Bremsscheibenmangel - Ansprüche geltend machen?

Dieses Thema im Forum "Der 1er BMW" wurde erstellt von MRLY, 05.04.2010.

  1. MRLY

    MRLY 1er-Fan

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    Hallo!

    Ich habe folgendes Problem:

    Im September 2009 habe ich einen 120d vFl (EZ: 10/2004) mit 61.300km in einem BMW-Autohaus (B&K Bad Driburg) erworben.
    Dieser Wagen wurde wurde mir mit neuem TÜV übergeben. Desweiteren steht im Kaufvertrag, dass das Fahrzeug in einem ordnungsgemäßen Zustand an mich übbergeben worden ist.
    Ausdrücklich wird im TÜV-Bericht darauf hingewiesen, dass die Bremsanlage besonders gründlich geprüft worden ist.

    Nachdem ich nun vor 2 Tagen von Winter- auf Sommerreifen gewechselt habe, würde von einem KFZ-Meister festgestellt, dass sich meine vorderen Bremsscheiben 1,5mm UNTER Minimum befinden, also schon längst hätten ausgetauscht werden müssen. Die Bremsklötze hingegen befinden sich in einem guten Zustand. Der KFZ-Meister hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieser Verschleiß nicht auf meinen jetzigen Kilometerstand von 78.000km zurückzuführen sei, wenn sich die Bremsanlage zum Zeitpunkt des Kaufs in einem ordnungsgemäßen Zustand befunden hat. Der Wechsel hätte demnach schon vor 20.000-30.000km erfolgen müssen.

    Nach Aussage des KFZ-Meisters müssen, wenn die Bremsscheiben erneuert werden, auch immer die Klötze mitgewechselt werden. Dieses würde incl. Einbau in etwa 750€-800€ in einer BMW-Niederlassung kosten.

    Da mir dieser Mangel zum Zeitpunkt des Kaufs nicht bekannt gewesen ist und aus den Unterlagen für mich als Laien nicht ersichtbar war, bin ich nicht gewillt diese Kosten komplett alleine zu tragen.

    Fakt ist, dass ich die Reperatur noch in dieser Woche durchführen muss, da ich auf mein Auto angewiesen bin. Ich befinde mich zur Zeit in Berlin und das B&K Autohaus liegt rund 500km entfernt. Desweiteren wurde mir ausdrücklich von Autobahnfahrten abgeraten, da das Risiko eines Bremsscheibenbruchs mitlerweile erheblich sei. Die allgemeine Betriebssicherheit des KFZs ist somit nicht mehr gewährleistet.

    Ich frage Euch nun, welche Rechte ich in diesem Fall habe und welche Ansprüche ich wie geltend machen kann. Ich danke Euch schon jetzt dafür, dass Ihr Euch diesen langen Bericht durchgelesen habt und für Eure hilfreichen Antworten.
     
  2. AdMan

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  3. #2 spitzel, 05.04.2010
    spitzel

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    ich würde sagen, dass man da wenig erfolgchancen hat da es sich um ein verschleißteil handelt.
    an deiner stelle würde ich mich mir eine zweite meinung einholen. am besten bei bmw, nachfragen kostet nichts.
    wo hast du denn die bremsen prüfen lassen?(werkstattname)
    desweiteren würde ich einen gutachter uverbindlich befragen. ein kurzes gespräch kostet auch da nichts.
    evtl. hast du auch eine rechtschutz mit telefonischer rechtsberatung.
     
  4. P0114

    P0114 Gesperrt!

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  5. MRLY

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    Die Bremsen direkt habe ich nicht Prüfen lassen.

    Da meine Eltern einen Mitsubishi fahren habe ich dort auch meine Räder wechseln lassen. Es ist dort wesentlich günstiger als in einer BMW Niederlassung. Bei dem Wechsel ist er dann auf den erheblichen Mängel gestoßen.

    Der Werkstattmeister war Herr Langhammer persönlich.
    Das Autohaus: http://www.langhammer-lessing.de
     
  6. #5 spitzel, 05.04.2010
    Zuletzt bearbeitet: 06.04.2010
    spitzel

    spitzel 1er-Fanatiker(in)

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    Meiner meinung erstmal eine zweite meinung einholen ob die nun wirklich verschlissen sind und uns mal die Werte posten. Es gibt da zwei Mindestmaß. Der auf der Scheibe ist das minimum maß für den wiedereinbau. Von dem können nochmals 1,2 mm abgezogen werden für das absolute verschleißmaß.

    Um wirklich Rechtsansprüche leisten zu können musst du erstmal den Händler anschreiben und den Sachverhalt von ihm aus schildern lassen. Beziehe dich auf die Aussagen von anderen Werkstätten und Gutachter dass dies ein mangel ist welcher nachweisbar bei Kauf bestand. Mangelhaftung kennt keinen verschleis.
    Sollte trotz des Einschreibens nichts passieren musst du deine rechtschutz bemühen oder einen Anwalt vorerst selbst bezahlen bis der beeis erbracht wurde dass der mangel bei Kauf bestand. Unter anderem wäre es auch arglistige Täuschung

    musst dir aber auch überlegen, dass du damit auch den tüvbericht anfechtest! stell ich mir nicht einfach vor.
    und wenn das ganze dann über anwälte läuft, wird es sehr lange dauern bis du dein geld zurück bekommst. bis dahin haste den zweiten satz bremsen drauf.
     
  7. AdMan

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  8. lisped

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    Bei Bremsen wird das wohl nichts bringen. Wie schon gesagt ist es ein verschleisteil. Warscheinlich sind die Reifen, Scheibenwischer usw. auch nicht mehr so gut wie es im Tüv-Bericht steht. Stell dir vor du bestellst dir ein Schnitzel was du dann auch isst und willst danach reklamieren dass es nicht mehr da ist. Wie hoch stehen die Erfolgschanchen das du ein neues bekommst?
     
  9. #7 Strikersen, 07.04.2010
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    Moin Moin!
    Bin zwar kein Rechtsverdreher, aber auch ich würde an deiner Stelle versuchen, das Du nur die Hälfte der Kosten tragen musst!
    Verschleißteil hin oder her, im TÜV-Bericht hätte das mit den Bremsen schon stehen müssen und dein Händler hätte dich da auch drauf hinweisen müssen!!

    Ich würde mir aber erstmal Rat vom Anwalt holen!
    Nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen und auch nicht gleich die Flinte ins Korn werfen!
    Da geht bestimmt was!!
     
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