Das Ruckeln bei Lastwechseln

Dieses Thema im Forum "BMW 130i" wurde erstellt von evoX, 07.02.2007.

  1. evoX

    evoX 1er-Fan

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    Vor einiger Zeit beschwerten sich einige 130i-Fahrer darüber, dass ihr Auto bei Lastwechseln (bezogen auf das Gas geben) nur verzögert das Gas animmt. Ich weiß nicht, ob das in irgendeiner Weise geklärt wurde, aber ich hab hier was gefunden, was das Problem lösen sollte:

    Quelle: http://www.motor-kritik.de/

    Natürlich habe ich mir es auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen, den 34. AvD-Oldtimer-Grand-Prix zu besuchen. Es gab zum Teil richtiges Eifelwetter.

    Und es gab ein wichtiges Rennen auf der berühmt-berüchtigten Nürburgring-Nordschleife: das „AvD-Historik-Marathon 400“. Start um 15 Uhr, Ende 18 Uhr. Der Gesamtsieger, Marcus von Oeynhausen umrundete in dieser Zeit die Nordschleife 17 mal, legte 354,144 km zurück, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 118,653 Kilometer pro Stunde entspricht. Mit einem alten Jaguar E-Type Competition, inzwischen 44 Jahre alt. Die schnellste Runde fuhr von Oeynhausen in 8:56 min.

    Hinter dem Jaguar kamen auf den nächsten Plätzen drei (alte) Porsche 911 ins Ziel, gefolgt von einem Ford Fairlane.

    Ich stand lange hinter einem hohen Zaun in der Bergab-Rechtskurve hinunter zum „Brünnchen“. Gute (alte) Bekannte, die zufällig vorbei kamen, wunderten sich, dass ich mir diesen Platz ausgesucht hatte, wo man doch nur wenige 10 Meter ober- oder unterhalb keine Sichtbehinderung durch einen Maschendrahtzaun hatte. Ich stand aber weniger an dieser Stelle um zu schauen, sondern um zu hören.

    Vor der Rechts-Bergab müssen alle Fahrer kräftig auf die Bremse, um dann möglichst früh wieder auf dem Gas zu sein, damit es auf der kurzen Geraden, hin zur „Brünnchen“-Bergauf gut vorwärts geht.

    Kaum ein Fahrzeug nahm hier richtig Gas an, die Motoren spuckten und stotterten. Meistens. Weil die Fahrer zu stark aufs Pedal traten, den Motor nicht einfühlsam ans Gas heran führten.

    Es gibt nur noch wenige Fahrer, die das können, weil sie wissen worauf es ankommt. Denn der Motor läuft beim plötzlichen Gaswegnehmen und anschließenden Bremsen „überfettet“. Nun braucht es viel Gefühl… -

    Ach, Sie lieber Leser haben das bei Ihrem Fahrzeug nicht? – So sollte es auch sein. Aber manchmal ist das auch bei modernen Automobilen so wie bei den Oldtimern. Ich kenne Fahrzeugbesitzer, die sind wegen solchem „Ruckeln und Stottern“ des Motors viele Wochen von Werkstatt zu Werkstatt geeilt. Niemand hat einen Fehler gefunden.

    Bis die dann z.B. zufällig mit mir gesprochen haben. Und ich habe ihnen empfohlen, mal den Bremslichtschalter kontrollieren zu lassen. – Der war es dann auch.

    Bei modernen Automobilen erreicht die Motorelektronik beim Bremsen vom Bremslichtschalter der Befehl das Gemisch abzumagern. Und dann nimmt der Motor anschließend auch wieder einwandfrei Gas an. Ist der Bremslichtschalter aber defekt… -

    Bei Oldtimern, bei „alten“ Vergasermotoren gibt es diese „Innovation“ noch nicht. Da muss man dann nach einem solchen Bremsvorgang weich ans Gas gehen, um ohne grobe Motoraussetzer das Automobil wieder in Schwung zu bringen.

    Um die Richtigkeit meines Wissens um die Zusammenhänge zu überprüfen stand ich dieses Mal also in der „Brünnchen“-Bergab.

    Wobei ich Ihnen – ganz unter uns – noch erzählen möchte, dass es inzwischen Automobilfirmen gibt, die bei ihren modernen Serienwagen den Bremslichtschalter redundant anlegen, d.h. in doppelter Funktion, so wie man es auch von wichtigen Anlagen in Flugzeugen kennt. Wenn das eine System ausfällt, bleibt noch das andere.

    Weil es doch irgendwie – und per Saldo – mehr Ärger mit diesem simplen Ding (dem Bremslichtschalter) gibt, als wir je aus Fachzeitschriften erfahren werden. – Das bleibt natürlich unter uns.
     
  2. AdMan

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  3. #2 spiti01, 07.02.2007
    spiti01

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    Tja, der Marcus ist schon ein Teufelskerl in seinem E-Type. Ich habe auch schon 9:01 auf der Nordschleife gefahren....na ja, mein E-Type ist ja auch erst 40 Jahr alt, dafür aber mit Straßenzulassung.

    Zum Thema: Was dort geschrieben steht, ist teilweise recht haarsträubend. Bei Rennfahrzeugen (auch historischen) ist die Motorabstimmung selbstverständlich meist auf Maximalleistung ausgelegt. Dafür sind Einbußen in Sachen Kultur und Alltagstauglichkeit immer in Kauf zu nehmen.
    Selbstverständlich sollte ein modernes Straßenfahrzeug mit Saugmotor - wie der 130i - hier keine Speränzchen machen und in jeder Lebenslage einwandfrei ohne Verzögerung Gas annehmen. Sonst ist da etwas faul im Staate Dänemark.......
    Allerdings können solche Effekte durchaus 'mal vorkommen, wenn z.B. schlechter Kraftstoff getankt wurde (sowas kommt in den besten Familien vor....). Oder wenn anstatt 98 ROZ Super Plus nur 95 oder gar 91 Oktan getankt wurde....das ist bei solchen Motoren absolut falsche Sparsamkeit.
    Denn über die selektive Klopfregelung geht das Steuergerät häufig in ein anderes Kennfeld und diese Wechsel können durchaus diese Auswirkungen haben.
     
  4. evoX

    evoX 1er-Fan

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    Meinst du nur diesen Asuzug oder die ganze Seite?

    Und was hat es nun mit diesem Bremslichtschalter auf sich?
     
  5. #4 spiti01, 09.02.2007
    spiti01

    spiti01 1er-Fahrer(in)

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    Hi evoX,

    natürlich meine ich nicht alles in dem Artikel, aber doch einiges. Solche Artikel werden meist von Leuten geschrieben, die in erster Linie unterhalten wollen. Die fachliche Substanz ist dabei meist sekundär, in vielen (nicht allen!) Fällen sogar mangelhaft.

    Nur ein Beispiel: Der hier beschriebene Zusammenhang zwischen Bremslichtschalter und Gemischabmagerung wurde früher nur bei äußerst wenigen Fahrzeugen (z.B. bei einigen Einspritzanlagen von Magneti Marelli, aber auch bei einigen Vergasermotoren, wo über den Bremslichtschalter das Leerlauf-Abschaltventil betätigt wurde) verwendet und ist damit aktuell ohne jegliche Bedeutung.
    Denn seit viele Jahren verfügen nahezu alle Fahrzeuge (heute wirklich alle!) mit elektronischen Einspritzanlagen über eine sog. Schubabschaltung. Dabei wird bei Drehzahlen etwas oberhalb Leerlauf und Fuß vom Gas die Einspritzmenge auf NULL geregelt - das ist z.B. bei BMW's mit Momentanverbrauchsanzeige gut zu beobachten. Erst kurz vor Erreichen der Leerlaufdrehzahl wird wieder Kraftstoff eingespritzt, damit der Motor nicht abstirbt.
    Frage: welchen Sinn würde hier eine Abmagerung machen, die vom Bremslichtschalter gesteuert wird? Nuller als NULL geht nun wirklich nicht....gelle? :wink:
     
  6. #5 welle68, 09.02.2007
    welle68

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    Kann nur bestätigen, daß dieses häufig an der Qualität des Benzins liegt.
    Bin mit meinem alten Mazda deswegen in verschiedenen Werkstätten gewesen-jeder hat was anders vermutet-angefangen vom zugesetzten Auspuffkrümmer über die Einspritzanlage und Drosselklappe. Weit gefehlt.Obwohl ich immer Super getankt habe-Motor war für normal ausgelegt-hatte ich dieses Problem, bis ich im Urlaub an einer andern Tankstelle getankt habe. Siehe da der Fehler war weg.
    Bester Sprit meiner Meinung nach hat Shell und Aral-wo ich auch den niedrigsten Verbrauch habe.Schlechteste Erfahrung war mit Agip-Hoher Verbrauch-Schlechte Gasannahme- rauher Motorlauf.
     
  7. evoX

    evoX 1er-Fan

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    Danke für die Antworten. :thumbsup:
     
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