Das Motoröl und seine Alterung

Dieses Thema im Forum "Der 1er BMW" wurde erstellt von oilonice, 25.12.2010.

  1. #1 oilonice, 25.12.2010
    oilonice

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    Durch die Diskussion mit einem Arbeitskollegen habe ich mal bezüglich Motoröl recherchiert und was da so für Gerüchte im Umlauf sind. Ich bin Ingenieur für Fahrwerk und Antriebstechnik und habe mich mittlerweile schon viel mit Schmierstoffen beschäftigt und beschäftigen müssen. Um allen Angsthasen die Furcht zu nehmen möchte ich mal ein paar Dinge zu Motoröl klarstellen:

    1. Ich kaufe mein Motoröl für meinen 118d auch im Internet und mache den Ölwechsel selbst. Ölmarke: Egal (wenns ein Markenöl ist: Aral, Castrol etc. )! Hauptsache die Spezifikation stimmt! Es gibt wirklich keinen Hersteller, der das Extraquentchen sinnvollen Zauberzusatz in sein Öl macht. Auch die Zusätze im Catrol Magnatec oder ähnlichem Zeug bringen wirklich keine Nennenswerte messbare Verbesserung der Haltbarkeit etc.

    2. Das Alter des Motoröl in den Dosen ist recht nebensächlich! Im unglücklichsten Fall kann es bei absolut unsachgemäßer Lagerung nach etlichen Jahren zu einer Verschlechterung der Neuölqualität kommen. Die Hersteller sichern sich durch Ihre Aussagen gegen so etwas ab. Wenn es aber irgendwie kritisch wäre, würde dies explizit auf der Verpackung stehen - Haltbarkeitsdatum etc.. Z.B. ist fünf Jahre altes Öl orginalverpackt überhaupt kein Problem. Ich persönlich benutze auch Motoröl einige Jahre ohne Angst in geöffneter Verpackung.

    3. Verkürzen der Ölwechselintervalle um dem Motor was Gutes zu tun. Das hilft nur dem Ölverkäufer. Wer sich einmal Messwerte von ,,verbrauchten" Motoröl angesehen hat, weiß, dass das CBS von BMW schon genau das Richtige macht. Man wird durch zusätzliche Ölwechselintervalle jedenfalls nicht messbar die Lebensdauer des Motors steigern.

    4. Das einzige was neben dem regelmäßigem Service dem Motor für ein langes leben hilft, ist:
    Warmfahren (ich persönlich finde es doof, dass man bei BMW kein Ölthermo verbaut und nicht einmal mehr eine Wassertemperaturanzeige hat!)
    Warmfahren ist immer ein Kompromiss aus Drehzahl und Mitteldruck. Soll heißen: Sanft Gas geben (vor allem nicht vollgas) und nicht zu hoch drehen. Und: Dem Motor nach dem Starten ruhig kurz laufen lassen bis der Öldruck überall gut aufgebaut ist(z.B. Turbolader)

    5. Kurzstrecken vermeiden: Wer schon mal nen Motor von innen nach einer Kurzstreckendauererprobung gesehen hat, weiß, wie ekelig das ist, wenn das Kondenswasser nie aus dem Öl kocht. Ich persönlich versuche das Auto immer so zu nutzen, dass das Öl auch warm geworden ist.

    Soviel erstmal mein Senf zu dem Thema. Ich habe durch die oben genannten Dinge jedenfalls schon bei mehreren Fahrzeugen überdurchschnittliche Laufleitungen erzielt. Z.B. hatte ich vor dem 118d einen Ford Fiesta 1.4, der nach 385.000km wegen Rost in die Presse ging. Die restlichen Fahrzeuge waren Motorräder...

    Wünsch noch Frohe Weihnachten!
     
  2. AdMan

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  3. #2 bmdoubleyou, 26.12.2010
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    Ebenfalls frohe Weihnachten,

    also ist es bei viel Kurzstrecke doch sinnig das Öl öfters zu wechseln oder ist da die cbs Anzeige von BMW auch genau genug?

    Ich trau dem Braten da nicht so.... und lass´das Öl nämlich auch öfters wechseln als der Wagen das vorschlägt.
     
  4. #3 oilonice, 26.12.2010
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    Also, das CBS brücksichtigt auch Kurzstrecke und setzt den Ölwechselintervall dann entsprechend runter. Anstatt das Öl zu wechseln, würde ich eher mal den Wagen mal richtig warm fahren. Kurzstrecke schadet ja nicht nur dem Öl. Ablagerungen bilden sich dadurch ja auch in anderen Bereichen (Turboschaufeln, etc...)
     
  5. #4 sonofnyx, 26.12.2010
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    Kurzstreckenbetrieb schadet allen Komponenten und nicht nur der Lebensdauer vom Motoröl. Dagegen hilft auch kein verkürzter Wechselintervall. Das Geld sollte man sich lieber sparen und dafür lieber regelmäßig den Wagen auf die Bahn schicken und ihn, nachdem er dann umsichtig warm gefahren wurde, einmal ordentlich "freiblasen". Gerade der DPF wird es einem danken. Wobei das beste für einen Diesel in dieser Situation wäre, ihn zu verkaufen und gegen einen Benziner zu ersetzen.
     
  6. #5 touricus, 27.12.2010
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    dem gibt es nichts hinzuzufügen. ausser vielleicht, dass es schwierig wird, das fz später als 'servicegepflegt' zu verkaufen, wenn man die ölwechsel selber macht. wir haben kürzlich auch einen BMW R6 gekauft, bei dem der vorbesitzer sagte, er hätte das öl jährlich selber gewechselt. da es keine bestätigung im service-heft gab, konnte man halt nicht ganz sicher sein. also haben wir eine öl-analyse in auftrag gegeben (kostete um 50 euro), welche die aussage bestätigte.
    --------------

    :daumen: :mrgreen:
     
  7. #6 oilonice, 27.12.2010
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    Hallo

    ja, also scheckheftgepflegt wird immer gerne als Verkaufsargument verwendet. Mich persönlicht trifft das nicht so, weil ich meine Autos normalerweise so lange fahre, dass scheckheftgepflegt nicht mehr so relevant ist. Wenn ich selber mal einen Gebrauchtwagen checke, frage ich natürlich auch danach. Ich persönlich lege aber mehr Wert auf die TÜV Berichte und sonstige Rechnungen - das ist für mich aussagekräftiger.
     
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