Ein paar Fragen zum Audisons BitOne

Dieses Thema im Forum "HiFi, Navi & Kommunikation" wurde erstellt von Mister Cool, 30.10.2010.

  1. #1 Mister Cool, 30.10.2010
    Zuletzt bearbeitet: 30.10.2010
    Mister Cool

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    Um herauszufinden, ob der Audisons BitOne etwas für mich wäre (geplant ist ein aktives 3-Wege System + Sub), habe ich mir die dazugehörige Software runtergeladen und in dem Offline Modus ein bisschen rumgespielt.
    Bei dieser "Trockenübung" sind einige Fragen aufgekommen, die ich an die alten Hasen, die schon mal das System mit Hilfe des BitOnes eingemessen haben richten möchte.

    Zuerst zum geplanten und in dem BitOne abgebildeten System (hier ein Beispiel mit angenommene Übergangsfrequenzen):

    HT (28mm) in den Spiegeldreiecken - HP 3kHz 24dB Butterworth
    MT (100mm) in der Tür - BP 200Hz-2.5kHz 24dB Butterworth
    TT (160mm) unter den Sitzen - BP 60Hz-175Hz 24dB Butterworth
    Sub (250mm GG) am Skisack - TP 60Hz 24dB Butterworth

    Mit ein wenig Nachhilfe des EQs bei 63Hz, 160hz und 2kHz konnte ich die gesamte Frequenzgangskurve fast perfekt glattziehen.
    BTW. interessant ist die "Lücke" zw. 2.5kHz und 3.kHz, aber sie wird perfekt aufgefüllt


    Und hier die Fragen

    1. Wonach richtet ihr euch bei der Wahl der Flankensteilheit und des Filtertyps (Butterwoth/Linkwitz)?

    2. Ist es sinnvoll gleiche Steilheit für alle Kanäle zu nehmen, um die einzelnen Phasendreher und somit die Gesamtphase gleich zu halten (ich nehme an 6dB = 90°, 12dB = 180°, 18db = 270°, usw.)

    3. Wäre es sinnvoll (falls unterschiedliche Flankensteilheit notwendig) z.B. 6dB mit 18dB oder 12dB mit 24dB zu kombinieren (also versetzt jeweils um 180°) und dann das passende Chassis "phasenverkehrt" anszuschliessen um die die Gesamtphase wiederherzustellen?

    4. Die Laufzeiten habe ich nach Abstand der einzelnen Chasis korrigiert. Danach wird der "Delay default" errechnet. Wonach richtet ihr euch aber beim Feintuning der Lauftzeit (Delay Fine Set)? Nach Gehör? Nach Messung? Was nimmt ihr als Referenzsignal dafür?

    5. Man kann den Signallevel für die einzelnen Eingänge wie Master (High Level / Low Level), Aux1,... mit Hilfe der gelieferten CD kalibrieren / de-equalisieren. Ist es auch dann notwendig/sinnvoll, wenn der BitOne per Cichkabel (also Low level) zweikanlig (also FL +FR) angeschlosen und versorgt wird. Ich gehe hier von einem nicht equalisierten Chinchausgang eines Alpine/Kenwood Radios aus.

    Mit der bisherigen Einstelerei habe ich das System (die Frequenzweichen) perfekt equalisiert, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Endstufen und die Chassis absolut linear in einem perfekten Raum arbeiten. Da es leider nicht so ist, muss jetzt in dem weiteren Schritt die Einmessung des Gesamtsystems in dem Auto (mit Berücksichtigung des Raums/einbaus usw.) erfolgen. Da ich es als "Trockenübung" nicht mehr durchspielen kann und ausgerechnet das ist das spannendste dabei, hier weitere Fragen zum Ablauf. Ich nehme dabei an, dass die Eingangsempfindlichkeiten aller angeschlosenen Endstufen bereits einigermasen richtig eingestellt sind.

    6. Was nutzt ihr als Messsignal für die Einmessung (Sweep, Rosarauschen, einzelne Frequenzen, Signal generiert durch das Messequipment, ...)

    7. Wo wird gemessen (Mikro in der Kopf/Ohr-Position)?

    8. Wo - in welcher Maske "DSP Settings" oder "Ext. source EQ" - werden die raumspezifischen Korrekturen vorgenommen?
    Wenn ich nur den Master-Eingang nutze, ist Master in der Maske "Ext. source EQ" ist Master deaktiviert - da kann man bis auf "Master Volume" nichts verstellen. Oder ist es nur in Offline Modus so? Ich würde gerne die Frequenzwichenkorrekturen und die Raumkorrekturen getrennt halten wollen. Das hätte den Vorteil, dass ich unterschiedliche HP/BP/TP Kombinationen ausprobieren könnte ohne jedesmal, das ganze System neu einmessen zu müssen. Die EQ-Korrekturen in der Maske "DSP Settings" würden die Frequenzweichen Dellen und Peaks glattbügeln, und die EQ-Korrekturen in der Maske "Ext. source EQ" würden wiederum den eingemessenen Raum entzerren. Ich könnte die ersten immer "visuel", je nach gewählte TP/HP/... Parameter begradigen und die anderen blieben immer gleich. (Ok, 100%-tig ist es nicht, aber zum Ausprobieren reichts). Aber bei Master scheint es nicht zu fuktionieren.

    9. Misst ihr und korrigiert ihr das ganze System pro Seite (L/R) getrennt oder zusammen (also mit EQ L/R Link)?

    10. Um das Problem in Frage 8 zu umgehen kann ich den Prozessor per Cinch anstatt an die Master-Eingänge einfach an AUX1 anschliessen (Master-Eingänge bleiben leer) und nur den AUX1 aktivieren? Dann wäre AUX1 in der "Ext. source EQ" aktiv und ich könnte dort die Raumkorrekturen auf Basis der Messung vornehmen (die EQ Einstellungen für die Frequenzweichen in der Maske "DSP Settings" blieben dann unverändert).

    Weitere Fragen kommen noch bestimm - ich muß nur weiter "rumspielen"
     
  2. AdMan

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  3. P3t

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    Hi, sehr viele Fragen...
    Ok dann versuch ich mal ein wenig zu helfen.
    Also, den Mitteltöner braucht man noch oben nicht so steilflankig trennen, da er in seiner Einbauposition sowieso recht früh abfällt (Ab ~2,2 Khz) Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass man für den Mitteltöner im 1er in seiner originalen Einbauposition gar keinen HP benötigt. Soweit sogut...
    Den Hochtöner müsstest du somit am besten ab ~ 2,5Khz spielen lassen um kein Akustisches Loch zwischen 2,5Khz und 3Khz zu bekommen.
    Stellt sich in einer Simulation vielleicht anders dar, aber wenn du im 1er mit einem Mikro nachmisst, sieht die Realität ganz anders aus.

    Mein Setup:
    Sämtliche LS elektrisch nach Std. gepolt bzw. nichts verpolt. Funktioniert bei mir am besten.

    Mitteltöner HP 2,5Khz 6db.
    Hochtöner TP 2,5Khz 18db.

    Wie man die Flanken setzen soll, kann man leider nicht pauschal sagen. Das musst du wirklich ausmessen und erhören.
    Einen 28mm Hochtöner kann man im Normalfall ab 2,5Khz spielen lassen. Eine relativ steilflankige Trennung vorausgesetzt. (Min. 12db)

    Zu den Laufzeiten...
    Ich hab die Abstände ausgemessen und dann die Werte errechnet und in den DSP eingetragen. Die Vorgehensweise beim MXA 100 ist aber eine andere wie im BitOne, denke ich... Aber im Prinzip wird es wohl aufs gleiche hinauslaufen.
    Nach dem Eintragen musste ich noch ein klein wenig feinjustieren, aber die ausgemessenen Werte haben eigentlich schon sehr gut gepasst. Als Referenzsignal nimmst du am besten ein Hörbuch bzw. eignen sich Aufnahmen mit hohem Stimmanteil bestens dafür.

    Zum Einmessen...
    Das Mikro hält man am besten vor die Nase und "schwingt" es dann senkrech hin und her zum linken und rechen Ohr.
    Super ist es natürlich wenn man unterschiedliche EQ Einstellungen an beiden Seiten einstellen kann. Das kann der MXA 100 leider nicht.

    Warum hast du vor alles so steilflankig zu trennen?
    Das hört sich im Normalfall weder gut bzw. besser an, noch funktioniert es in der Realität akustisch so wie man es sich wünscht.
    RS Audio konstruiert z.B Hochwertige Weichen, aber folgt dem Grundsatz alles nur mit 6db Flankesteilheit zu trennen.

    Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Erfolg!
    Hast dich ja jetzt intensiv mit allem beschäftigt.:daumen:

    Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen...
    Die Simulationen sind, wenn man es ganz genau nimmt sinnlos.
    Du brauchst viel Zeit, ein Messmikro und das passende Programm. Beim Messen sieht dann alles ganz anders aus als in der Simulation...
     
  4. #3 Mister Cool, 30.10.2010
    Zuletzt bearbeitet: 31.10.2010
    Mister Cool

    Mister Cool 1er-Fan

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    Hi,

    auf Dich ist Verlass, ich habe mit Deiner Antwort gerechnet.

    >Also, den Mitteltöner braucht man noch oben nicht so steilflankig trennen...
    >Warum hast du vor alles so steilflankig zu trennen?

    Diese 24dB Flanke habe ich gewählt, weil sie in der Simmulation die glattesten Übergänge ermöglichte

    [​IMG]

    Aber eigentlich fehlt mir noch eine theoretische Grundlage, wann welche Flanke und welcher Filertyp (Linkwitz/Butterworth) für welches Chassis geeignet wäre.

    >...da er in seiner Einbauposition sowieso recht früh abfällt (Ab ~2,2 Khz)
    >Einen 28mm Hochtöner kann man im Normalfall ab 2,5Khz spielen

    Damit hätte ich kein Problem, denn ich schaue ganz bewust auf einen 28mm HT, den man bei Bedarf sehr tief ankoppeln kann, sogar unter 2kHz (Eton CX280 oder Hertz HT28 )

    >Hast dich ja jetzt intensiv mit allem beschäftigt

    ja, mir reicht es nicht Dinge zu haben, ich will sie auch verstehen und selbst beherschen :-)

    >Du brauchst viel Zeit, ein Messmikro und das passende Programm

    Die Zeit nehme ich mir, aber wenn es soweit ist rühre ich mich
     
  5. #4 dreamsounds, 31.10.2010
    dreamsounds

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    Wir verbauen den BitOne ja auch sehr oft, aber mit einer reinen Simultion kommst Du überhaupt nicht vorwärts. Wäre auch zu einfach. Wie Pt3 auch schon schrieb - Messequipment, einarbeiten und jede Menege Fehlversuche bist Du als Anfänger am Ziel bist.

    Viel Erfolg
    Mike
     
  6. AdMan

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