteren vor Gericht geendet haben.

    Allzu sehr sollten Sie sich davon jedoch nicht abschrecken lassen, denn immerhin ist der Leasinggeber daran interessiert Sie als Kunden zu halten um Ihnen den nächsten Leasingwagen zur Verfügung zu stellen. Der Abschluss eines Restwertleasings ist daher zu einem bedeutenden Teil auch eine Vertrauenssache.

    ... Gerade hier kann die Sache kritisch werden...!
     
  17. #15 M to the x, 18.01.2009
    M to the x

    M to the x 1er-Fanatiker(in)

    Dabei seit:
    27.05.2008
    Beiträge:
    4.699
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Frankfurt am Main
    Wer den Konfigurator verwendet, der macht eh was falsch. Die Zahlen da sind Wunschdenken von BMW, die zahlt wirklich keiner. Sehr gute Leasingraten gibt es bei BMW auch für frei konfigurierte und erst auf Kundenwunsch bestellte Fahrzeuge.


    :?: :shock: :?: Bei nem Leasing? Das ist doch Quatsch, wo steht das bitte im Leasingvertrag? BMW interessiert die MwSt doch sowie überhaupt nicht, die rechnen nur netto; die Rate wird netto festgelegt und dazu kommt je jeweilige gesetzliche MwSt, fertig.

    Wo soll den die vertragliche Grundlage für eine "Nachbelastung" der MwSt auf den Fahrzeugwert sein? Zudem ist das ein "operating lease", also nichts anderes als Miete, liegt umsatzsteuertechnisch doch gar kein Umsatz in Höhe von z.B. 30.000 Euro vor, also muss BMW auch nichts abführen an Umsatzsteuer (außer natürlich der monatlichen USt auf die Rate, weil die ja auch Umsatz ist). Und wenn BMW USt einsammeln würde, die sie nicht abführen, dann wäre das strafrechtlich relevant.


    Was glaubst Du denn, was BMW durch den einzelnen 1er an Kapitalbindung hat? Die AHK eines 30k LP 1ers liegen, je nach aktivierten Gemeinkosten, bei eben so geschätzt 12k bis 16k. Die echten Kapitalgrenzkosten haben noch eine viel geringere Basis.

    Und hier kommt die "Mischkalkulation" zum Tragen: BMW kann mehr vom Wertverlust tragen bzw. mehr Marge weitergeben, weil sie einen Finanzierungsvorteil haben - nicht zwingend beim Zinssatz, aber bei der Bemessungsgrundlage.

    Wenn wir hier immer Leasingrate gegen Zinskosten stellen und zu dem Schluß kommen, dass Leasing sich wohl lohnt, wenn man nur wenig mehr als die Zinskosten zahlt, dann stimmt das aus Sicht des Leasingnehmers. Der Leasinggeber hat eine ganz andere "Schmerzgrenze", weil er viel geringere Zinskosten hat.

    Beispiel:
    1er BMW, 30k LP. Sind netto 25,2k. Wenn ich BMW 40% Marge zugestehe (was für eine Vollkostenrechnung eher viel ist, für Grenzkosten aber noch ne ganze Ecke zu niedrig), dann hat BMW 15,1k Kapital eingesetzt für das Auto. D.h. die müssen der Bank nur auf 15,1k Euro Zinsen zahlen, nicht wie ein Käufer auf die ca. 25k Kaufpreis.
     
Thema:

Finanzierung oder Leasing?

Die Seite wird geladen...

Finanzierung oder Leasing? - Ähnliche Themen

  1. Leasing Übertragen 118d

    Leasing Übertragen 118d: Hi zusammen, ich habe einen 118d seit 04/2016 im Leasing (3J/ 10tkm) für 360€ p.M. bei einem Listenpreis von 40.300€ (Schadensfrei und erst...
  2. Kosten 1. Service BMW F20 Leasing Fahrzeug

    Kosten 1. Service BMW F20 Leasing Fahrzeug: Moin zusammen Habe heute morgen meinen 116i Bj. 2014 zum Händler gebracht für den ersten Service, Ölwechsel und Filter Austausch. Jetzt bekomme...
  3. BMW 118i Leasing

    BMW 118i Leasing: Hallo Leute, Zunächst einmal hallo ins 1er- Forum! Nun zu meinem Anliegen: Ich habe beschlossen, noch dieses Jahr einen 118i-120i zu leasen....
  4. Auf der Suche nach Leasing inkl. Vollkaskoversicherung

    Auf der Suche nach Leasing inkl. Vollkaskoversicherung: Hallo zusammen, da meine Freundin bald auf ein Auto angewiesen sein wird, sind wir für sie auf der Suche nach einem Kleinwagen für den Weg zur...
  5. Anregung Leasing/Miete

    Anregung Leasing/Miete: Hallo Leute, Ende diesen Jahres kann ich mir einen neuen Firmenwagen konfigurieren. Erst habe ich zu einem Audi A4 Avant tendiert. Ich habe einen...