Finanzamt!

Dieses Thema im Forum "Laberecke" wurde erstellt von scubafat, 04.02.2009.

  1. #1 scubafat, 04.02.2009
    scubafat

    scubafat 1er-Fan

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    Bericht aus FRONTAL im ZDF: Sowas kann nur in Deutschland passieren.

    Ein Rentner hat im vergangenen Jahr ordnungsgemäß mit seiner Schreibmaschine seine Steuererklärung gefertigt. In dieser hat er Zinseinkünfte von 11.000 Euro angegeben. Tatsächlich hatte er jedoch 18.000 Euro an Zinseinkünften. Als ihm sein Fehler auffiel, informierte er prompt die Sachbearbeiterin beim Finanzamt.

    Im Steuerbescheid traute der Rentner seinen Augen nicht ... die Sachbearbeiterin hatte die Zinseinkünfte hintereinander weg geschrieben und auf 1100018000 EUR (1,1 Mrd. Euro) beziffert. Seine Steuerschuld errechnete das Finanzamt auf mehr als 200 Mio. Euro.

    Daraufhin rief der Rentner beim Finanzamt an und wies die Sachbearbeiterin auf Ihren "Flüchtigkeitsfehler" hin. Umgehende Änderung wurde ihm zugesagt.

    Einige Wochen später wurde dem Rentner seine EC-Karte vom Bankautomaten eingezogen. Seine Bank wies den Rentner darauf hin, dass das Finanzamt eine Steuerrate von 13 Mio. Euro eingezogen habe.

    Daraufhin maschierte der Rentner zu seinem Rechtsanwalt. Der Rechtsanwalt fertigte ein Schreiben an das Finanzamt an und innerhalb weniger Tage wurde der Beschwerde abgeholfen. Der Rentner bekam natürlich sein Geld vollständig zurück.

    Jetzt aber der Hammer:

    Der Rechtsantwalt bezifferte gegenüber dem Finanzamt seine Kosten, die er abhängig vom Streitwert errechnete. Der Streitwert (mehr als 200 Mio. Euro) hatte einen Kostenersatz von 2,5 Mio. Euro zur Folge. Das Finanzamt weigerte sich, den Betrag auszuzahlen. Der Rechtsanwalt klagte seinen Anspruch ein und gewann vor Gericht.

    Ein Schreiben ans Finanzamt gefertigt und 2,5 Mio. Euro reicher! Der Mann hat alles richtig gemacht!

    Die Kosten für das Verfahren trägt übrigens der Steuerzahler. Die Beamtin wurde auf einen besser bezahlten Posten wegbefördert. Der Anwalt und der Rentner sind seitdem gute Freunde.
     
  2. AdMan

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  3. #2 koschi1986, 04.02.2009
    koschi1986

    koschi1986 1er-Liebhaber(in)

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    :lol:
     
  4. YT

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    Intelligenter Anwalt. Hätte ich nicht andest gemacht. Er muss das Geld ja auch versteuern. Aber ein netter Verdienst. Hut ab.
     
  5. mleun

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    Au, Au, wenn jetzt wiederum bei der Steuererklärung was schief geht...

    Rekursion: siehe Rekursion.
     
  6. YT

    YT 1er-Fanatiker(in)

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  7. #6 Sushiman, 04.02.2009
    Sushiman

    Sushiman Guest

    einfach nur geil, ich lieg am boden !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-)
    g, Sushiman
     
  8. #7 bobby980, 04.02.2009
    bobby980

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    Der Fall ist schon etwas älter, es ist in 2004 dann vor Gericht entschieden worden.
    Der Anwalt ging hat letztendlich 440.000 € erhalten.
    Hier der Link dazu.
     
  9. #8 striker118, 04.02.2009
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    Welche Bank lässt bitte Lastschriften in Millionenhöhe von einem normalen, ungedeckten Girokonto nicht sofort zurückgehen?
     
  10. #9 Sushiman, 04.02.2009
    Sushiman

    Sushiman Guest

    ein paar dinge sind da schon etwas dubios. die sache ruft mich jetzt allerdings auf den plan, nämlich: man besorge sich einen finanzamtmitarbeiter der "absichtlich" so eine falscheingabe macht. dann wickelt man das über einen "befreundeten" anwalt ab und teilt durch 3 ...fall erledigt.
    wär das was?
    g, Sushiman
     
  11. #10 bobby980, 04.02.2009
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    Bestechlichkeit § 332 StGB (Strafmaß 6 Monate bis 5 Jahre)
    Betrug § 263 StBG (Strafmaß bis zu 5 Jahre und die Anwaltstätigkeit kann man auch an den Nagel hängen. :wink:
     
  12. #11 M to the x, 04.02.2009
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    Merci - und was hat Frontal21, das dümmste und am schlechtesten recherchierte Magazin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen draus gemacht?

    Wann war denn die Sendung genau?
     
  13. #12 bobby980, 04.02.2009
    bobby980

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    Keine Ahnung ich kenne den Fall schon länger aus einer Steuerzeitschrift und habe mal per google das Urteil gesucht, habe aber nur den Link gefunden.
     
  14. #13 Spiderin, 04.02.2009
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    Sowas war auch erst vor nicht allzulanger Zeit mit einer Kisokbesitzerin.

    Da hatte sich auch irgendjemand verrechnet / verschrieben. Die gute Frau hätte dann ein Vielfaches von dem nachzahlen müssen, was ihr Kiosk überhaupt im Jahr abwarf. Der Rechtsanwalt, der ihr "Korrekturschreiben" aufgesetzt hat, hat sie schließlich endgültig ruiniert.

    Krass sowas!
     
  15. AdMan

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  16. sonc

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    haha... sachn gibts, die gibts garnicht.
     
  17. #15 M to the x, 04.02.2009
    M to the x

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    Hä?

    1. Jeder Fehler ist korrigierbar und wird auch korrigiert (mal schneller, mal langsamer).

    2. Der Anwalt holt sich sein Geld im Zweifel vom "Gegner", also in dem Fall dem FA.

    Das FA macht relativ wenig Fehler und wenn sie einen machen, ist das ganze mit nem sinnvollen Schrieb' oder einem Anruf schnell aus der Welt geschafft..... wer an sowas pleite geht, hat auch selber massiv Fehler gemacht.
     
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